Fokussieren

Kaum bin ich über 60 und schon habe ich die senile Bettflucht. Um 06:00 hat es mich der Wunsch nach Bewegung aus dem Bett getrieben. Also habe ich die Yogamatte ausgerollt und eine Stunde geübt. Jetzt geht es mir gut. In der anschließenden Meditation dachte ich auf einmal: “Du musst den Fokus finden und nicht wieder verlieren”, verbunden mit dem Bild einer Bogenschützin. Das ist also meine Tagesaufgabe. Ich hoffe gemeint ist nicht, dass ich eine mehr als miese Zeitschrift kaufen und behalten soll, sondern die Ausrichtung auf ein Ziel.

Gestern war ein schöner Tag. Nicht aufregend, sondern einfach gemütlich. Nachmittags war ein lieber Freund zu Besuch, der Kuchen und ein Buch dabei hatte. Es gab so viele Glückwünsche. Danke euch allen. Dieser hier kam gestern Abend spät.

Wir gratulieren dir zum Geburtstag und wünschen dir sibirische Gesundheit, kaukasische  Langlebigkeit, englische Humor, skandinavische Gelassenheit, russische Leidenschaft und noch alles, was du dir selbst wünschst!

Spasiba Valya & Sascha

61

61! Meine Güte, wer hätte das gedacht? Komisch das mein Inneres Ich, so gar nicht mit dem Äußeren übereinstimmt. Viktor sagt, es ist ja nur eine Zahl. Gabriele schickt mir eine Anullierung meines Geburtstags. Demnach bleibe ich also 60. Wie auch immer, ich habe Geburtstag und Kuchen. Also ist doch alles gut.

Zur Feier des Tages habe ich den Altar neu gemach. Kiefernzweige und Gedöns arrangiert und mich gefreut. Es ist immer so ein herrlich meditativer Vorgang, die Steine und Muscheln zu waschen, sie neu auszulegen und mich darüber zu freuen, dass ich es der Anderswelt im Bruchbudenparadies schön mache. 

Geburtstage sind immer die Tage, an denen ich mich frage: Was fange ich nun an, mit dem angebrochenen Leben? Diesmal habe ich einen Plan und bin schon dabei ihn umzusetzen. Allerdings war es noch nie ein Problem für mich Ideen und Pläne zu haben. Vielleicht versuche ich es diesmal mit Umsetzen und Durchhalten. 

Beschaulich

Ich binne nicht tot!

Nein, sie ist nicht tot, nur erschöpft. Schließlich ist es fürchterlich anstrengend, die Mitbewohner*innen dazu zu animieren einen mit Leckerlie zu versorgen. Da muss man schon mal ein Päuschen einlegen.

Es sei ihr gegönnt. Sie hatte es dieses Jahr auch nicht leicht. Aber zur Zeit (toi toi toi) geht es ihr gut und da supplementieren wir gerne mit Salatgurke, Möhren und Hundekeksen. Besonders, weil Madame doch an Gewicht verloren hat. Es ist nicht schlimm, sie war ja immer eine recht dralle Deern, aber mehr sollte nun nicht runter.

Aber wir waren auch gut zu uns. Gestern habe ich einen Hefekranz für das heutige Frühstück gebacken und ich muss sagen, allmählich habe ich den Bogen raus. Dieser hier ist nun wahrlich fein geworden. Gleich werde ich noch einen Nusskuchen mit Marzipan backen. Morgen kommt Besuch und auch sonst kann es nicht schaden.

Zur Zeit versuche ich mich an eine Arbeitswoche zu gewöhnen. Ab Februar soll es ja wieder richtig mit den Tarotberatungen losgehen und dann werde von Dienstag bis Samstag erreichbar sein. Allerdings immer erst ab 13:00 Uhr. Man wird ja schließlich nicht Freiberuflerin, um früh aufzustehen.

Samstag und alles ist gut

Jedenfalls hier im Bruchbudenparadies, wenn ich an den Zustand unserer Welt denke, liegt vieles im Argen, darum bin ich um so dankbarer, dass hier, heute, alles gut ist. Geplant ist ein gemütlicher Tag. Gleich werde ich  Hundefutter kochen und einen Hefekranz backen. Ansonsten lasse ich es mir einfach mal gut gehen. Der gestrige Tag klingt noch nach. Ich muss wirklich mehr unter Leute, also richtige, so in 3-D. 

