Kalt geworden

Heute bin ich zwar nur kurz vor der Tür gewesen, war aber schön. Ich soll eine neue Arbeitsplatte für die Küche bekommen und unsere Freundin Birgit Münster ist da die richtige Adresse. Also sind wir zu ihr in die Werkstatt. Birgit ist Künstlerin, hat aber Tischlerin gelernt und immer allerlei herumstehen. Nun bekomme ich im Januar für meine Küche zwei Arbeitsplatten und für die eine auch gleich einen Regalunterbau. Das freut mich doch sehr. Das schöne ist, es sind alles Stücke, die sich bei Birgit angesammelt haben, also muss nichts neu gekauft werden. Wiederverwenden, neu verarbeiten, so gefällt es mir.

Ansonsten geht es mir ein wenig besser. Meine Arme schmerzen nicht mehr allzu sehr, was wohl auch daran liegt, dass ich gestern halblang gemacht habe. Statt wie gewohnt noch lange am Computer zu sitzen, habe ich mich ins Bett verfügt und gelesen. Ein Buch, welches ich aus vollem Herzen empfehlen möchte. Kritische Masse von Sara Paretzky, in der Übersetzung von Else Laudan. Zu meiner Rezension geht es hier:  http://rezensionen.writresscorner.de/kritische-masse-von-sara-paretzky/

Nicht der beste Wochenstart

Ich hatte eine schlechte Nacht und bin entsprechend kaputt und verstört aus dem Bett. Die Schmerzen sind nicht schlimmer, aber eben auch nicht besser geworden. Entsprechend widerwillig habe ich mich an die nötigen Arbeiten gemacht. Ich bin ein wenig vor die Tür, nur eben zu DM und Erdkorn, und habe geschrieben. Nicht so viel wie ich wollte, aber immerhin. Es ist trotzdem so unbefriedigend, wieder krank und beladen zu sein. Immerhin muss ich mich in kein Büro schleppen und dort so tun, als ob alles in Ordnung ist. 

Den Rest des Tages, werde ich mich also pflegen und mich freuen, dass Viktor Pizza macht. Pizza ist immer gut. Morgen gibt es noch mehr Seelenschmeichleressen, da soll es Kartoffelpürree und Rosenkohl geben. Vielleicht hilft es nicht gegen die Schmerzen, aber es hebt die Laune. Ist auch was. 

Diesmal sind es die Arme

Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ich einmal einen Monat nix hätte. Also einfach mal alles gut. Fing ja auch fein an. Ich kann wieder laufen, schreiben läuft gut und alles andere ist zufällig auch mal im Lot. Sogar die Finanzkrise, naja, ist nicht ausgestanden, aber die Situation hat sich gelockert und es wird nicht allzu knapp. Doch bevor mir zu wohl wurde, kam das nächste Zipperlein. Ich habe Schmerzen in beiden Armen und Schultern und eine Sehnenscheidenentzündung im rechten Arm. Also wieder Quarkumschläge und ausruhen, was ein wenig schwer ist, weil ich nun mal zum Schreiben meine Hände brauche. Aber ich habe mein Pensum minimiert, ob ich allerdings das NaNoWriMo-Ziel erreiche, ist ein wenig fraglich. Nützt ja aber nichts. Es ist so schlimm, dass ich die Dampfnudeln zum Abendessen canceln musste, weil ich es so nicht schaffe, den Hefeteig zu kneten. Also gibt es Waffeln. Auch lecker. 

Schön ist allerdings, dass ich wieder Laufen kann. Auch wenn es heute nicht so herrlich sonnig wie gestern war, habe ich mir doch eine feine Runde mit Mann und Hund gegönnt. Wir sind einmal durch den Schützenpark und es sind einige schöne Fotos dabei entstanden. Ansonsten werde ich den Restsonntag damit verbringen mich zu pflegen und zu lesen. Was aktuell dran ist, ist in der Seitenleiste zu sehen. 

Ruhiges Wochenende

Eigentlich war ein schönes ruhiges Wochenende geplant, leider hat Viktor vergessen, dass er heute Abend zu einer Vernissage in die K34 muss, denn er hat einige Bilder in einer Gemeinschaftsausstellung. Ich allerdings werde nicht mitgehen, da ich doch recht geschafft bin von der Woche. Auch habe ich gleich noch einen Beratungstermin, dann noch Abendessen und ein gutes Buch, das soll mir genügen. Ehrlich gesagt mag ich Vernissagen nicht. Meistens kann man kaum die Bilder sehen und muss erst die Leute zur Seite räumen. Ich gucke mir die Ausstellung nächsten Donnerstag an. Da habe ich mehr von. Sicher würde ich heute so einige Leutchen treffen, die ich mag, aber mir ist nicht so sehr nach Unterhaltung. 

