Zurück zu Zitrone und Ingwer

Nu bin ich von der Psyche her wieder recht gut davor, da schlägt die Erkältung wieder zu. Aber okay, Zitrone und Ingwer werden helfen, dass ich das Wochenende auf den Füßen bleibe.

Jetzt geht es aber zu Bett und zwar mit Lesestoff. Ein Buch auf das ich sehr gespannt bin. Für Informationen auf das Bild in der Seitenleiste klicken.

Ein guter Tag

Moder Jord von Ivar Arosenius
Moder Jord von Ivar Arosenius

Heute geht es mir richtig gut. So gut, wie schon lange nicht mehr. Nicht einmal das gräuliche Wetter verdrießt mich. Allerdings musste ich auch nicht viel rausgehen, nur kurz zur Hanfsprechstunde ins NZN zu Erich Conradi. Das war recht lustig. Ich sollte heute ja mal längs gucken und Bescheid sagen, wie das CBD wirkt. In dieser Dosierung soll ich es noch bis zum 2. März nehmen und danach reduzieren und dann erst einmal absetzen, bis ich es wieder brauche. Gestern Abend habe ich mir zum Einschlafen einen Hanftee gemacht mit Kokosfett und Lavendelöl und habe geschlafen wie ein Baby.

Ansonsten war heute nicht viel. Ein wenig gearbeitet habe ich. Ich bin dabei mich mit Writerscafé vertrauter zu machen, was sicher ein feines Programm ist, allerdings sehr viel umständlicher und nicht so luxuriös, wie Papyrus Author. Da ich aber nun mal mit Linux Mint arbeite und PA nur unter Windows und Mac stabil läuft, muss ich mich wohl damit anfreunden. Ich habe nun mehrfach wenigstens einen Rechner auf Windows laufen zu lassen, aber nein, dass ist nicht meines. Also nächster Versuch Writerscafé.

Das Schreiben geht gerade nicht wirklich schnell voran. Macht nichts, ich kann mir ja Zeit lassen und habe keinesfalls vor mich hetzen zu lassen. Schließlich bin ich nun so eine Art Pre-Rentnerin.

Die ersten Male

Heute Morgen habe ich, obwohl es recht frisch ist, dass erste Mal draußen meinen Kaffee getrunken und Mails beantwortet. Wir erwägen sogar auch auf der Terrasse zu frühstücken, sind uns aber noch nicht ganz so sicher, denn wirklich warm ist es ja wahrlich nicht. Mal sehen, wie uns ist, wenn Viktor von der Hunderunde kommt.

Die ersten Male sind doch immer etwas besonderes. Das erste Mal den Ofen an, das ersten Mal den Ofen nicht gleich nach dem Aufstehen anzünden, der erste Kaffee morgens, der erste Sex (na ja, da war der 2. besser), irgendwann die ersten Erdbeeren des Jahres. Mit zunehmenden Alter, weiß ich diese ersten Male mehr und mehr zu schätzen. Vielleicht weil der Zeitpunkt näher rückt, an dem es die letzten ersten Male sind? Kann schon sein. Die ersten Male sind sicher auch so besonders, weil sich der Zeitpunkt, an dem man sie tut. genau bestimmen lässt, was ja bei den letzten Malen, nicht der Fall ist.

Diese Woche wird anstrengend, vielleicht gerade, weil uns Schönes ins Haus steht. Enkelin Selena hat am Freitag schulfrei. Also holen wir sie am Donnerstag ab und bringen sie am Sonntag zurück. Ob ich stabil genug bin für zwei Mal Hamburg, weiß ich noch nicht. Kann sein, dass Viktor sie am Donnerstag alleine abholt und wir dann am Sonntag gemeinsam fahren. Erst einmal freue ich mich auf Selena. Sie hat ein Buch zum Thema Kreatives Schreiben und damit wollen wir uns gemeinsam amüsieren. Da sie laut Jenni auf die Frage: “Wo kannst du am Besten schreiben?” Geantwortet hat: “Bei Oma” macht es ja nur Sinn, ein Single-Kid-Creative-Writing-Retreat zu veranstalten.

