Eiszeit eröffnet

Gestern haben wir offiziell die Eiszeit eröffnet. Nach der Winterpause hat der Lieblingseisdealer Dolce Vita wieder auf und da haben wir richtig zugeschlagen.

Während wir aufs Eis warteten wurde fotografiert. Wenn Selena in Kiel ist, bekommt sie auch immer eine Kamera und ich muss sagen, sie macht schon recht gute Fotos. Wir haben wahrlich eine schöne Zeit, die wieder einmal viel zu schnell vorbei geht. Morgen bringt Viktor das Kind bereits wieder zurück. Eventuell trotze ich der großen Stadt noch einmal, möchte es aber von meiner morgigen Form abhängig machen. Hat ja kein Zweck, wenn ich dann wieder eine Woche brauche um mich von den Paar Stunden zu erholen. Ich würde ja wahrlich gerne hinfahren, schon um auch Melinda noch zu sehen, die ja Urlaub bei meiner Schwester macht.

Mein beschauliches Kiel

Ich sollte viel öfters nach Hamburg fahren, alleine schon, wegen des glücklichen Gefühls wieder in Kiel zu sein. In Hamburg ist mir alles zu hektisch, in der U-Bahn neige ich zu leichter Klaustrophobie und überhaupt war die Hinfahrt unerquicklich. Der Zug hatte schon 7 Minuten Verspätung, bevor wir überhaupt loskamen. Bis Hamburg hatten wir es auf stolze 20 Minuten gebracht. Aber was wirklich Mist war, ich bekam dort kaum Luft. Also kurz das Kind eingesammelt und alles zurück.

In der Bahn sassen wir denn alle Drei mit einem richtigen Buch in der Hand zwischen lauter Handybeguckern. Ich kam mir richtig ein wenig old fashioned vor.

Ich bin sehr froh darüber, dass sich die Liebe zu Büchern bei uns vererbt hat. Selena liest genau so begeistert wie ich. Die Urkunde hat sie von ihren Lesepaten bekommen. Heute morgen haben wir schon gemeinsam Tagebuch geschrieben und eine Mindmap für ihre Geschichte erstellt, die sind nach dem Eisessen schreiben will. Außerdem habe ich ihr den Anfang von Tore vorgelesen. Es gefällt ihr.

Es geht so

Richtig fit bin ich nicht, aber es geht einigermaßen und so werde ich mich nachher mit dem Gatten nach Hamburg aufmachen, das Kind einfangen. Dann wieder heim und es uns bis Sonntag Nachmittag gemütlich machen.

Die letzten Tage war es sehr schön, es ist fein, nicht mehr alles so schwarz zu sehen und wieder ein wenig fröhlicher in die Welt zu gucken.

Ansonsten gibt es nichts neues. Ich lebe gerade ein sehr ruhiges Leben, hoffentlich bleibt das erst einmal so. Kann gar nicht langweilig genug sein.

Zurück zu Zitrone und Ingwer

Nu bin ich von der Psyche her wieder recht gut davor, da schlägt die Erkältung wieder zu. Aber okay, Zitrone und Ingwer werden helfen, dass ich das Wochenende auf den Füßen bleibe.

Jetzt geht es aber zu Bett und zwar mit Lesestoff. Ein Buch auf das ich sehr gespannt bin. Für Informationen auf das Bild in der Seitenleiste klicken.

Ein guter Tag

Moder Jord von Ivar Arosenius
Moder Jord von Ivar Arosenius

Heute geht es mir richtig gut. So gut, wie schon lange nicht mehr. Nicht einmal das gräuliche Wetter verdrießt mich. Allerdings musste ich auch nicht viel rausgehen, nur kurz zur Hanfsprechstunde ins NZN zu Erich Conradi. Das war recht lustig. Ich sollte heute ja mal längs gucken und Bescheid sagen, wie das CBD wirkt. In dieser Dosierung soll ich es noch bis zum 2. März nehmen und danach reduzieren und dann erst einmal absetzen, bis ich es wieder brauche. Gestern Abend habe ich mir zum Einschlafen einen Hanftee gemacht mit Kokosfett und Lavendelöl und habe geschlafen wie ein Baby.

Ansonsten war heute nicht viel. Ein wenig gearbeitet habe ich. Ich bin dabei mich mit Writerscafé vertrauter zu machen, was sicher ein feines Programm ist, allerdings sehr viel umständlicher und nicht so luxuriös, wie Papyrus Author. Da ich aber nun mal mit Linux Mint arbeite und PA nur unter Windows und Mac stabil läuft, muss ich mich wohl damit anfreunden. Ich habe nun mehrfach wenigstens einen Rechner auf Windows laufen zu lassen, aber nein, dass ist nicht meines. Also nächster Versuch Writerscafé.

