Merkwürdig

Einige Zeit habe ich das Malen so gar nicht vermisst. Sicher dachte ich immer mal, wäre jetzt schön, aber der frühere Drang war nie da. Seit ich meine Wänder gestrichen und die Bilder saubergemacht habe, habe ich wieder Lust zum Malen. Allerdings auch extremen Platzmangel. Also größere Werk sind nicht drin. Daher wird es wohl bei kleinen Kritzeleien und Fotobearbeitung bleiben. Allerdings bin ich schon am Planen, wie es doch funktionieren könnte, mit der Staffelei und den Farben. Vielleicht, wenn ich noch mehr ausgemistet habe. Ich mag gerne mit großen Formaten arbeiten. Das ist immer auch körperlich eine Herausforderung und man kann sich so richtig austoben.

 

Ansonsten waren wir Eisessen. Nicht dieses Eis, das Foto ist nur ein Ersatz, weil das vom heutigen nichts geworden ist. Es war aber wieder ganz wunderbar.

So, nun weiterlesen, dann noch mal Maultaschen und dann früh zu Bett. Morgen 09:10 soll ich zur Mammographie. Bugger!

Ruhig-vor-sich-hinplätschern

Ruhig ist es bei uns und sehr gemächlich geht es zu. Was ich auch gut abkann. Heute ist noch ein Indoor-Tag mit gelegentlichen Ausflügen auf den Balkon geplant. Viktor hat reichlich zu tun, denn es gibt mal wieder Maultaschen. Das ist ja seine Domäne und so kann ich denn ganz in Ruhe meinen Projekten nachgehen oder einfach ein wenig die Wand angucken oder was auch immer.

Weniger schön ist, dass ich schon wieder bei heißer Zitrone mit Chilli und Ingwer gelandet bin. Erkältung ist noch nicht doll, aber während den Anfängen.

Ansonsten geht es mir/uns sehr gut. Es ist ruhig und das ist gut so. Zur Zeit bin ich halt schnell reizüberflutet und da ist Rückzug ganz in Ordnung. Vor allem, weil es die nächste Woche mit Mammographie und Zahnklinik arg in sich hat. Am Wochenende wird es denn auch anstrengend, aber eben schön. Da kommen Jenni und die Kinder. Wenn das Wetter schön ist, geht es an den Strand. Laufen ist dann hoffentlich besser. Da ich zur Zeit am Besten barfuss laufen kann, habe ich mir Barfußschuhe bestellt. Damit liebäugele ich ja schon länger. Mal sehen, ob die was taugen, respektive für mich geeignet sind.

Veränderungen yogabedingt?


Seit drei Monaten übe ich nun fast täglich Yoga und bin verwundert, dass ich immer noch mit Begeisterung dabei bin, denn im Grunde mag ich keine Routinen. Vielleicht liegt es an einer Abmachung, die ich mit mir selber geschlossen habe. Der Deal ist, einmal die Woche schwänzen ist erlaubt! Entweder weil ein früher Termin ansteht oder aber, weil ich mich einfach nicht aufraffen kann. Von wegen frühen Terminen gab es Ausfälle, von wegen keine Lust nicht. Komischerweise reicht mir das Wissen, ich muss nicht, wenn ich wirklich nicht will.

In diesen drei Monaten hat sich nicht nur eine Menge körperlich verändert, sondern auch so einiges anderes. Das interessante ist, dass ich es nicht geplant habe, Yoga habe ich begonnen, um wieder beweglicher zu werden und nicht um abzunehmen oder so. Dafür ist es im Großen und Ganzen auch völlig ungeeignet, weil der Kalorienverbrauch eher gering ist, im Gegensatz zu anderen Sportarten. Aber Yoga ist halt auch kein Sport in dem Sinne. Neben dem Wunsch beweglicher zu werden, hatte ich gehofft wieder eine Meditationspraxis zu entwickeln. Wie einigen Leser*innen hier bekannt ist, habe ich eine bipolare Störung mit recht heftigen depressiven Episoden und aus früheren Erfahrungen wusste ich bereits, dass ich besser klarkomme, wenn ich regelmäßig meditiere, schon einmal weil ich besser schlafe und ausgeglichener bin. Das hat sich auch diesmal als gut und richtig erwiesen. Interessanterweise raten einige Ärzte bei Depressionen ab zu meditieren, mir hilft es. Allerdings muss ich in einer guten Phase anfangen. So habe ich denn eine gesundheitlich nicht so schöne Zeit relativ gut überstanden.

Eine weitere, sehr angenehme Veränderung ist, dass sich mein Gleichgewichtssinn verbessert hat, was dazu führte, dass ich mich wieder aufs Fahrrad traue. Dort habe ich mich sehr unsicher gefühlt. Eine weitere Verbesserung in dem Bereich ist, dass ich durch die täglichen Übungen mehr Kraft in den Beinen habe .

Des weiteren hat sich mein Essverhalten verändert. Ich habe nicht mehr soviel Hunger und brauche nicht mehr so große Mengen, wie vor 12 Wochen. Auch habe ich mehr Appetit auf Salat und Gemüse, das hatte wiederum den Nebennutzen, dass ich 3,5 kg abgenommen habe. Was ja sicher nicht schlecht ist.

