Ruhig vergnügt

Das sind so Zeiten, wie ich sie selten habe. Aber tatsächlich bin ich ruhig, vergnügt und lasse es mir einfach wohl sein. Die Erleichterung über die Verlagsaufgabe ist immer noch da, wozu auch beiträgt, dass sich die Autor*innen, alle sehr nett und verständnisvoll gezeigt haben. Auch Viktor wirkt deutlich gelöster. Das komische ist, dass sich ja nicht alle Probleme in Luft aufgelöst haben. Mein Abzess ist immer noch nicht richtig abgeheilt, die Mammographie steht noch aus und finanziell wird es wieder knapper werden. Aber was soll es, wir leben, wir haben zu essen und lieben uns noch immer.

Morgen wird Viktor zur Mai-Demo gehen und ich werde Besuch von Tatee bekommen, die nach dem Tod ihres Mannes für zwei Wochen zurück in Kiel ist, um hier den Nachlass ihres Vaters zu ordnen. Mittwoch muss ich dann zum Frauenarzt und Sonntag gehe ich wohl zum Silent Writing ins Café Godot. Normalerweise schreibe ich ja im stillen Kämmerlein, aber irgendwie habe ich einfach mal Lust, andere Schreiber*innen zu treffen und wenn es mehr ums Schreiben, denn ums Reden geht, um so besser.

Ach ja, Kommunalwahl ist am Sonntag auch noch in Kiel. Da müssen wir natürlich hin. Da wird auch über den Kieler Flughafen abgestimmt, den diese Stadt so nötig wie einen Söder hat.

Sonntagsfreuden

Nachdem wir gestern Abend ein opulentes Mahl im Rigoletto genossen haben, ich schwelge immer noch, haben wir es heute ruhig angehen lassen. Yoga, Frühstück und ein schöner Spaziergang mit Suka durch die Moorteichwiese. Das war fein. Das Yoga macht sich bemerkbar, jedenfalls komme ich sehr viel besser die Steigungen hoch. Muss gar nicht mehr mittendrin pausieren und nach Erfrischungen schreien.

Überhaupt fühle ich mich relativ fit dieser Tage und finde, ich sehe auch gar nicht mehr sooo fett aussehe, obwohl die Waage, diese verlogene Schlampe, etwas anderes behauptet. Heute morgen wollte sie mir irgendwas zwischen 25,4 kg und 141,3 kg verkaufen. Überhaupt sind diese Digitalwaagen total doof und man kann ihnen nicht trauen. Künftig werde ich 3 x draufsteigen, die ermittelten Zahlen addieren  und davon die Quersumme als aktuelles Ergebnis anerkennen.  Das dürfte dann ungefähr hinkommen. Eigentlich ist es aber auch vollkommen egal.

Ich werde es mir nun gemütlich machen und einen Einkaufszettel schreiben. Wir wollen die Tage vegetarische Maultaschenfüllung auf Vorrat produzieren. Heute kocht Viktor. Da Brotbacktag ist, gibt es Pizza.

Rumnösseln

Yoga, Altar neu machen, morgen ist schließlich Beltane, Putzen, Bloggen und Mails beantworten. Heute ging alles ein wenig Querbeet. Manchmal ist es halt so. Aber nun ist die Bude sauber und ich kann mich ans Häkeln machen.

Eigentlich sollte ich ja endlich Viktors Socken fertig stricken, aber ich war so gespannt darauf, wie das Seidengarn sich macht, dass ich gleich mal ein Tuch angeschlagen habe. Das Garn ist wundervoll, so weich und die Farben so schön leuchtend. Aber gleich erst einmal die Socken. Man will sich ja nicht unbeliebt machen, beim Liebsten, zu Mal der heute Abend das Essen bezahlt. Die Göttin sei Dank gehen wir früh essen, ich bin schon ganz erschöpft von den diversen Aktivitäten.

 

Langes Wochenende

Ein langes Wochenende steht bevor, darauf gilt es sich vorzubereiten. Also stand eine lange Einkaufsrunde an. Da wir quasi einmal rund um den Blog mussten, um alle Stationen abzudecken, habe ich noch mal einen Abstecher zu Gandalf gemacht und mit ein Buch gekauft.

Für Infos einfach auf das Foto klicken. Ich bin schon sehr gespannt. Überhaupt war es eine schöne Runde. Viktor, Suka und ich hatten viel Spaß und haben ein schönes entspanntes Wochenende geplant. Heute gibt es Leipziger Allerlei mit grünem Spargel, Schinken und Kartoffeln. Ich weiß, zum Original gehören Flußkrebse, die gab es aber nicht. Also die arme Leuteversion.

Da ich nicht so richtig fit bin, besser gesagt, es schwer habe in Gesellschaft zu sein, also mit mehreren Leuten, habe ich eine Einladung zum Geburtstag abgesagt. Allerdings wollen wir uns nicht nur vergraben. Wir werden an einem Tag höchst essen gehen, um das Ende des Verlags zu begehen. Wenn man etwas aufgeben muss, was einem so sehr am Herzen lag, dann soll man es höchst nobel begehen und so werden wir dem Rigoletto einen Besuch abstatten. Können wir uns eigentlich nichts leisten, aber darauf kommt es nun auch nicht mehr an.