Das Schreiben geht gerade nicht wirklich schnell voran. Macht nichts, ich kann mir ja Zeit lassen und habe keinesfalls vor mich hetzen zu lassen. Schließlich bin ich nun so eine Art Pre-Rentnerin.

Die ersten Male

Heute Morgen habe ich, obwohl es recht frisch ist, dass erste Mal draußen meinen Kaffee getrunken und Mails beantwortet. Wir erwägen sogar auch auf der Terrasse zu frühstücken, sind uns aber noch nicht ganz so sicher, denn wirklich warm ist es ja wahrlich nicht. Mal sehen, wie uns ist, wenn Viktor von der Hunderunde kommt.

Die ersten Male sind doch immer etwas besonderes. Das erste Mal den Ofen an, das ersten Mal den Ofen nicht gleich nach dem Aufstehen anzünden, der erste Kaffee morgens, der erste Sex (na ja, da war der 2. besser), irgendwann die ersten Erdbeeren des Jahres. Mit zunehmenden Alter, weiß ich diese ersten Male mehr und mehr zu schätzen. Vielleicht weil der Zeitpunkt näher rückt, an dem es die letzten ersten Male sind? Kann schon sein. Die ersten Male sind sicher auch so besonders, weil sich der Zeitpunkt, an dem man sie tut. genau bestimmen lässt, was ja bei den letzten Malen, nicht der Fall ist.

Diese Woche wird anstrengend, vielleicht gerade, weil uns Schönes ins Haus steht. Enkelin Selena hat am Freitag schulfrei. Also holen wir sie am Donnerstag ab und bringen sie am Sonntag zurück. Ob ich stabil genug bin für zwei Mal Hamburg, weiß ich noch nicht. Kann sein, dass Viktor sie am Donnerstag alleine abholt und wir dann am Sonntag gemeinsam fahren. Erst einmal freue ich mich auf Selena. Sie hat ein Buch zum Thema Kreatives Schreiben und damit wollen wir uns gemeinsam amüsieren. Da sie laut Jenni auf die Frage: “Wo kannst du am Besten schreiben?” Geantwortet hat: “Bei Oma” macht es ja nur Sinn, ein Single-Kid-Creative-Writing-Retreat zu veranstalten.

Frühlingsboten

Überall beginnen sie zu sprießen, die kleinen Frühlingsboten. Schneeglöckchen, die ersten Krokeen (oder was immer der Plural von Krokus ist) habe ich gestern gesehen und morgen möchte ich, so das Wetter hält, draußen Frühstücken und anschließend zum Südfriedhof, gucken, ob die Zaubernuss blüht.

Kaum vom Spaziergang zurück habe ich mich dran gemacht und die Terrasse schon mal zaghaft fit gemacht. Sehr zur Begeisterung unserer Suka, die es liebt draußen zu liegen und sich die Sonne auf die Nase scheinen zu lassen. Hoffen wir mal, dass sie es noch lange kann. Ihr scheint es soweit gut zu gehen, obwohl diese komischen Geschwulste, die von außen tastbar sind, wachsen.

Wieder mal drollig, wie sich einiges fügt. Den Winter über habe ich unseren Terrassentisch als Druckertisch benutzt. Ich habe noch aus Verlagszeiten so einen riesigen Laserdrucker, der mir auf dem Schreibtisch zuviel Platz weg nimmt. Da der Tisch wieder auf der Terrasse gebraucht wird, war ich recht glücklich beim Hundefriseur mit Secondhand-, Trödel und Barfingabteilung einen Tisch zu sehen, der mir geeignet schien. Wir beschlossen also dort am Montag mal längs zu hoppeln. Das hat sich nun erledigt. Kaum wieder zu Hause, kam Nachbar Bernd mit einem Tisch die Treppe runter, den er loswerden will und der genau passt. Also habe ich mir das Teil gleich unter den Nagel gerissen und auch schon in die Ecke gefriemelt. Das war eine ganz schön Plackerei und nun muss ich heute das zweite Mal duschen.