Nun haben wir also schon Dezember und in 30 Tagen war es das mit 2018. Ich bin nicht traurig, dass dieses Jahr vorbei, wage aber kaum zu hoffen, dass 2019 alles besser wird. Habe ich 2016 und 2017 gedacht und es wurde immer schlimmer. Ich werde nun einfach jeden Tag so nehmen, wie er kommt. Was bleibt einem auch anderes übrig? Ohne die Erwartungshaltung, dass alles besser wird, nur weil die Jahreszahl wechselt, werde ich dann auch nicht so enttäuscht sein, wenn es halt nicht besser wird.

Fotospazieren

Heute habe ich den Liebsten zum Ausstellungsbetreuungsdienst in die K34 begleitet. Ach war das schön mal wieder alte Freund*innen zu treffen. Unter anderen Carmen Loger und Katharina Kleinfeld. Letztere arbeitet mit Glas und hat obiges Objekt gestaltet. Sie macht so wundervolle Sachen. Guckt doch mal auf ihre Seite. https://katharina-kleinfeld.jimdo.com

Nach ausführlichem Klönen und auf den neusten Stand bringen, sind wir dann in die Bambule und haben dort noch schnell gegessen. Nichts besonderes, aber lecker und preiswert.

Danach denn zu Fuß nach Hause und Lichtzeichnungen fotografieren. Unter anderem diese hier. Es hat Spaß gemacht und ich habe doch wahrlich 105 Fotos gemacht. Muss ich aber noch bearbeiten. 

Erkältet bin ich immer noch, aber es hat mir gut getan mal mit unter Leute zu kommen. Den Rest des Wochenendes werde ich mich mit Vitaminen dichtknallen, Möhrenkuchen backen und mir überhaupt gutes tun. 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Streng sein

Es nützt nichts, nun muss ich wirklich mal streng zu mir sein. Es wird wahrlich Zeit, dass ich mir Ruhe gönne und zwar entschieden. Der November ist fast jedes Jahr nervig für mich, schon weil alle Geburtstag haben, aber dieses Jahr … reden wir nicht drüber. Brauchen wir auch nicht, ich habe drüber im Narrensprünge-Blog geschrieben und auch über die Raunachts-Vorbereitungen. 

Heute geht es also ins Bett, gleich nach dem ich hier fertig geschrieben habe. Ich bin mit Wik Vaporup eingeschmiert und gut mit Lesestoff eingedeckt. Nachbarin Tania bringt mir gleich unsere gemeinsame Georgette Heyer Sammlung und die Biografie der Dame habe ich auch noch liegen. Außerdem noch eine Menge Sachliches. Ich weiß, dass ich seit Tagen von Ruhe und Erholigung schreibe und dann doch wieder irgendwas prussele. Nun nicht mehr. Man muss auch mal “Nein” zu sich und anderen sagen. 

Fleißig gewesen

Es wird Zeit sich auf Jul und die Raunächte einzurichten. Kälter und dunkler ist es geworden und da ich die Narrensprünge nun fertig habe, kann ich mich zurückziehen. Das war ein Hin und Her. Diesmal habe ich mich extrem dämlich angestellt. Erst habe ich eine Domain eingerichtet, die in ihrer URL einen Umlaut hatte, die ließ sich nirgends verknüpfen, also noch mal alles rückwärts und von vorne. Zwar muss ich noch einige Beiträge von der alten Seite, herüber schieben, aber im Großen und Ganzen steht es erst einmal. Sicher wird sich die Seite mit der Zeit noch erweitern, doch da lass ich mir Zeit. Ich habe mich nun doch entschieden meinen alten Hostinanbieter zu behalten, weil der einfach mehr Komfort bietet und Möglichkeiten. 

Nicht nur zu Hause habe ich es mir kuschelig gemacht, sondern auch hier, in meinem erweiterten Wohnzimmer, habe ich den Schnee eingeschaltet, damit es schon mal festlich wird. 

