Tief durchatmen

… sich umsehen und mindestens fünf schöne Dinge entdecken und genau betrachten. Das ist meine morgendliche Übung, wenn ich das erste Mal rausgehe. Das zweite was ich heute entdeckte, ist dieser Kohlweißling, der an meinen Blumen naschte. Das erste, ist das was ich jeden Morgen sehe, wenn ich aufwache. Das Gesicht des Liebsten.

Es ist so wichtig in diesen Zeiten nicht in Weltschmerz, Wut, Hilflosigkeit und Angst zu versinken, sondern ganz besonders das Schöne wahrzunehmen. Das was die Seele nährt, die Zärtlichkeit weckt und ein Feld der Liebe schafft. Besonders bewusst geworden ist mir das durch einen Beitrag von Frau Momo. Aber auch durch meine Facebookabstinenz. In der Zeit habe ich nur wenig mitbekommen, habe wenig Zeitung gelesen und war auch sonst eher mit mir beschäftigt. Die Zeit habe ich gebraucht. Es ist wichtig manchmal einen Schritt zurück zu treten und sich nur auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Welt und ihr Geschehen außenvor zu lassen. Allerdings bin ich mir auch in diesen Rückzugszeiten sehr bewusst, dass dieses Zurückziehen nur ein temporäres ist. Denn wie sagte schon John Donne?

No man is an island, entire of itself; every man is a piece of the continent, a part of the main. If a clod be washed away by the sea, Europe is the less, as well as if a promontory were, as well as if a manor of thy friend’s or of thine own were. Any man’s death diminishes me because I am involved in mankind; and therefore never send to know for whom the bell tolls; it tolls for thee.

Niemand ist eine Insel, in sich ganz; jeder Mensch ist ein Stück des Kontinents, ein Teil des Festlandes. Wenn eine Scholle ins Meer gespült wird, wird Europa weniger, genauso als wenn’s eine Landzunge wäre, oder ein Landgut deines Freundes oder dein eigenes. Jedes Menschen Tod ist mein Verlust, denn ich bin Teil der Menschheit; und darum verlange nie zu wissen, wem die Stunde schlägt; sie schlägt dir selbst.

Gemischte Gefühle

Dieser Tage geht es ruhig zu im Hause Braun und das trotz der diversen gesundheitlichen Belastungen. Seit wir den Verlag aufgegeben haben, sind wir angenehm ruhig und entspannt. Das Gefühl es nicht gut genug zu machen, nicht genug Zeit zu investieren, ist verschwunden. Viktor beginnt wieder mehr Musik zu machen und ich … ja, ich dümple vor mich hin. Das schöne ist, ich muss nicht schreiben, denn ich habe mir freigegeben. Bis nach dem Besuch von Selena habe ich Urlaub. Danach sehen wir weiter. Den OP Termin habe ich fürs erste auf unbestimmte Zeit verschoben, was bei meiner Familie, also dem weiteren Kreis für Entsetzen gesorgt hat und für eine Menge: Wie kannst du nur … und wenn nun doch was ist? Dem konnte ich einen Passage aus “Die schmutzige Frau” von Luisa Francia entgegenhalten.

Ich bin verantwortlich für mein Leben, meinen Körper, meine Entscheidungen, meine Träume. Daraus resultiert, dass ich mich gelegentlich falsch entscheide, dass ich gelegentlich krank bin, dass Gifte, Druck, Konflikte auftauchen auf der Haut oder in den Organen. Ich nehme das wahr.

Es ist schon merkwürdig, wir haben herrliches Wetter, ich lebe in einer liebevollen Beziehung und die meisten meiner Probleme, sind gemessen an dem was bei anderen so los ist, nichts weltbewegendes und doch … über den persönlichen Bereich heraus braut sich furchtbares zusammen. Die Seehofers, Söders und Weigels dieser Welt treffen und fordern Entscheidungen die einem den Atem vor Entsetzen verschlagen. Das Mittelmeer wird zum Massengrab und alles nur, weil diese Herrschaften ihr Pfründe sichern wollen und ihren Nationalstolz pflegen. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, da bin ich mir sicher. Es stehen keine guten Zeiten bevor. Ich gestehe ich habe Angst und ich weiß, es wird Zeit sich nicht zu bequem in der Ruhe einzurichten, sondern deutlich aktiver zu werden. Ich hoffe dass genügend Menschen die Zeichen erkennen, richtig deuten und aufstehen und dass wir das Schlimmste verhindern können.

 

Vorbildliche Blutwerte

Heute habe ich mir das Ergebnis meiner Blutwerte abgeholt und bin wahrlich überwältigt. Alles vorbildlich.  Der Diabetes Langzeitwert ist 6.3! Da hatte ich am meisten Sorge, weil ich ja seit einiger Zeit bewegunsmäßig doch sehr eingeschränkt bin. Bewegung ist für mich in diesem Zusammenhang besonders wichtig, weil ich ja keine Medikamente nehme. Doch auch die anderen Werte sind ein Grund zur Freude. Das hat einen bestimmten Grund.