 

Ein-igeln und regenerieren

Mir ist heute nach Ruhe und die werde ich mir gönnen. Gleich mache ich den Rechner aus und gehe ins Bett. Es war eine sehr unruhige Nacht, obwohl ich eine Menge geschafft habe. Ich finde die Seite ist recht schön geworden und wir sicher noch weiter wachsen. Es fühlt sich gut an, wieder eine Writresscorner zu haben. Die hat mir doch gefehlt. Interessanterweise war die URL sogar frei, nachdem ich sie vor Jahren einmal aufgegeben habe.

Übrigens habe ich mich von Flickr verabschiedet und zu Ende des Jahres, wenn der Verlag zu gemacht wird (wir haben uns nun endgültig entschieden, ihn zu schließen) werde ich mich wohl auch bei Facebook verabschieden und nur noch bloggen. Bei Flickr bin ich raus, weil ich nicht mehr durchblicke, erst sind sie mit Yahoo zusammen, nun ein weiterer Zusammenschluss mit Smugmug. Mir wird das zu doof. Also mache ich langsam aber sicher mein eigenes Ding. Kurz habe ich überlegt, einen normalen WordPressblog aufzumachen, so einen kostenfreien, aber ich wollte weiter werbefrei bloggen. Also hoste ich mein Teil selber.

Übrigens: Die Karte auf dem Foto stammt aus dem Göttinnenzyklus von Cambra Skade und Ulla Jannascheck.

Nachtarbeit

Ich bin entsetzlich müde und kann nicht schlafen. So habe ich eine Nachtschicht eingelegt und an wenig an der neuen Writresscorner gebastelt. Ich finde es ist schön geworden. Auch die Rezensionsseite ist fertig und der Rest wird folgen.

Der gestrige Tag, und die Entscheidungen die getroffen wurden, haben mich ganz schön gebeutelt. Ich weiß gar nicht warum eigentlich. Vielleicht, weil ich immer gedacht habe, wenn ich einmal so weit bin, diesen dauernden Kampf aufzugeben, werde ich erleichtert sein. Das war ganz und gar nicht so, was wiederum damit zusammenhängt, dass ich in letzter Zeit an viele Grenzen gestoßen bin und einsehen musste, dass vieles nicht so möglich sein wird, wie ich es mir gedacht habe. Wahrscheinlich brauche ich ein paar Tage um mich zu berappeln und was denn, werden wir sehen. Ich hoffe dann kann ich das Feld der Möglichkeiten sehen, dass sich eröffnet, wenn man nicht mehr nur auf ein Ziel fokussiert ist.

Nun werde ich mich mal lang machen und hoffen, dass ich noch ein wenig Schlaf finde. Sonst … ach ich weiß auch nicht. Ich könnte ja ein wenig lesen, dazu bin ich allerdings zu müde.

Veränderungen

Das Leben ist Veränderung und so bin ich auch dabei neue Wege zu gehen. Mein alter Blog fühlt sich nicht mehr nach zu Hause an und so werde ich nun hierher ziehen. Eine neue Writresscorner für mich. Ein wenig geht es also auch Back to the roots. Ich gestehe es fühlt sich komisch an.

Die letzten Wochen waren nicht nur in gesundheitlicher Sicht herausfordernd, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Besonders schwer ist mir die Erkenntnis gefallen, dass ich es nicht schaffen werde vom Amt loszukommen, mir fehlt einfach die Kraft, um wirklich voll durchzustarten. Nun ja, im Scheitern habe ich Erfahrung und so werde ich mich eben in dem Einrichten, was mir Freude bereitet. Wie es mit dem Verlag weiter geht ist noch nicht sicher, da bleibt einiges abzuwarten, unter anderem wird Viktor dieses Jahr 65 und geht in Rente. Ich kann nicht sagen, dass ich fröhlich meine Pläne und Vorhaben ändere, aber es geht nun mal nicht anders. Jedenfalls war es Zeit den Tatsachen ins Auge zu sehen und wie ich schon sagte: Im Scheitern habe ich Erfahrung und es zeichnet sich ja auch schon länger ab. Doch es fällt nicht leicht.

Die Entscheidung mein Gewerbe aufzugeben zeichnet sich schon lange ab. Ich habe es nur immer verschoben, dachte immer, vielleicht geht es ja noch … Die gestrige Nacht hat mir dann klar gemacht, dass es Zeit für einen entschlossenen Schritt ist. Ich kann es mir schlicht und ergreifend nicht leisten selbstständig zu sein.

Kein Grund in Traurigkeit zu versinken. Die nächsten Tage werde ich nutzen, es mir hier gemütlich zu machen und ich werde wieder schreiben und so dann und wann wird es hier was zu lesen geben, für umsonst oder gegen Spende. Mal sehen. Ich betrachte nun einfach mal meine Alimentation vom Amt als Grundeinkommen.