Buntes Schreiben

Es ist spannend, wenn das, was ich mir ausgedacht habe nicht nur in Wort und Schrift Gestalt annimmt, sondern auch in Farbe entsteht. Gestern schrieb ich ja bereits, dass Viktor mir Landkarten meiner Fantasiewelten zeichnet. Zu diesem Zweck konnten wir endlich einmal die Buntstiftrolle, die mir Nachbarin Tania geschenkt hat, nutzen. Es ist schon spannend, wie einem Details klar werden, wenn jemand da ist der die richtigen Fragen stellt. Viktor fragt mich zum Beispiel, sind da Hügel und wo sind die und ich steh erst einmal auf dem Schlauch. Denn normalerweise, weiß ich ob und wo da ein Hügel ist, wenn sich irgendjemand meiner Leute gemüssigt fühlt einen zu besteigen. Durch sein Nachfragen hat Viktor die Landschaft, die ja nur in meinem Geist besteht, plastischer gemacht. Besonders spannend ist, dass er eigentlich nur zu lesen bekommen hat, was ich über die Gegend geschrieben habe. Er weiß zwar im Groben, wo ich mit der Geschichte hin will, hat aber noch nichts davon gelesen, außer den aus der Handlung gerissenen Teilen. Sicher wird er der erste Leser sein, wenn ich fertig bin, aber ich mag nicht so mittendrin etwas raus geben. Dann kommen Vorschläge die mich verwirren, weil sie oft mit dem kollidieren, wo ich hin will. Nee, lieber warten, bis es ein Ganzes ist und dann kann kritisiert und vorgeschlagen werden, was das Zeug hält.

Gerade fühle ich mich sehr froh mit meinem Schreiben. Allerdings bin ich heute nicht weit gekommen. Wir haben in der ARTE Mediathek eine Inszenierung der Zauberflöte gefunden, die im Rahmen der Salzburger Festspiele am Samstag Premiere hatte und sind da hängen geblieben.  Die Inszenierung war mir persönlich zu opulent, hatte aber schöne Ansätze und war toll gesunden. Gut Sarasto war ein wenig schwach auf der Brust, aber der Rest. Toll!

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