Einfach nur müde

Allmählich machen sich die Anstrengungen dieses Jahres bemerkbar. Ich bin müde, entsetzlich müde, die Achillessehnen in beiden Fersen sind entzündet und ich brüte irgendwas Übles aus. Schnupfen wird mehr, Kopf tut weh und dabei will ich doch am Sonntag nach Hamburg. Ich werde also gleich ins Bett gehen und mich ausruhen. Schaun wir mal ob sich mein Zustand bis morgen bessert, sonst muss ich Hamburg verschieben. Erfahrungsgemäß nimmt mich die Bahnfahrt und der Trubel dort so mit, dass ich anschließend flachliege, mich aber meistens nach 2 – 3 Tage erhole. Wer weiß wie lange ich brauche, um wieder auf die Beine zu kommen, wenn ich halb- bis dreiviertelkrank fahre.

Heute ist es wieder relativ warm und ich war auch tapfer heute morgen mit Suka unterwegs und anschließend einkaufen. Auch wollte ich ein besonders feines Zwiebel-Kartoffelcreme-Süppchen kochen, bin aber zu fertig. Also wird Viktor uns La Flutes zusammenbasteln.

Ich habe es so satt, dass entweder jemand aus der Familie oder ich, flachliegt.

Tüddeltag

Nicht nur Frau Momo ist matschig, auch mich hat es erwischt. Heute morgen bin ich mit Hals- und Kopfschmerzen aufgemacht und die Nase war auch dicht. Was für eine gute Möglichkeit sich einen freien Tag zu gönnen. Aber erst habe ich dafür gesorgt, dass heute Abend leckeres Essen auf den Tisch kommt.

Bereits gestern hatte ich Sojafleisch für ein vegetarisches Boeuf Bourgionne eingeweicht. Heute habe ich alles zusammengebastelt und der Liebste muss nachher nur noch Spätzle dazu kochen. Auch für morgen ist Leckeres geplant. Eine Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Röstzwiebeln und gebratenen Apfelscheiben. Aber dazu morgen mehr.

Auch wenn eine Erkältung nicht schön ist, so freue ich mich doch über den Herbst und dass ich wieder Lust zum Kochen habe. Die war mir im Sommer ein wenig abhanden gekommen. 

Den Großteil des Tages habe ich also im Bettchen mit meinem Strickzeug verbracht. Das Vorderteil von Selenas Pullover sollte ich wohl bald fertig haben. 

Kochtag

Heute hatte ich Küchendienst und habe dies genutzt, um schon mal vorzukochen und vorzubereiten. Heute soll es für uns Tomaten-Kräuter-Sauce mit Linguini geben. Das ist einer der Klassiker, die herrlich schnell gehen, superlecker sind und die man schon mal auf Vorrat kochen kann. Doch damit war meine Arbeit nicht getan. 

Für Suka musste ich ja auch kochen. Auch gleich auf Vorrat. Gemüse–Bulgur und Hackfleisch, gibt es für das kranke Kind. Alles natürlich in Bio. Vor dem Servieren kommen da noch einige Tropfen Mariendistel und Vitamin B12 bei. Von wegen der Leber. Schaun wir also mal, wie ihr das bekommt. Es geht ihr jedenfalls besser. Sie trinkt weniger und entsprechend moderat ist ihr Output.

Doch damit war mein Werk noch nicht getan. Morgen soll es vegetarisches Boeuf Bourgionne geben und dafür habe ich schon mal das Sojafleisch in Gemüsebrühe und Rotwein mit Lorbeer und Wacholder eingeweicht. Dazu aber morgen mehr im Kochblog.