Nach meinen Besuch im Krankenhaus habe ich viel nachgedacht. Die Ausschabung sollte sein, weil mein Gynäkologe Blut in der Gebärmutter festgestellt hat. Das konnte im Krankenhaus nicht bestätigt werden und abgeflossen ist auch keines. Blutungen wären ein Grund zur Beunruhigung, Myome sind es nicht. Also habe ich in Anbetracht dessen schon hin und her überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre den Termin zu verschieben und/oder noch eine weitere Meinung einzuholen. Das werde ich allerdings erst angehen, wenn ich mit der Zahnklinik durch bin. Dort war ich heute morgen für die Abdrücke oben. Nächsten Donnerstag geht es dort munter weiter.

Ich habe sehr überlegt, ob nicht meine Ängste vor dem Eingriff der Hauptgrund sind, dass ich die ganze Angelegenheit verschieben will. Doch auch nach intensiver Gewissenstrpüfung, fühlte sich der Entschluss gut und richtig an. Übrigens habe ich meinen Arzt von der Planänderung informiert und er sieht da kein Problem, solange ich die Sache nicht aus den Augen verliere. Also alles paletti.

Geliehenes Mantra und Sehnenprobleme

Dank Herrn Momo sind wir zu Hardcore-Kluftinger Fans mutiert.  Als der Gatte mir gestand, dass er noch immer kein Meditationsmantra hatte, beschloss ich also ihm das von Adalbert Ignazius Kluftinger nahezulegen. Gut, dass die Autoren es auf T-Shirts gedruckt verscherbeln, so hat er auch gleich die passende Bekleidung.  Er ist angemessen dankbar. Passend zum Thema gibt es heute Abend dann auch Schweizer Wurstsalat, eine von Kluftingers Lieblingsspeisen. Für Kässpatzen ist es einfach zu warm.

 

Ich hingegen pflege meine sehr gereizte Achillessehne. Heute morgen war ich beim Doc und habe eine Stütze verschrieben bekommen, die ich dann auch gleich im Sanitätshaus abholen konnte. Das Teil hilft doch sehr und ich konnte endlich einmal wieder ohne Schmerzen eine Runde spazierengehen. Den Rest des Tages heißt es allerdings schonen. Blut abgenommen hat er auch. Großes Blutbild und vor allem der Diabeteslangzeitwert muss mal wieder überprüft werden. Morgen geht es in die Zahnklinik, Abdrücke für die obere Prothese und Nacharbeiten der unteren. Dann sollte dort erst einmal Ruhe herrschen. Hoffentlich. Ich hoffe wirklich, dass meine Achillessehnenprobleme bis nächste Woche ausgestanden sind. Denn nächsten Donnerstag holen wir Selena ab und da will ich so fit sein, dass wir auch was unternehmen können. Gestern hat mir meine Nachbarin Tania schon verschiedene Perlen für Basteleien gebracht und ich habe die Strickliesel rausgefummelt.

Wieder Sommer

… und es ist um die Mittagszeit zu warm zum draußen sitzen. Frühstück ging aber gut, allerdings sind wir danach erst einmal nach drinnen. Nun wird nicht mehr auf der Terrasse gekuschelt, sondern die Bettwäsche getrocknet. Einen solchen Tag muss man ausnutzen und nötig war das Bettenüberziehen alle mal.

Es geht trotz recht gemütlich bei uns zu, dieser Tage, trotz den Nervereien der letzten Wochen, die ja beileibe noch nicht ausgestanden sind.  Wir versuchen die Atempause zu nutzen um zur Ruhe zu kommen und Kraft zu sammeln. Dumm ist nur, dass sich das auf die Arbeit niederschlägt. Da bleibt gerade viel liegen. Ich kann mich einfach nicht darauf konzentrieren. Ist auch nicht so wichtig. Wenn ich in so einer Gemütslage bin, kann ich eh das meiste wieder streichen, wenn ich mich zum Schreiben zwinge. Zur Zeit sind wir im Rentnermodus. Immerhin sind wir weiterhin jeden Morgen am yogieren und meditieren. Ich habe jetzt sogar ein App, die Anfangs- und Endzeit der Meditation mit einem Gongton anzeigt.  Ein Freund aus Japan hat mir den Link dazu geschickt. Allerdings war der für iPhone. Ich habe mir eine für mein Androidgerät gesucht. Geht gut.

Entwarnung an der Sukafront

Also, wir waren beim Tierarzt und alles ist gut. Der “Knoten” ist ein Liposom, das sich hart anfühlt, weil es unter einem Muskel liegt. Wenigstens in der Richtung Erleichterung. Ansonsten geht es aber auch nicht schlecht, die ruhigen Tage haben mir gut getan und da diese Woche nur zwei Morgenstermine anstehen, kehrt fast so etwas wie Normalität ein. Wir yogieren wieder und essen gesund. Habt eine schöne Woche.

