Wochenanfang

Obwohl ich mich noch immer nicht wirklich gut fühle, habe ich meinen EKS Termin beim Jobcenter eingehalten. Ich sehe so mies aus, dass die Sachbearbeiterin meinte, ruhen sie sich bloß mal richtig aus und machen nicht so viel. Reizende Frau, was nicht ironisch gemeint ist, denn sie ist wirklich sehr nett. Allerdings konnte ich ihren Rat nicht gleich befolgen, da ich noch einkaufen musste. Bei Rossmann habe ich denn den ersten Stollen gesichtet. War schon in Sorge, weil ist ja nicht mehr weit hin bis Weihnachten. 

Wieder daheim denn liebe Post von den Momos aus Gdansk. Danke dafür. Ich mag Postkarten. Außerdem war das neue Buch von Milena Moser im Briefkasten. Infos dazu in der Seitenleiste unter Lesestoff. 

Nun ist der Tag fast um und es gibt Abendessen. Dann werde ich mich langmachen und mich freuen, dass ich diesen Tag geschafft habe. Die ersten Notizen zu “Trauma” habe ich gemacht. Gedankenfetzen nicht mehr. Dass ist eine Sache die langsam wachsen muss. 

Habt eine schöne Woche

So langsam

… berappeln sich sowohl Suka als auch ich wieder. Wir nehmen ja auch die selben Aufputschmittel. B12, D3 + K2 und gesunde Ernährung. In den letzten Tagen schien es ja fast, als wenn die Writresscorner sich zur Cookingcorner entwickeln würde, aber das ist nicht so. Zum Schreiben bin ich zwar die letzten Tagen nicht gekommen. Das ist auch in Ordnung. Aus Erfahrung weiß ich ja, dass es nichts bringt, wenn ich krank versuche zu arbeiten. Nachgedacht habe ich allerdings viel über Tore. Aber ich bin hoch erfreut, dass ich die Freude am Kochen wieder entdeckt habe. Dass ich wieder experimentiere und unsere Speisekarte so erweitere.

Doch noch etwas anderes treibt mich zur Zeit um. Viele der traumatischen Erfahrungen aus meiner Vergangenheit kommen gerade hoch und ich bin verlockt sie literarisch zu verarbeiten. Noch ist die Angst, die alten Monster damit richtig wach zu rufen, zu groß, um es anzugehen. Die Angst, dass es für meine nächsten zu viel sein könnte, das aufzufangen. Andererseits ist es vielleicht an der Zeit sich den Monstern zu stellen. Vielleicht kann ich sie literarisch erschlagen und brauchte nicht mehr so sehr auf Zehenspitzen zu gehen, um sie ja nicht zu wecken? Es zeigt sich ja, dass sie am Erwachen sind. Jede zweite Nacht erwache ich schreiend aus Alpträumen und mein dauerndes ausgebremst sein, ist natürlich auch ein Zeichen, dass es an der Zeit ist inne zu halten und zurück zu schauen. Verlockend ist es nicht. Aber mein Motto ist ja immer gewesen:

Beschäftige dich mit dem was anliegt, bevor es sich mit dir beschäftigt