Das Kochen hat meiner Laune gut getan und ich rieche wunderbar nach Knoblauch und Sellerie. Sehr appetitanregend. Meine Laune war heute morgen nicht die Beste. Ich hatte schlecht geschlafen und musste bereits früh in die Zahnklinik. Da meine Achillessehne wieder zickt, ging es hin mit dem Taxi. Das war das erste Ungemach. Der Taxifahrer meinte wohl, dass meine Mutter Dummköpfe großgezogen hat. Jedenfalls fuhr er munter Umwege, woraufhin ich ihn mir zu Brust genommen habe. In der Zahnklinik war ich um 09:50 im Wartebereich der Anmeldung, mein Termin war um 09:15, doch dank des uneffektiven Anmeldesystems, war ich erst um 09:20 in der Prothetik. Die gute Nachricht, nächsten Freitag sollte meine untere Prothese fertig sein und denn stände nur noch ein Termin an, zwecks Unterfütterung der oberen. Dann habe ich das geschafft. Doch statt erleichtert zu sein, war ich immer noch genervt. Im Bus telefonierte eine Frau in unzumutbarer Lautstärke. Normalerweise sage ich nichts dazu, sondern leide still. Heute ist mir allerdings die Hutschnur geplatzt und ich habe ihr mitgeteilt, dass es Leute gibt, die nicht wissen wollen, ob der Toni sie genagelt hat. Sie tat, als würde sie mich nicht hören, von den anderen Mitreisenden gab es allerdings Applaus. Meine Laune hat sich jedoch erst nach einem Mittagsschläfchen und der Kocherei gebessert. Nun werde ich mal zeichnen. Landkarte die zweite.

Erschüttertes Vertrauen

Die Überschrift sollte sich eigentlich auf die Ereignisse in Chemnitz beziehen, die mich einfach nur fassungslos machen. Dabei sollte es mich doch nicht wundern, dass so etwas in diesem angeblichen Rechtsstaat möglich ist. 

Doch es bezieht sich auch auf eine persönlichere Ebene. Heute kam das Ergebnis von Sukas Urinuntersuchung. Sie sondert zuviel Eiweiß darüber ab und hat irgendwelche Stabbakterien. Also soll sie Medikamente nehmen. Das wurde mit dem Tierarzt am Telefon besprochen. Viktor ist also hin und hat die Antibiotika und ein Mittel zur Verbesserung der Durchblutung der Nieren abgeholt. Also weitere zehn Tage Medikamente und dann? Es gibt keine klare Diagnose, sondern nur wages “es könnte dies oder das sein”. Mal ist es ein Lebertumor, mal könnte da auch was mit der Blase sein. Mal wieder ein Gemurmeltes: “Keine Ahnung, was es nun definitiv ist, aber wir könnten ja noch mal gucken ob. Mittlerweile können wir nicht mehr. Weder seelisch, noch finanziell. 800 € hat uns der Spaß bis dato gekostet. Allein die Medikamente heute 150,00 €. Sollte sie die regelmäßig brauchen, werden wir ihr das nicht bieten können. Doch das ist nur ein Teil. Mir gibt sehr zu denken, dass die Antibiotika, dieselben sind, die sie schon vor kurzem einnehmen musste (10 Stück 61,00 €). Meine Überlegung nun, wenn sie gerade eine Kur mit dem Medikament hinter sich hat, wie kann es denn angehen, dass sie noch immer Bakterien im Urin hat? Es mag ja sein, dass es einfach nur mein Verdruss darüber ist, dass alles was wir bis dato unternommen haben, nichts gebracht hat, sondern eher ist noch ein weiteres Problem dazu gekommen. Denn ich denke mir in meinem laienhaften Verständnis: Wenn ihre Leber angegriffen ist und eventuell nicht richtig entgiftet, dann kann es doch nicht gut sein, dauernd irgendwelche Pharmazeutika in sie zu tun, die ja auch nicht ohne Nebenwirkungen sind. 

Für heute langt es mir. Ich bin nicht mehr aufnahmefähig. Morgen, gleich nach der Zahnklinik, werde ich mich dran machen und mich über homöopathische Möglichkeiten zu informieren. So jedenfalls geht es nicht weiter und ich meine das nicht nur, wegen des Geldes.

Wochenbeginn

Dieser Montag begann für mich um 06:00 mit einer frühen Hunderunde, bevor unsere Maus wieder in die Bude pinkelt. Dann ein wenig arbeiten und schließlich ging es um 09:30 zum Tierarzt. Wieder einmal Ultraschall und Blasenpunktion, für eine Urinuntersuchung. Ergebnis kriegen wir morgen. Das Bild von der Leber ist nicht besser geworden, trotz der Medikamente, allerdings auch nicht schlechter. Niereninsuffizienz ist es wohl nicht unbedingt, allerdings wissen wir erst morgen, ob der Urin nicht aus bloßem Wasser besteht, was ich vermute. Also abwarten. 

Wenigstens sind die Temperaturen vernünftiger geworden und ich bin voller Begeisterung über den Regen draußen rumgelaufen. 