Kurz und gut, ich bin froh, dass ich das Yoga für mich wieder entdeckt habe und werde es beibehalten. Das Meditieren auch. Dienstag bekomme ich ein neues Meditationskissen, da mein altes, allmählich Risse bekommt. Ist ja auch schon alt. Der nächste Wunsch ist dann eine Matte aus Naturkautschuk.

Die letzten Wochen war ich sehr auf mich fixiert, sehr in mich gekehrt, allerdings nicht wirklich abgekapselt, sondern eher heiter nachdenklich. Trotz der diversen gesundheitlichen Macken und Behandlungen, die noch ausstehen. Ich bin weniger im Internet, dafür mehr am Lesen, was auch damit zu tun hat, dass ich sehr schnell reizüberflutet bin und dann unwirsch werde.

 

Tagesnotiz

Es gibt Tage die fangen nur gut an, damit sie schlechter und schlechter werden können. Das hört sich dramatischer an als es war. Keiner von uns ist krank, auch die Kinder nicht. Gestorben ist auch keiner und ich bin einfach nur ein undankbares Biest, weil ich mich wegen solcher Kleinigkeiten ärgere. Es war mal wieder der Computer. Festplatte muckt und der RAM war kaputt. Festplatte lag noch eine rum, RAM musste ich neu kaufen. Also gleich die Gelegenheit genutzt und von 4 GB auf 8 GB aufgerüstet, das Innenleben des Towers entstaubt und Daten gesichert, neue Festplatte eingebaut und alles wieder zusammengebastelt. Nun läuft es toi toi toi, aber ich brauche nun Comfortfood. Irgendwas mit Nudeln und viel Käse.

 

Sommer, Sonne und Achillessehne

Noch immer ist das Wetter schön. Sommerliche Gerichte schmecken. Die Tomaten sind so aromatisch, im Widerhaken wurden die ersten Erdbeeren gesichtet, allerdings sehr sehr teuer und daher müssen wir auf die noch warten. Aber Tomaten und Basilikum sind nun Dauergäste auf dem Frühstückstisch, ach was, eigentlich zu jeder Mahlzeit. Morgens auf dem Balkon frühstücken, was für ein Luxus. Allerdings gibt es natürlich auch wieder ein Ach. Die Achillessehne im rechten Fuß zickt herum und nun bin ich dabei mich darum zu kümmern. Es nervt allerdings, dass schon wieder etwas nicht so funktioniert, wie es sollte. Aber ändern kann ich es auch nicht, jedenfalls nicht sofort, ich bin aber dran. Gleich werde ich eine sehr kleine Runde um den Block drehen und dann die Beine hoch legen. Komischerweise habe ich beim Yoga gar keine Probleme mit dem Teil, nur beim Laufen. Zu Lesen habe ich ja genug. Also alles halb so schlimm. Habt einen schönen Tag.

Heute morgen fand sich ein Loch in meinem Meditationskissen, welches schon mehrfach geflickt ist. Diese kleinen Styroporkügelchen, die mir schon lange ein Dorn im Auge sind, machten sich davon. Ich fürchte so langsam muss ich es erneuern. Das habe ich auch gleich erledigt und mir dieses Teil hier gegönnt.

https://www.lotuscrafts.eu/zafu-meditationskissen-zen-halbmond?number=ZCCR-BO

 

Nachdenklich

La Sibilla von Pericle Fazzini 1948

Ich bin dieser Tage recht in mich gekehrt. Sehne mich nach den Kindern und mag doch nicht Bahnfahren. Gut, dass sie das WE nach Pfingsten nach Kiel kommen, für einen Tag am Strand und um Opas Geburtstag nachzufeiern. Pfingsten werden wir uns also alleine vergnügen. Da ich immer noch leicht gehbehindert bin, wird es wohl auf eine erneute Radtour hinauslaufen. Das wird spannend.

Zur Zeit bin ich ausgesprochen egoistisch. Kümmere mich fast nur um mich und meinen Kram. Yogiere, lese, halte mich von Facebook fern und denke viel nach. Es steht mir die nächsten Wochen und Monate einiges bevor. Nächste Woche die Mammographie und die Zahnklinik, vor letzterer habe ich fast noch mehr Angst, als vor dem Brustquetschen. Aber es muss, meine Prothese ist der reinste Setzkasten.

Ein wenig schlechtes Gewissen habe ich, weil ich so auf mich und meinen Krempel fixiert bin, weil sich meine Lust mich mit den Problemen der Welt zu beschäftigen so in Grenzen hält. Aber ich weiß halt auch, dass ich diese Auszeit brauche. Also gebe ich das schlechte Gewissen an der Garderobe ab und lass es dort verdorren.

Heute bin ich trotz Fersen-aua in die Bibliothek gehoppelt. Habe mir ein weiteres Yogabuch und ein Buch über Achtsamkeit geholt. Das Yogabuch klang so spannend. Yoga für Vollweiber und Pfundskerle von Sigrid Ernst.