Bewegung in der Starre

Es geht mir nicht gut. Etwas anderes lässt sich wirklich nicht behaupten. Ich versuche nicht einfach zu fallen, sondern eine gewisse Struktur aufrecht zu erhalten. Heute morgen Yoga, wie gehabt und nach dem Frühstück Küche streichen, zwischendrin den armen Viktor völlig zu Unrecht angeschrien, einfach weil meine Nerven am Zerreissen sind. Der Gute versteht das, war trotzdem nicht nett von mir. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir weitere Renovierungsarbeiten erst einmal lassen, bis wir mit Zähnen und den uteralen Konflikten durch sind. Freitag werden wir in See stechen und ich werde in die Ostsee hüpfen. Das tut ja immer gut.

Was mir gar nicht gut tut, außer der bekannten Situation, ist die Häufung von Terminen. Dauernd gezwungen sein, irgendwo hinzumüssen, geht mir entsetzlich auf die Nerven, da mir im Grunde nach Verkriechen ist. Es ist so anstrengend selbstbeherrscht zu bleiben. Haben ja nicht alle so einen liebe- und verständnisvollen Blick auf mich wie der Liebste.

Am 21.6., ein Tag nach unseren Bürokratenhochzeitstag, geht es zur Vorbesprechung für die Ausschabung ins Städtische Krankenhaus. Dann jonglieren, damit Termine für das eigentliche Event nicht mit denen der Zahnklinik kollidieren. Danach beginnt die Wartezeit auf das Ergebnis der Gewebeentnahme. Schon mal Fingernägel zum Abkauen wachsen lassen.

Ach ja, noch einmal das leidige Thema Facebook. Ich habe es ja noch einmal versucht. Es tut mir nicht gut und so habe ich beschlossen, dass ich meinen Account nicht nur deaktiviere, sondern dauerhaft lösche. Nun muss ich nur 14 Tage lang vermeiden mich wieder einzuloggen, dann war es das.

6 Kommentare zu „Bewegung in der Starre

  1. Es ist auch gerade etwas viel, was. auf dich einstürmt, liebe Karin. Lass dir Zeit, dich damit auseinander zu setzen. Und da darfst du auch mal hadern, mit dir und der Welt.
    Es wird wieder freundlicher.
    Ich schick dir eine Umarmung aus der Ferne.

  2. Dass du dich von den vielen und auch beängstigenden Terminen wie in einen Panzer eingesperrt fühlst, kann ich gut nachvollziehen. Auch ich bin ganz, ganz sicher, dass es für dich wieder besser werden wird. Kopf hoch. Ich schicke dir meine guten und lieben Gedanken…
    Deinen Zwist mit Facebook, den du ja schon eine geraume Weile führst, erinnert mich an den Kampf mit bösen Dämonen. Ich würde dort auch so gerne aussteigen, und bin manchmal ganz kurz davor, aber es fehlt mir bislang noch der Mut, konsequent diesen Schritt zu tun…
    Sei lieb gegrüßt…

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