Für diese Woche sind keine größeren Aktionen mehr geplant. Viktor hat am Freitag Dienst in der Ausstellung und da werde ich wohl auch mal reinschauen, vielleicht gehen wir im Anschluss Pommes essen, ganz sicher werden wir auf Hin- und Rückweg fotografieren. Am nächsten Montag geht es noch einmal ins Fresco, Geburtstag feiern. 

Gedankenflüge

Dieser Tage bin ich zwar viel zu Hause und prussele so vor mich hin, bin aber in Gedanken schon weit voraus. Ich plane, überlege, überdenke, dass es eine Art hat und bin ich weiten Teilen für eine vernünftige Unterhaltung nicht zu gebrauchen, wie Viktor heute morgen feststellte. Allerdings bin ich relativ guter Dinge. Ich gehe eine Menge Sachen an, aber eben ohne Hektik und ohne mir Druck zu machen. Das kann ich sonst ja gut. 

Mir ist noch immer nach Winterschlaf, aber da das nicht möglich ist, bewege ich mich halt in Slow Motion durch den Alltag und lasse meine Gedanken fliegen. Die beste Art zu reisen. 

Der Tag wurde besser und besser

Begonnen habe ich den Tag recht muffelig. Viktor hat gestern darauf bestanden, dass wir wieder mit Yoga anfangen und obwohl ich weiß, dass es genau das Richtige ist, war ich sehr unlustig. Es wurde also so eine Art Grumpy-Yoga. Natürlich hatte er recht. Es war genau richtig und hat mir, trotz diverser Einschränkungen sehr gut getan. 

Am Nachmittag war ich dann mit einer lieben Freundin, die ebenfalls schreibt, verabredet. Wir haben uns im Fresco getroffen, ein neueres Café, in dem ich noch nie vorher war. Eine richtige Entdeckung. Das obere Bild zeigt den Garten am Abend und das untere eine ausgesprochen leckere Torte. Sehr fein war auch die Unterhaltung. Ich sollte wirklich öfters mit echten Menschen sprechen. 

Der Start in die Woche war also kein schlechter. Die neue Seite nimmt auch so langsam Gestalt an. Obwohl da noch viel zu tun ist. Ich habe das Outfit noch ein wenig verändert. Sieht so freundlicher aus.

Abgeregt

Noch immer bin ich genervt, von all dem Ungemach, doch schäume ich nicht mehr wütend vor mich hin, sondern bin nur müde. Müde davon, dass dauernd irgendwas ist, dass einfach keine Ruhe einkehrt. Nachdem ich heute morgen Karten gelegt habe, habe ich im Tagebuch gelesen und wirklich, seit letzten März war dauernd etwas. Gesundheitliche Probleme, Nervkram mit Ämtern, Angst um Suka und, natürlich auch, um meine seelische Stabilität. Es gab seit März keinen Monat, wo einfach mal alles ruhig lief. Als gestern denn auch noch der Ofen die Grätsche machte, hat es mich umgehauen.

Wir haben es nun repariert bekommen. Nach dem Frühstück haben wir es uns angesehen, herausbekommen wie sich die Abdeckung öffnen lässt, den kaputten Stein mit Schamottmörtel geflickt und bis heute trocknen lassen. Nun bollert er wieder. 

Seit Tage möchte ich mal wieder den Tag mit Tarot beginnen, traute mich aber nicht so richtig. Heute morgen bin ich nun früh aufgestanden und habe mir ein Blatt gelegt. Schöne, aufbauende Karten lagen da vor mir, die mir bestätigten was ich schon vermutet habe, es wird Zeit für einen Wechsel, eine Entscheidung ist überfällig und es ist an der Zeit sich zurück zu ziehen, um die Erfahrungen der letzten Monate zu verarbeiten.

Auf meiner Suche nach alternativen Heilungsmethoden bin ich auf dieses Buch gestoßen. Die sanfte Medizin der Bäume von Maximilian Moser & Erwin Thoma. Letzterer ist mir schon länger bekannt durch die Holzhäuser, die er baut. Hier mal ein Interview mit ihm. Die Stunde die es dauert ist gut investiert.