Grisselig

… ist es heute. Der Himmel ist grau und so dann und wann regnet es. Trotzdem haben wir auf der Terrasse gefrühstückt. Sehr zu Sukas Entzücken, die wir gar nicht mehr überreden können nach drinnen zu kommen. Es ist so eine Freude zu sehen, wie sehr sie es genießt. Auch mir tut es sehr gut. Meine Mails habe ich heute via tablet und bluetooth-Tastatur beantwortet. Diese moderne Technik … ein Quell des Entzückens und Verdrusses. Facebook bin ich immer noch abhold und das ist auch gut so. Endlich komme ich wieder zum Stricken und Häkeln. Dabei ein nettes Hörbuch. Wunderbar.

Gestern bin ich nicht mehr rausgegangen. Mir war so gar nicht nach Gesellschaft. Stattdessen habe ich lange und ausführlich gelesen und es mir auch sonst wohl sein lassen. Gerade habe ich mir Tee gemacht und nun werde ich mal die Armstulpen zu dem neuen Scchal anschlagen

Die Kiste auf der der Löwenzahn steht, habe ich übrigens gerettet. Die soll jetzt schön austrocknen und im nächsten Jahr werde ich darin Kräuter pflanzen. Dieses Jahr gibt es noch Sparprogramm in Sachen Gärtnern.

Horrowoche mit Highlights

Diese Woche hatte es wahrlich in sich. Ich fühle mich reichlich gebeutelt und habe darum heute meine Teilnahme an der Beerdigung eines Freundes abgesagt. Geplant ist, dass ich wenigstens heute abend zum Gedenksaufen in den Club gehe, aber so richtig ist mir nicht danach. Eigentlich hatte ich das Gefühl, dass ich alles recht gut verpackt bekommen habe, was es diese Woche so passiert ist. Doch pöltzlich habe ich das Gefühl ich brauche Einsamkeit und Ruhe. Mal sehen, wie es heute Abend ist. Es wäre natürlich eine Gelegenheit einige Leute zu treffen, die ich lange nicht gesehen habe. Ich warte mal ab, was Viktor sagt.

Bis eben haben Suka und ich auf der Terrasse gesessen. Ich mit einem Tee und sie hat sich mit einer Kaustange amüsiert. Nun zieht es sich zu und wird langsam kalt, ich glaube ich lege mich ein wenig hin. Suka hat es sich bereits auf der Couch bequem gemacht. Mit der müssen wir Montag zum Tierarzt, habe bei ihr einen Knoten in der Höhle vom linken Vorderlauf getastet. Fühlt sich teuer an.

Bruchbudenparadies de luxe

Heute war ein richtiger Terrassentag und auch Suka wusste es zu schätzen. Erst war sie ja misstrauisch, ob das draußen sein ohne viel laufen was für sie ist, aber dann. Sie ist so begeistert, dass sie den ganzen Nachmittag mit uns draußen war. Wir hatten Besuch von einem Studienkollegen Viktors und haben es uns draußen gemütlich gemacht.  Gab Erdbeeren und Sahne und ich bin heute mal schnell ins Blumengeschäft gehoppelt und habe einen Lavendel und eine Ampel mit allerlei Zoigs erstanden und einen kleinen Strauß mit Sonnenblume für den Altar.

Den Tag im Freien konnte ich gut gebrauchen. Es war/ist eine sehr anstrengende Woche. Die vielen Arzttermine und zwischendrin Besuch. Was ja einerseits sehr schön ist, andererseits aber eben auch ein Termin. Morgen geht es noch auf eine Beerdigung und dann abends zum gemeinsamen Gedenken in den Club68.

Nächste Woche soll es deutlich ruhiger werden. Allerdings muss ich am Donnerstag noch einmal in die Zahnklinik, für die Abdrücke der oberen Prothese. Ansonsten werde ich mich mir viel Raum zum Erholen suchen.

Ich kann gar nicht sagen, wieviel Freude mir die Terrasse macht. Heute morgen habe sogar von dort meine E-mails beantwortet. So ein Luxus.

Terrasenfroiden und medizinisches Vorgeplänkel

Nun ist sie fertig. Meine Terrasse. Gestern abend hat der Hausbesitzer sie freigegeben und mir auch gleich eine Pflanze dazu geschenkt, weil ich so geduldig gewartet habe. Ein Löwenmäulchen. Heute morgen, bevor ich ins Krankenhaus bin, habe ich dort auf der Bank Kaffee getrunken und den Vögeln gelauscht. Ist schon schön.

Dann ging es zum weniger schönen Teil des Tages über. Das Anästhesiegespräch und die Voruntersuchung im Krankenhaus. Es war nicht so nervig, wie erwartet, aber anstrengend. Schon fast lustig, die konnten kein Blut in der Gebärmutter feststellen, dafür aber so einen pilzartigen Auswuchs an der Gebärmutter. Das haben sich denn drei Ärzte angeguckt und rätselten anschließend herum, was das denn wohl sein könnte. Kamen aber nicht so recht weiter. Fanden allerdings meinen Bemerkung: “Tja, einmal Sex mit Darth Vader und schon entsteht in mir ein neuer Todesstern”, sehr witzig und kriegten sich gar nicht mehr ein. Scheint, die kommen nicht oft unter Leute.

Jedenfalls ist die OP am 11.7.18. Das ist gut so. Denn von 04.07. – 10.7. kommt Enkelin Selena und da möchte ich fit sein.