Frühlingsboten

Überall beginnen sie zu sprießen, die kleinen Frühlingsboten. Schneeglöckchen, die ersten Krokeen (oder was immer der Plural von Krokus ist) habe ich gestern gesehen und morgen möchte ich, so das Wetter hält, draußen Frühstücken und anschließend zum Südfriedhof, gucken, ob die Zaubernuss blüht.

Kaum vom Spaziergang zurück habe ich mich dran gemacht und die Terrasse schon mal zaghaft fit gemacht. Sehr zur Begeisterung unserer Suka, die es liebt draußen zu liegen und sich die Sonne auf die Nase scheinen zu lassen. Hoffen wir mal, dass sie es noch lange kann. Ihr scheint es soweit gut zu gehen, obwohl diese komischen Geschwulste, die von außen tastbar sind, wachsen.

Wieder mal drollig, wie sich einiges fügt. Den Winter über habe ich unseren Terrassentisch als Druckertisch benutzt. Ich habe noch aus Verlagszeiten so einen riesigen Laserdrucker, der mir auf dem Schreibtisch zuviel Platz weg nimmt. Da der Tisch wieder auf der Terrasse gebraucht wird, war ich recht glücklich beim Hundefriseur mit Secondhand-, Trödel und Barfingabteilung einen Tisch zu sehen, der mir geeignet schien. Wir beschlossen also dort am Montag mal längs zu hoppeln. Das hat sich nun erledigt. Kaum wieder zu Hause, kam Nachbar Bernd mit einem Tisch die Treppe runter, den er loswerden will und der genau passt. Also habe ich mir das Teil gleich unter den Nagel gerissen und auch schon in die Ecke gefriemelt. Das war eine ganz schön Plackerei und nun muss ich heute das zweite Mal duschen.

Ein guter Schlaf

Guter Schlaf ist wahrlich etwas wunderbares. Gestern Abend bin ich um 22:00 zu Bette und habe bis 08:00 morgens durch geschlafen. Viktor sagt zwar, ich hätte nächtens merkwürdige Laute von mir gegeben, allerdings nicht geschrien, doch ich kann mich an keine Träume erinnern. Das mit den Lauten glaube ich auch nicht wirklich. Er behauptet nämlich auch, dass ich schnarche, was gar nicht angehen kann. Ich doch nicht.

Während das Kaffeewasser kochte, bin ich auf die Terrasse hinaus und habe mich gefreut, dass der Himmel so fein aussah. Komischerweise war er auf der linken Seite ein wenig blasser, als auf der rechten. Dafür war links eine Möwe.

Ganz zaghaft keimt in mir die Hoffnung, dass es nun Frühling werde. Ich mag diese Übergangszeit von Winter zu Frühling. Wenn man quasi auf der Schwelle steht und jedes bisschen Himmelsblau, jeden Sonnenstrahl, in sich einsaugt.

Gleich werde ich mal die 1. Hälfte des Wochenendeinkaufs erledigen und zur Post. Da ich heute mit kochen dran bin, werde ich dies gleich nach dem Frühstück angehen und dann geht es ans Werk. Tore wächst und gedeiht.

Der Geldkomplex

Als ich meiner Freundin G. von der Empfehlung meiner Ärztin schrieb, eine Therapie zu machen, schrieb sie zurück: Meinst du wirklich, dass du eine Therapie brauchst, wäre dir nicht mit einem sicheren Einkommen für das nötigste und etwas wenig darüber hinaus mehr geholfen? So wie Franziska zu Reventlow schon in der Geldkomplex schreibt.

Da mir der Gedanke nicht aus dem Kopf ging, habe ich gestern nachmittag also Franziska zu Reventlows Gesammelte Werke vorgenommen, habe die Geschichte Der Geldkomplex herausgesucht und noch einmal gelesen. Ich muss gestehen G. hat da einen Punkt getroffen. Sicher nicht den einzigen, aber doch einen wichtigen. Die schwersten depressiven Phasen hatte ich immer dann, wenn ich meine materielle Sicherheit gefährdet sah.