Ein guter Schlaf

Guter Schlaf ist wahrlich etwas wunderbares. Gestern Abend bin ich um 22:00 zu Bette und habe bis 08:00 morgens durch geschlafen. Viktor sagt zwar, ich hätte nächtens merkwürdige Laute von mir gegeben, allerdings nicht geschrien, doch ich kann mich an keine Träume erinnern. Das mit den Lauten glaube ich auch nicht wirklich. Er behauptet nämlich auch, dass ich schnarche, was gar nicht angehen kann. Ich doch nicht.

Während das Kaffeewasser kochte, bin ich auf die Terrasse hinaus und habe mich gefreut, dass der Himmel so fein aussah. Komischerweise war er auf der linken Seite ein wenig blasser, als auf der rechten. Dafür war links eine Möwe.

Ganz zaghaft keimt in mir die Hoffnung, dass es nun Frühling werde. Ich mag diese Übergangszeit von Winter zu Frühling. Wenn man quasi auf der Schwelle steht und jedes bisschen Himmelsblau, jeden Sonnenstrahl, in sich einsaugt.

Gleich werde ich mal die 1. Hälfte des Wochenendeinkaufs erledigen und zur Post. Da ich heute mit kochen dran bin, werde ich dies gleich nach dem Frühstück angehen und dann geht es ans Werk. Tore wächst und gedeiht.

Der Geldkomplex

Als ich meiner Freundin G. von der Empfehlung meiner Ärztin schrieb, eine Therapie zu machen, schrieb sie zurück: Meinst du wirklich, dass du eine Therapie brauchst, wäre dir nicht mit einem sicheren Einkommen für das nötigste und etwas wenig darüber hinaus mehr geholfen? So wie Franziska zu Reventlow schon in der Geldkomplex schreibt.

Da mir der Gedanke nicht aus dem Kopf ging, habe ich gestern nachmittag also Franziska zu Reventlows Gesammelte Werke vorgenommen, habe die Geschichte Der Geldkomplex herausgesucht und noch einmal gelesen. Ich muss gestehen G. hat da einen Punkt getroffen. Sicher nicht den einzigen, aber doch einen wichtigen. Die schwersten depressiven Phasen hatte ich immer dann, wenn ich meine materielle Sicherheit gefährdet sah.

Überhaupt ist mein Verhältnis zum Geld ein sehr merkwürdiges und schon lange habe ich das Gefühl, ich sollte mich einmal näher damit beschäftigen. Was ich auch tun werde, nicht zu letzt auf Grund der letzten Krise.

Ansonsten kann ich berichten, dass es mir deutlich besser geht. Ich habe ohne pharmazeutische Mittel sehr gut geschlafen, bin ruhiger und konzentrierter. Gestern habe ich zwei Stunde gearbeitet und heute war ich auch schon fleißig. Von Facebook habe ich mich abgemeldet (mal wieder). Hoffentlich diesmal nicht nur für ein paar Stunden, sondern für einen längeren Zeitraum. Überhaupt werde ich meine Internetzeiten deutlich reduzieren und wieder mehr offline arbeiten. Was Tore betrifft habe ich so einiges an Sachbüchern liegen, mit denen ich mich dringend beschäftigen sollte, um die Geschichte weiter zu bringen. Also ist der Rechner ab so fort ab Nachmittag einige Stunden aus.

Ach ja und ich werde noch einmal einiges von Franziska zu Reventlow lesen, das lohnt sich nämlich.

Holperig

Fit bin ich noch nicht wieder, aber ich sehe ein wenig fröhlicher in die Welt. Allerdings habe ich noch dem gestrigen Katastrophentag, die pharmazeutische Krücke weggelassen. Viktor war gestern bei einem Freund von uns, Erich Conradi, der meine Lage kennt. Erich hat eine Privatpraxis und ist auf Naturheilkunde spezialisiert, normalerweise kann ich mir seine Beratung nicht leisten, aber er hat Dienstags eine offene Sprechstunde zum Thema CBD, womit ich schon lange liebäugele. Also hat Viktor mir gestern gestern welches gekauft und nun werde ich das probieren. Sicher, ich habe heute Nacht nicht so gut geschlafen wie vorgestern, aber ich fühle mich mehr nach mir selbst an. Heute Vormittag habe ich sogar zwei Stunden gearbeitet.

Meine Tageskarte XIV – The Fferyllt lässt auch auf mehr Ausgewogenheit hoffen und darauf, dass ich wieder zur Ruhe komme.

Irgendwann erblühe und leuchte ich dann wieder wie meine Tulpen. Nun muss ich nur noch hoffen, dass das Jobcenter nicht erneut meine Heilung mit irgendwelchen merkwürdigen Briefen und Ideen boykottiert und alles wird gut.