Der Rote Faden


Immer wenn ich eine Geschichte schreibe, egal ob kurz oder lang, habe ich Angst den roten Faden zu verlieren. Diese Angst ist besonders stark, wenn ich die tägliche Routine unterbrechen muss, etwa wegen Terminen oder irgendwelchen anderen Geschichten. Dann denke ich sofort: ‘Nun bin ich raus, da komme ich nie wieder rein’. Manchmal ist das auch so, doch die Erfahrung zeigt auch, dass der Faden sich nur irgendwo verheddert hat und herummäandert, bis er sich wieder anknüpft und es geht weiter. So ist es zur Zeit mit Tore. Nach dem 5. Versuch die Geschichte zu schreiben, habe ich die Waffen gestreckt. Dachte, nee, dem Stoff kannst du nicht gerecht werden, also lass es sein. Doch auf einmal ist es wieder da. Ganz anders als gedacht. Also schreibe ich zur Zeit an zwei Sachen gleichzeitig.

Noch immer sehe ich nicht das ganze Bild, aber das verdrießt mich nun nicht mehr. Was mir allerdings schwer fällt ist die Sache mit der Struktur. Die Geschichte spielt auf mehreren Ebenen, hat sehr viel Personal und es ist recht mühsam den Überblick zu behalten. Da hilft nur eine Grundordnung zu schaffen, was mühsam ist und weit entfernt vom freien Drauflosschreiben, spart aber Arbeit beim Überarbeiten. Das ersten Mal nutze ich Papyrus Autor wirklich voll.

Großmütter Talk

Freund*innen sind die Würze des Lebens. Das habe ich heute wieder festgestellt. Meine Freundin Valya und ich haben uns im Stattcafé getroffen. Sie möchte für ihre Enkel Geschichten von deren Ur-Ur-großmutter sammeln, was ich eine wunderbare Idee finde, und ich soll ihr dabei helfen diese aufzuschreiben. Das mache ich gerne. Denn Valyas Oma war eine Frau, die eine Menge erlebt hat. Immerhin hat sie zwei Revolutionen und Lenin und Stalin erlebt. Das ist ein Projekt auf das ich mich freue.

Ansonsten sind wir heute Morgen früh hoch. Viktor hat einen Freund zum Amt begleitet und danach seinen Rentenkrempel geklärt, während ich ein wenig vor mich hingewerkelt habe und mit Suka einkaufen gegangen bin. Sie scheint schon wieder was auszubrüten, diesmal im Blasenbereich. Aber erst einmal abwarten, vielleicht täusche ich mich ja. Mensch wird reichlich hypersensibel.

Sonntagsfreuden

Wir haben es heute noch einmal ruhig angehen lassen. Da sich der Magen-Darm-Trakt der Hundine beruhigt hat,brauchen wir nicht mehr gleich morgens als erstes aus dem Bett und raus, sondern können ein wenig rumdümpeln. Ich brauche ja eh immer eine gewisse Anlaufzeit und so drei Tassen Kaffee, bevor ich es mit der Realität aufnehmen kann.

Das Wetter lädt auch wahrlich nicht zu ausgedehnten Runden ein, was Suka auch fand. Sie zog mich auf hurtigen Pfoten um den Block, hielt kaum an, wenn ich fotografieren wollte und war sehr zufrieden wieder auf ihrer Couch zu liegen.

Was erfreulich ist. Ich denke ich habe endlich eine Lösung für mein Linux – Papyrus Autor Problem gefunden. Da Papyrus Autor nun mal nicht unter Linux Mint stabil läuft, bin ich immer wieder, früher oder später bei Windows gelandet. Heute fiel mir ein, dass ich es ja mal mit Ubuntu versuchen könnte. Gesagt getan. Unter Ubuntu 18.04 LTS läuft alles rund. Sicherheitshalber habe ich noch mal Windows auf dem kleinen Rechner gelassen, falls etwas doch nicht klappt, aber wenn es so geht, wie es nun geht, dann bin ich zufrieden. Alles andere läuft auch und sogar mein Drucker, der unter Mint aus ungeklärten Gründen nur s/w druckte, zeigt wieder Farbe. So brauche ich nicht immer zwei Rechner in Betrieb haben. Den fürs Internet und so hatte ich ja einen immer schon auf Linux laufen.

Nu ist wirklich Samstag

Diese Woche bin ich komplett neben die Schuh. Gestern dachte ich immer ist Samstag, zum Arbeiten bin ich heute das erste Mal wieder gekommen. Dachte schon ich wäre raus aus der Geschichte, war ich aber nicht. Kam schnell wieder rein und habe drei seiten geschrieben.