Überhaupt ist mein Verhältnis zum Geld ein sehr merkwürdiges und schon lange habe ich das Gefühl, ich sollte mich einmal näher damit beschäftigen. Was ich auch tun werde, nicht zu letzt auf Grund der letzten Krise.

Ansonsten kann ich berichten, dass es mir deutlich besser geht. Ich habe ohne pharmazeutische Mittel sehr gut geschlafen, bin ruhiger und konzentrierter. Gestern habe ich zwei Stunde gearbeitet und heute war ich auch schon fleißig. Von Facebook habe ich mich abgemeldet (mal wieder). Hoffentlich diesmal nicht nur für ein paar Stunden, sondern für einen längeren Zeitraum. Überhaupt werde ich meine Internetzeiten deutlich reduzieren und wieder mehr offline arbeiten. Was Tore betrifft habe ich so einiges an Sachbüchern liegen, mit denen ich mich dringend beschäftigen sollte, um die Geschichte weiter zu bringen. Also ist der Rechner ab so fort ab Nachmittag einige Stunden aus.

Ach ja und ich werde noch einmal einiges von Franziska zu Reventlow lesen, das lohnt sich nämlich.

Holperig

Fit bin ich noch nicht wieder, aber ich sehe ein wenig fröhlicher in die Welt. Allerdings habe ich noch dem gestrigen Katastrophentag, die pharmazeutische Krücke weggelassen. Viktor war gestern bei einem Freund von uns, Erich Conradi, der meine Lage kennt. Erich hat eine Privatpraxis und ist auf Naturheilkunde spezialisiert, normalerweise kann ich mir seine Beratung nicht leisten, aber er hat Dienstags eine offene Sprechstunde zum Thema CBD, womit ich schon lange liebäugele. Also hat Viktor mir gestern gestern welches gekauft und nun werde ich das probieren. Sicher, ich habe heute Nacht nicht so gut geschlafen wie vorgestern, aber ich fühle mich mehr nach mir selbst an. Heute Vormittag habe ich sogar zwei Stunden gearbeitet.

Meine Tageskarte XIV – The Fferyllt lässt auch auf mehr Ausgewogenheit hoffen und darauf, dass ich wieder zur Ruhe komme.

Irgendwann erblühe und leuchte ich dann wieder wie meine Tulpen. Nun muss ich nur noch hoffen, dass das Jobcenter nicht erneut meine Heilung mit irgendwelchen merkwürdigen Briefen und Ideen boykottiert und alles wird gut.

Gefallen

Nachdem ich gestern Nacht, dank der kleinen Helferlein, wenigstens schlafen konnte, dachte ich, es wäre zumutbar in die Bücherei zu gehen, um mein vorbestelltes Buch abzuholen. Soweit so gut … der Rest eher weniger …

Als ich die Straße überquerte, bin ich beim Betreten des gegenüberliegenden Gehsteigs heftig gestürzt. So sehr, dass ich einen Moment benommen war und ein Busfahrer, sowie zwei Passanten mir helfen mussten, wieder auf die Beine zu kommen. Nach dem die Benommenheit wich, registrierte ich, dass meine Brille zerbrochen ist, ich eine Beule an der Stirn, eine dicke Lippe und eine leicht gestauchte Hand plus Abschürfungen an Bein und Knie habe. Nun könnte man denken, so etwas geschieht nun mal. Stimmt! Doch da war etwas, das mich sehr irritierte. Vor ungefähr 15 Jahren hatte ich eine Phase, in der ich dauernd fiel. Ich ging normal vor mich hin, machte einen Schritt, trat ins Leere und fiel auf die Schnauze. Es war wie ein Sekundenblackout. Einen klitzekleinen Moment schaltete mein Gehirn auf Standby und ich lag flach. Damals ging ich zu meinem Hausarzt, der leider nicht mehr praktiziert, der untersuchte alles und meinte dann: “Körperlich ist mit dir alles in Ordnung, aber hast du dir mal überlegt, ob du noch auf dem richtigen Weg bist?” Damals hatte er recht. Es ist auch diesmal so, dass ich körperlich in recht guter Verfassung bin, aber ob ich noch auf dem richtigen Weg bin, weiß ich nicht so richtig? Darüber werde ich wohl mal nachdenken müssen.