Gestern habe ich einen Blog zu Tore eingerichtet. Ich dachte, es könnte interessant sein, den Schreibprozess eines umfangreichen Werks mit Notizen und Bildern zu begleiten. Wen es interessiert. Hier geht es lang: http://wannaheim.writresscorner.de/

Achillessehne und Sukasorgen die Nächste

Seit gestern ist meine Achillessehne wieder am Zicken und ich ausgebremst. Ich habe es so satt. Aber da weiß ich wenigstens, wie ich damit umgehe, wie es mit Suka weitergehen soll, weiß ich nicht. Seit zwei Tagen pinkelt sie in die Wohnung. Hatte sie ja schon öfter mal in letzter Zeit, aber nun hat sie wohl beschlossen, unsere Wohnung ist ein Klo. Das macht mir große Sorgen, vor allem, weil ihr Urin so merkwürdig riecht. Jedenfalls ist Humpeln und Wischen meine Hauptbeschäftigung. 

Natürlich habe ich gegoogelt was es mit Suka sein könnte. Demenz oder Niereninsuffizienz sagt die große Google. Also morgen wieder zum Tierarzt.

Um mich abzulenken stricke ich an einem Pullover für Selena. Ich habe diesen Nerv so satt.  Vor allem möchte ich, dass es unserem kleinen Sonnenschein wieder gut geht … und natürlich mir auch. Die letzten Tage habe ich es so genossen, wieder schmerzfrei laufen zu können. Nun ist erst einmal wieder Schluss damit. 

Mal wieder Samstag

Heute morgen bin ich freudig auf die Hunderunde gestartet. Es ist kalt. Endlich. Obwohl, es soll noch einmal warm werden. Doch darüber ärgere ich mich später. Heute ist es schön. Der Himmel bewölkt, es regnet manchmal und vor allem, es ist kühl. 

Auch der Gingko beginnt sich bereits zu verfärben. Also ein Tag um den beginnenden Herbst zu feiern. Daher gibt es heute noch einmal Zwetschgen-Streusel-Kuchen. Lecker.

Was liegt sonst an? Nicht besonders viel. Ich werde gleich mal die blöde EKS machen. Hat zwar noch ein paar Tage Zeit, da ich erst Anfang September zum Amt, aber ich will es weg haben, denn nächsten Sonntag fahre ich zu den Kindern.

Gestern Nacht habe ich noch “Wo Rauch ist” von Gudrun Lerchbaum ausgelesen und heute morgen die Rezension geschrieben. Tolles Buch, wer genau wissen möchte, was ich davon halte, kann es hier nachlesen. 

Wo Rauch ist von Gudrun Lerchbaum

Talent ist eine andere Sache

Heute habe ich mich ans Werk gemacht. Bevor ich mit dem Skizzieren angefangen habe, habe ich alle Stifte gesichtet. Ich erliege immer wieder der irrigen Ansicht, dass der Ankauf von vielen vielen Stiften zeichnerisches Talent in mir erweckt. Bis dato hat es sich nicht eingestellt. Jedenfalls ist das heutige Produkt meiner Bemühungen eher so 2. Klasse Grundschule. Aber es soll ja auch nicht gerahmt in irgendeiner Ausstellung hängen, sondern mir nur einen groben Überblick geben. 

Komisch, meine Mal- und Bastelergebnisse sind nicht so schlecht, aber Zeichnen … nee, geht gar nicht. Dass ich in dem Bereich keine Fortschritte mache, hat wohl damit zu tun, dass ich ein Bild im Kopf habe und wenn das, was denn auf dem Papier landet, nicht so aussieht, habe ich keine Lust mehr. Also zu hohe Erwartungen. Diesmal bleibe ich dran und wenn dabei nur eine halbwegs verständliche Vorlage rauskommt, die ich der lieben Gudrun schicken kann, die mir das Angebot gemacht hat, mir unter die Arme zu greifen.

Stifte zur eventuellen Talentförderung zu kaufen entfällt eh fürs Erste. Ich habe beschlossen meine Börsenbänder fest zu zu schnüren. Audible ist gekündigt, Yogaeasy und die Flatrate fürs Handy (brauche ich eh nicht) auch. Auch habe ich mir vorgenommen, nun einmal Nägel mit Köpfen zu machen und weniger Bücher zu kaufen. Hier liegt massenhaft Ungelesenes herum, dass wird nun erst einmal aufgearbeitet. Es ist übrigens kein Ausbruch von Geiz, der mich zu diesen Schritten treibt, sondern eher die Besorgnis um Suka. Da werden wohl noch einige Kosten auf uns zukommen. 