Zwischendrin habe ich mit Bildbearbeitungsprogrammen gespielt. Was da alles geht! Muss diese moderne Technik sein, von der alle reden. Jedenfalls hatte ich schon mal Spaß. Das ist doch was.

Wir kommen so langsam zur Ruhe, sind es aber sehr bewusst, wie temporär und fragil das sein wird.

Die letzten Tage waren sehr anstrengend, darum bin ich auch froh, dass Viktor heute nicht zur Probe geht, wir werden uns, bis auf die Hunderunden einigeln und uns freuen, dass es Suka gerade ganz gut geht. Hoffentlich ist das Wetter morgen einigermaßen, heute lädt es wahrlich nicht zu einer längeren Runde ein.

Ein schönes Wochenende wünsche ich euch.

Samstag – Ein wenig entspannter

Heute kam schöne Post. Jerk Götterwind hat einen Katalog seiner Bilder verbunden mit Gedichten zusammengestellt. Es lohnt sich sehr mal bei Jerk längs zu gucken. Ich mag seine Bilder, seine Gedichte und seine Musik. Zu dem Album “Innerlandscapes after a Panic Attack” geht es hier: https://jerkgoetterwind.bandcamp.com/album/inner-landscapes-after-a-panic-attack

Suka geht es ein wenig besser, aber nicht wirklich gut. Doch es ist gut einen Moment zum Durchatmen zu haben. Auch ist sie zum Patenkind geworden und so ist es auch finanziell ein wenig leichter, denn es stehen Ausgaben an, nicht nur Tierarzt, sondern auch Naturheilmittel wie CBD, Mariendistel, sowie das hausgemachte Futter gehen ordentlich ins Geld. Dienstag werden wir Erich J. Conradi in seinen NZN besuchen und uns über CBD schlaumachen. Das ist nicht nur für Suka gedacht, sondern auch für mich. https://www.conradi-nzn.de/category/aktuell/

Mir stecken die letzten Tage arg in den Knochen, aber ich bin auch dankbar, dass wir nicht alleine vor dem was kommt stehen und dass es soviel Zuspruch und Hilfe gibt. Danke dafür.

Weiterhin gedrückte Stimmung

Verdaungsmäßig geht es etwas besser, aber sonst eher nicht. Sie schläft viel und wenn sie wach ist, schmust sie gerne ein bisschen, ist aber sonst eher unwillig, sich zu bewegen. Beim Gassigehen bleibt sie immer mal stehen und macht so ein: Ich will nicht mehr Gesicht. Viktor und mich bedrückt das gerade sehr. Beide können wir uns nur schlecht auf die Arbeit konzentrieren und gammeln einfach herum. Wahrscheinlich das Beste, das man in solchen Zeiten tun kann. Ein wenig ärgerlich ist es aber schon, weil ich halt gerade an einem neuen Projekt schreibe und Angst habe aus dem Fluß zu kommen.

Überhaupt ist es eine Zeit der schlechten Nachrichten. Ein Freund ist mit Leberzirrhose ins Krankenhaus gekommen und es sieht nicht gut aus. Fast jeden Monat Nachrichten von Krankheit oder Tod. Nicht schön. Dabei bleibt es ja ab einem gewissen Alter nicht aus, dass die Einschläge näher kommen.

Vorhin habe ich mir ein paar Bücher von meiner Nachbarin Tania geliehen. Ich brauche etwas zu lesen, in dem ich versinken kann, brauche Urlaub von mir selber und meinen Gedanken.

Krankes Kind

Suka geht es wahrlich nicht gut. Es ist nicht, wie gehofft, eine Magenverstimmung, es scheint wirklich ein weiterer Krankheitsschub zu sein. Sie kriegt ihre Nahrung schlecht verdaut, jedenfalls wenn sie ihr in normalen Portionen zugefügt wird. Nun füttern wir sie sechs Mal am Tag und hoffen, dass es sich normalisiert. Was mir noch mehr Sorgen macht, sind Geschwulste, die sich an verschiedenen Stellen ihres Körpers bilden. Eines in der Linken Achsel des Vorderlaufs hat sie schon länger, der Tierarzt meinte, es wäre ein Liposom, was ich mehr und mehr bezweifele, denn es wächst und wird immer schwerer und fühlt sich nicht besonders gesund an. Auf der rechten Seite bildet sich ein Knoten an der Seite zwischen Vorder- und Hinterlauf.