Suka und ich werden es uns zu Hause gemütlich machen. Das können wir gut. Sie hat schon mal damit angefangen. 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Besuch und Zukunftsperspektiven

Ach war das schön Tatee zu sehen. Seit ihrem letzten Besuch ist schon wieder ein halbes Jahr verstrichen und auch wenn wir regelmäßig mailen, ist es halt doch etwas anderes, einmal wieder richtig zu ratschen. Besonders zur Zeit. Tatee hatte ein noch schlimmeres Jahr als ich. Erst starb ihr Vater, kaum einen Monat später ihr Mann und einen weiteren Monat darauf ihr Schwiegervater. Sie musste ihr Leben von Grund auf neu sortieren. Das hat sie wunderbar hinbekommen und ich denke es ist auf einem guten Weg.

Ihr Besuch hatte aber noch einen schönen Aspekt, sie hat mir die Karten gelegt. T. ist eine sehr gute Kartendeuterin, wie sollte es auch anders sein. Sie hat es schließlich bei mir gelernt. Ich habe dann auch noch ein kurzes Reading für sie gemacht, dann wurde sie von ihrem Bruder abgeholt und nun wird sie in den nächsten 14 Tagen ihre Schwester besuchen, zwei Wildniskurse mitmachen und hoffentlich noch einmal hier reinschauen. Ansonsten eben nächstes Jahr. 

Nachdem sie sich auf den Weg gemacht hat, hatte ich es ein wenig schwer mich auf das Schreiben zu konzentrieren, habe aber doch noch mein Tagespensum geschafft. Es geht also gut voran. Nun aber Abendessen und dann um 21:00 Tea with a Druid.

Das ist die letzte Sendung.

Mäandernde Geschichten

Heute war Putztag, weil morgen Besuch kommt. Freundin Tatee aus Südafrika gibt sich die Ehre. Nun ist Putzen keine Ausrede, sich vor dem Schreiben zu drücken. Will ich ja auch gar nicht. Ich bin so gespannt, wie es weiter- und letztlich ausgeht. Nun könnte man sich natürlich fragen:

Wieso gespannt? Du musst es doch wissen, schließlich hast du es dir ausgedacht? Ähh, ja und nein. Das liebe ich so am ersten Entwurf. Da fängt man an, hat eine grobe Idee, die Geschichte mäandert so vor sich hin, man fängt an sich vorzustellen, was als nächstes geschehen könnte und, bumms, kommt alles ganz anders. Ist halt wie im richtigen Leben. 

Es macht aber auch Spaß und ich versinke zur Zeit total im Schreiben. Meine Erkältung halte ich weiter mit dem rosa Zaubertrank in Schach. Kirsch/Aronia heiße Tasse, schmeckt wundervoll künstlich, aber ich mag es. So, nun gibt es gleich etwas zu essen und dann muss ich weiter den neuen Robert Galbraith (aka J. K. Rowling) hören. Lethal White, heißt der vierte Cormoran Strike und ist wieder ein Knaller. Auf Deutsch kommt er erst im Dezember, aber ich war so gespannt, dass ich mir das englische Hörbuch besorgt habe.  War doch richtig, dass ich mir ein Audible Guthaben aufgehoben hatte.

Über die Hälfte

26439 Worte habe ich nun geschrieben, also ein gutes Stück über die Hälfte. Es läuft immer noch gut und macht Spaß, obwohl es gerade recht bedrückend wird. Also nicht autobiografisch gesehen, der Text hat sich ja zu einer Fiktion geändert. Es ist lange her, dass ich so fokussiert gearbeitet und dabei auch noch alles andere auf die Reihe gekriegt habe. Ein schönes Gefühl. 

Das Suka im Moment recht guter Dinge ist, ich mir also nicht allzu große Sorgen machen muss, ist natürlich hilfreich. Zur Zeit ist sie sehr anhänglich und schläft wieder bei uns im Bett. Morgens kommt sie schwer hoch, aber sowie sie gefrühstückt hat, ist sie fast die Alte, nur ein wenig ruhiger.