3 Arschlochjahre sollten doch genügen

Man sollte meinen, dass 3 Arschlochjahre genügen. 2016 fing es an. Dauernd war irgendwas, dauernd war ich krank oder irgend etwas klappte nicht. Damals habe ich immer gesagt: Wenn das Jahr doch bloß rum wäre. Dann war es rum und 2017 gab sich von Anfang an Mühe 2016 noch zu toppen. Dann 2018, Achillessehne, Furunkel am Busen, Zahnklinik, Divertikulitis, Geldprobleme (die zählen eigentlich nicht, weil chronisch), Verdacht auf Gebärmutterkrebs, Verdacht auf Brustkrebs, dann schien ich durch, dafür wurde Suka ein Lebertumor diagnostiziert. Diesmal dachte ich, besser du hoffst nicht auf 2019. Wozu auch. Schon die ersten Wochen waren kabbelig, wenn auch nicht so wirklich furchtbar. Doch kaum der zweite Monat und es summiert sich schon wieder.

Heute Morgen war ich bei der Ärztin und das erste Mal seit Jahren muss ich Medikamente nehmen. Gut, davon war ich, so wie es mir die letzten beiden Tage ging, bereits ausgegangen. Diagnose ist auch nicht unerwartet: Mittelschwere depressive Episode bei bipolarer Störung und dann noch F 40. Eine Überweisung zwecks Psychotherapie gab es auch gleich. Nur eine*n Therapeut*in finden erweist sich als schwierig. Das muss auch nicht heute sein. Ich bin ganz schön geschafft. Da ich ohne Termin war, musste ich 2 1/2 Stunden im Wartezimmer ausharren.

Jetzt werde ich erst einmal halblang machen und morgen mache ich mich auf TherapeutInnen-Jagd und wenn das nicht klappt verfüge ich mich uns ZIP.

Bisschen Angeschlagen

Es geht gerade alles ein wenig durcheinander bei mir. Die überraschende Aufgabe des Gewerbes und die damit verbundenen Planänderungen lösen extreme Existenzängste aus. Mein Vorhaben mehr im Hier und Jetzt zu sein, lässt sich gerade schwer umsetzen, da ich mir dauernd Sorgen mache, wie es weitergehen soll. Dabei weiß ich gar nicht warum. Die Webseiten werden billiger, weil ich ein viel kleineres Paket brauche. Natürlich könnte ich es auch ganz kündigen und zu einem normalen WP-Blog wechseln, aber ich möchte mein erweitertes Wohnzimmer werbefrei halten. Besser gesagt, wenn hier für etwas geworben wird, dann für Dinge von denen ich überzeugt bin. Ich glaube das bedrückende Gefühl resultiert daraus, dass nun die Hoffnung, etwas aus eigener Kraft zu reißen perdu ist.

Morgen geht es erst einmal zur Ärztin. Ich brauche eine Auszeit und eine Überweisung zum Neurologen. Diesmal wird es wohl nicht ohne Medikamente abgehen. Egal, Hauptsache ich kann weiter schreiben. So bin ich zu unkonzentriert, mal ganz zu schweigen davon, dass ich richtig schlecht schlafe. Woran zum Teil Stephen King Schuld. Lese gerade “Der Anschlag” und bin wieder einmal fasziniert, wie geschickt er das Grauen weckt und dieses Gefühl auch nach ausschalten des Readers wachhält. Wäre die Geschichte nicht so spannend, würde ich nicht weiterlesen.