Draußen ist es grau und stürmisch. Nicht das beste Wetter um Tag wie Nacht alle 2 – 3 Stunden mit dem Hund raus zu müssen, zu Mal ich nun auch noch Halsschmerzen habe. Aber wir müssen uns die Runden teilen, für einen alleine wird es zuviel. Damit ist es auch mit der guten Laune vorbei, ich bin müde, deprimiert und habe Angst um Suka. Vielleicht erholt sie sich wieder, aber die Einschläge kommen näher. Gerade hoffe ich in erster Linie, dass sie erst in die Endphase geht, wenn wir die Rücklagen aufgefrischt haben, um es ihr leicht zu machen.

Unruhige Nacht und anstrengender Tag

Nachdem wirklich schönen Nachmittag gestern, wurde die Nacht sehr unruhig. Suka hatte mal wieder Durchfall und wir kriegen einfach nicht raus, warum. Wahrscheinlich hat sie wieder etwas von der Straße geklaubt. Jedenfalls waren wir mehrmals draußen und entsprechend kaputt sind wir durch den Tag geeiert. Dabei stand heute einiges auf der Liste. Der Widerhaken hat wieder auf und wir mussten dringend Vorräte aufstocken. Doch nicht nur der Widerhaken stand auf der Liste. DM, Erdkorn und Sky auch. Ich war so dankbar, dass wir den Hackenporsche de luxe vor einiger Zeit angeschafft haben, so konnten wir alles in einer Rutsche erledigen, früher wären das zwei Touren gewesen. War aber auch so anstrengend genug.

Das Suka immer wieder Probleme mit der Verdauung hat, macht mir große Sorgen. Dabei sind wir schon so vorsichtig, bei dem was wir in sie tun. Aber das letzt sich wohl nicht ändern, sie ist nun mal nicht gesund und manchmal geht es eben besser und manchmal schlechter. Ich bin jedenfalls hundemüde und werde gleich nach dem Abendbrot in die Federn.

Ansonsten gibt es nicht viel Neues. Hab es schön.

07.01.2019 – Russisch-armenisch-deutscher Kulturaustausch

Heute habe ich endlich meinen Geburtstag ein wenig nachgefeiert. Zu diesem Zweck trafen wir uns mit Nora, Sascha und Valya im Fresco. Wir sind schon eine gemischte Truppe. Nora kommt aus Armenien und Valya und Sascha aus Russland, Viktor aus dem Ländle und ich von hier. Wenn wir uns treffen ist es immer bunt und lustig und die Themen sind vielfältig. Ein wirklich schöner Nachmittag und ein neues Schreibprojekt haben wir uns auch ausgedacht.

Doch nun werde ich den Abend ausklingen lassen und weiter den Kommisar gucken. Die Serie feiert nämlich 50zigsten Geburtstag und ich amüsiere mich gerade köstlich über graue Wählscheibentelefone, gestelzte Dialoge, unlogische Handlungen und Polizisten, die sich morgens um 06:00 mit den Verädchtigen einen auf die Lampe gießen.

06.01.2019 – Perchtentag

Heute ist also der letzte Tag der Raunächte, der Perchtentag. Ich begehe diese Zeit zwischen den Jahren bereits seit vielen Jahren und jedes Mal waren sie anders. Diesmal sogar ganz besonders. Die letzten Jahren haben mich die jeweiligen Themen arg gebeutelt und ich bin erschöpft und müde, allerdings auch klarer daraus hervorgegangen. Diesmal waren diese 12 Nächte ein wahrer Wellnessurlaub … und noch nie hat sich so viel gelöst und in Bewegung gesetzt. Ein Grund dankbar zu sein.

Es zieht mich auch wieder mehr zum Schreiben, also nicht nur Blog, sondern so richtig. Mir geht eine Krimigeschichte im Kopf herum und so habe ich mir noch einmal Das Wort zu Mord – Wie schreibe ich einen Krimi herausgesucht und meinen alten Kaffeebecher. Es geht nichts über die richtige Atmosphäre.

Gestern Abend habe ich noch “Das Geheimnis der Welt” von Jesse Falzoi ausgelesen. Zu meiner Rezension geht es hier: http://kabras-literarischer-salon.de/?p=103

Zum Abschluss des Perchtentages und somit der Raunächte ist ein Abendspaziergang um die Hörn geplant. Der wird auch in der Richtung gut tun, dass ich seit gestern auf das Melatonin als Einschlafhilfe verzichte. Da sollen nun frische Luft, Bewegung und Mondatmung helfen.