Jetzt werde ich mal eine Bolognese kochen gehen. Freitag kriegen wir Besuch aus Südafrika und da will ich schon mal vorkochen. Auch darum bin ich froh, dass ich mit dem Schreiben gut in der Zeit liege. 

Das Glas ist halbvoll

Heute Morgen bin ich gegen 04:00 aufgewacht, mir war schlecht, ich dachte mir platzt der Schädel und das Licht der Nachttischlampe tat mir in den Augen weh. Also Stirn und Nacken mit Euminz eingerieben und mühsam versucht wieder einzuschlafen. Das klappte dann auch. Gegen 09:00 war ich das nächste Mal wach, die Übelkeit war verschwunden, aber die Kopfschmerzen waren schlimmer als vorher. Also IBUPROFEN. Die halfen nicht! Also ist davon auszugehen, dass ich den ersten Migräneanfall seit langen habe. Sehr typisch auch, dass sich die Kopfschmerzen gegen Mittag besserten. Interessant war, dass ich als erstes nach dem Erwachen dachte: Hoffentlich wird es nicht so schlimm, dass ich nicht schreiben kann!

Überhaupt bin ich überraschend optimistisch dieser Tage. Wir sind so pleite wie lange nicht mehr (keine Angst, wir werden nicht verhungern, aber außer der Reihe ist nichts drin), gesundheitlich bin ich leicht angeschlagen, bei meinem Ofen ist eine Schamottplatte kaputt und ich komme mit der Witchstuff-Seite nicht richtig weiter und trotzdem ist das Glas nicht halbleer, sondern halbvoll. 

Gleich werde ich mich in die Küche verfügen und eine leckere weiße Sauce machen. Es soll heute eines unserer Lieblingsessen geben: Erbsen und Wurzeln in weißer Sauce, Kartoffeln und Grünkernbratlinge. 

Den Durchblick behalten

Heute ist der zwölfte NaNoWriMo-Tag und ich habe nun über 20000 Worte geschrieben. Die Geschichte entfaltet sich, die Personen werden mehr und es wird schwieriger alle Fäden in der Hand zu behalten. Das Überarbeiten wird in diesem Fall sehr anstrengend. Darum lese ich jetzt schon mal, was ich bis dato habe und mache Anmerkungen, wo ich denke, dass etwas fehlt und wo vielleicht etwas weg kann. Sicher könnte ich das auch Ende des Monats machen, es sind ja so schon zwei bis drei Stunden Schreibzeit täglich, das Problem ist nur, dass ich dann erst einmal Abstand von dem Text brauche. So wie ich es beendet habe, werde ich es Viktor zu lesen geben, der wird seinerseits seine Anmerkungen machen und nach ungefähr sechs Wochen, beginne ich es zu überarbeiten. 

Während dieser sechs Wochen wird keine Langweile aufkommen. Ab Dezember werde ich mich einem anderen Projekt zuwenden, dass schon im Hintergrund rumort. Dazu aber später mehr. 

Die Erkältung meldet sich gerade wieder, bremst mich aber komischerweise nicht besonders aus. Gerade habe ich mir eine Kanne heiße Zitrone mit Ingwer gemacht und dem ganzen Magnesium zu gefügt, bevor die Muskelschmerzen stärker werden. Ansonsten steht außer Schreiben nicht viel auf dem Programm. Kochen muss ich nur Hundefutter, für uns ist noch Grünkohl von gestern da. So, nun aber frisch ans Werk. 

Warten auf den Musenkuss

Wenn ich über etwas nachdenken muss, gehe ich gerne auf dem Südfriedhof spazieren. Ich kann in der lebendigen Stille die dort herrscht, den Alltag gut ausblenden und besonders dieser Tage ist es dort wunderschön. Im Moment plagen mich, außer den üblichen finanziellen, keine besonderen Sorgen und so habe ich dann hauptsächlich über mein Geschreibsel nachgedacht. 

Einen erhabenen Moment der Erleuchtung gab es nicht, aber immerhin streifte mich der eine oder andere Musenkuss. So werde ich mich also gleich guter Dinge ans Werk machen.

Etwas Positives habe ich auch registriert. Es liegt nicht mehr soviel Plastikgedöns auf den Gräbern, dafür mehr und mehr Sächelchen aus Naturmaterialien. Gefällt mir sehr. Klar, einige Gräber sehen immer noch aus wie eine NaNu NaNa Filliale, aber es wird weniger. Das freut die Plastikvermeiderin in mir.