Routinen müssen sich neu sortieren

Immer wenn ich gerade einen Tagesablauf gefunden habe, der funktioniert, geschieht irgend etwas und alles muss sich neu sortieren. Dummerweise bleibt in diesen Übergangsphasen immer eine Sache auf der Strecke.  Dadurch das Suka nun auch früh morgens rausmuss, verschiebt sich das Yoga nach hinten, wodurch das Schreiben dann leider oftv ganz ausfällt, weil ja oft noch der eine oder andere Termin dazwischen kommt. Nun ist es also so, dass ich gleich nach dem Aufstehen mit Suka gehe, dann Yoga mache, frühstücke … und dann? … eventuell über ein Mittagsschläfchen nachdenke. Nachmittags geht denn eh nicht mehr viel. Normalerweise würde mich das nerven, besonders, weil ich gerade so schön im Fluss war. Nun stellt sich heraus, dass dieses Durcheinander gut ist. Denn so hatte ich Zeit alles noch einmal zu überdenken und meine Notizen zu sichten und bin auf einige gravierende Fehler in meiner erfundenen Welt gestossen. Also hat alles sein Gutes. Nun habe ich das Grafiktablet rausgesucht und werde versuchen eine Landkarte am Rechner zu erstellen. 

Das Foto entstand nach dem Yoga, darum bin ich noch ein wenig leger gekleidet, wollte aber gerne mein neues Tuch präsentieren.

Obwohl ich die letzten Tage fast nur Notizen gemacht und diese in Writers Café übertragen habe, bin ich mit meiner Arbeit sehr zufrieden. 

Das neue Buch von Levi Henriksen (Übersetzung Gabriele Haefs) habe ich heute morgen ausgelesen und bin so begeistert. Darüber habe ich hier geschrieben. http://rezensionen.writresscorner.de/wer-die-goldkehlchen-stoert-von-levi-henriksen/

Es gibt Tage

… die könnten besser laufen. Keine Frage. Dabei sind es nicht einmal die großen Katastrophen, sondern eher die kleinen Unachtsamkeiten und Kalamitäten. Wie heute in der Zahnklinik. Ich hatte einen Termin um 11:30. Um 12:00 kommt die Assistentin und erklärt, dass sie mitten in einer Behandlung sind, die noch länger dauernd wird. Ich warte. 12:30 kommt eine andere Assistentin und verkündet, also die laufende Behandlung wird noch länger dauern und es wäre doch wohl besser ich käme morgen wieder, weil der behandelnde Arzt um 13:00 bereits den nächsten Termin hat. Da ist mir der Kragen geplatzt und ich habe nur gesagt: “Dann wird der 13:00 Uhr Termin wohl auch mit einer Wartezeit rechnen müssen.” Sie war darauf ein wenig angepisst, ich allerdings auch. Erst sitze ich da 1 1/2 Stunden rum und dann soll ich morgen noch mal wieder kommen? Überhaupt, wie kommt man drauf, dass ich jederzeit mal eben mitten am Tag Zeit habe? Die Zahnklinik ist nicht gerade ums Eck bei mir und so dann und wann habe ich auch zu tun. Komischerweise ging es dann auf einmal doch. Fünf Minuten später hatte jemand Zeit für mich. 

Aber ich hatte nicht vor mir den Tag versauen zu lassen. Also bin ich gemütlich durch die Stadt zurück. Habe noch einen Boxenstop am Fette-Weiber-Laden eingelegt, um meine bestellten Unterhemden ab zu holen, und ein Softeis gegessen. Wieder zu Hause ging es erst einmal unter die Dusche. Es ist noch immer viel zu warm, doch wenigstens nicht mehr so elendlich heiß. Große Freude überkam mich bei den Hagebutten. Die mag ich so sehr. 

Überhaupt war ich recht zufrieden mit mir, dass ich mir a.) Die Butter nicht vom Brot nehmen lassen habe und b.) die Wartezeit optimal genutzt habe. Das ist das schöne am Autorinnenleben, man kann im Grunde überall arbeiten. Ein Heft, ein Stift, eine Unterlage und ein Stuhl und es kann losgehen. 

Jetzt ist aber ausruhen angesagt. Gerade habe ich noch schnell den Wurstsalat für heute Abend fertig gemacht und so kann ich beruhigt eine Mittagstunde, also eine späte Nachmittagsstunde, einlegen.