Alle 14 Jahre

… sollte man doch wirklich mal die Schränke aufräumen.

Morgen soll bei mir die Terrassentür eingebaut werden. Ein Grund zur Freude und eine günstige Gelegenheit mal Klarschiff zu machen. Achim braucht Platz und so muss mein altes Regal weichen, damit er Platz hat. Also habe ich noch einmal reichlich aussortiert und wieder Gerümpel entsorgt. 2018 steht nicht nur unter dem Motto, sich den Ängsten zu stellen, sondern auch Gerümpel loszulassen. Das was ich wirklich brauche bleibt, alles andere fliegt raus. Von dem, was dort im Schrank ist, kann auch noch einiges weg, respektive wird nicht neu gekauft. Tee trinke ich meistens Kräuter, also können davon zwei Sorten bleiben, ansonsten mag ich nur Olong und Pai Mu Tan. Die können auch bleiben. Der Earl Grey wird aufgebraucht und dann war es das. Den habe ich in einem Anfall von Nostalgie gekauft. Earl Grey! So eighties!

Solche Aktionen sind immer anstrengend, nicht einmal so sehr das Geräume und das Wegbringen. Am schwersten ist es Viktor davon abzuhalten, das was ich aussortiert habe, wieder reinzuschleppen. Im ist das Konzept Loslassen total fremd. Dabei ist er eigentlich ein sehr genügsamer Mensch, aber es schmerzt ihn in der Seele, wenn er etwas wegtun soll, was er eventuell in zehn Jahren noch einmal für zwei Minuten braucht. In der Beziehung passen wir nicht zusammen, dafür aber sonst.

Heute Abend sollte es ja ins Literaturhaus gehen. Doch da gibt es Kuddelmuddel. Keiner weiß, ob die Autorin es schafft und ich habe keine Lust, irgendwann um 21:00 zu erfahren, dass es nun doch nichts mehr wird.

Die Drinnen & Draußen Bank

Gestern haben wir sie abgeholt, die Drinnen & Draußen Bank. Ich hatte sie im Blickfang entdeckt und, was soll ich sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Besonders da ich gleich erkannte, die geht sowohl für drinnen als auch draußen. Das Bruchbudenparadies soll ja um eine Terrasse erweitert werden und da braucht es natürlich Sitzmöbel. Allerdings musste es etwas sein, was entweder draußen überwintern kann oder auch leicht Platz in der Wohnung findet, denn den Schuppen brauche ich zum Holz lagern. Es freut mich so, ein originelles Teil, für einen erschwinglichen Preis gefunden zu haben. Auch der Aspekt, dass es eine aus alt mach neu und gleich was ganz anderes Produktion ist, entspricht ja meinen Vorstellungen.

Ansonsten bin ich heute leicht bedrückt. Gleich kommt einer unserer Autoren und holt sein Bücher ab. Komischerweise hat mich das mit der Post versenden nicht so gestört, wie das persönliche Abholen. Langsam wird es so endgültig. Das Lager ist halb leer und wird im Laufe der nächsten Wochen ganz aufgelöst. In diesem Dazwischenstadium ist es schwer sich auf das Neue zu konzentrieren. Also lasse ich mir Zeit. Taste mich langsam an das ran, was ich eigentlich will. Während des Rantastens, übe ich Yoga, meditiere und mache Notizen.

Mittlerweile habe ich (danke für die Anregung Gudrun) Jetpack von allen meinen Blogs entfernt. Eine Datenkrake weniger.

So, nun werde ich mal zusammenpacken und dann noch eine Kanne Kaffee kochen, obwohl, der Autor ist Schotte und seine Frau Engländerin? Vielleicht doch lieber Tee? Übrigens ist der Autor, es handelt sich um Brian McNeill, hauptberuflich Musiker und zwar ein sehr guter. Am 17.10. ist er im Kölner Urania Theater. Hier der Link: http://www.uraniatheater.de/index.php/brian-mcneill-lesung-konzert.html

Renovierung fertig und ich auch

Das wäre geschafft. Gestern Abend habe ich mit dem Räumen angefangen und schon mal einen Fensterrahmen (also das Mauerwerk) silbern gestrichen. Heute morgen konnte ich um 05:00 nicht mehr schlafen und habe zu streichen angefangen. Besser gesagt zu wischen, dann ich habe mit einem Schwamm die Farbe aufgetragen. Gut, dass man immer vergisst, wie anstrengend solche Arbeiten sind, sonst würde man sie nie in Angriff nehmen. Aber es wurde eindeutig Zeit. Ich wohne nun seit 14 Jahren hier und habe vor vier Jahren, die ersten beiden Wände des Zimmers gestrichen, wollte auch immer gleich weiter machen … Nun ja, wie das Leben so spielt. Irgendwas ist ja immer und ganz sicher immer was, das lustiger ist, als die Wohnung auseinander nehmen und wieder neu zusammen zu setzen. Aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Nun erstrahlt das Bruchbudenparadies im neuen Glanze. Vor allem freue ich mich über die Rollos, die mir nun doch deutlich mehr Privatsphäre verschaffen. Es ist wirklich nicht zu glauben, manchmal drücken sich doch tatsächlich Leute an meinem Fenster die Nase platt und gucken was ich so mache.

Jetzt gewittert und regnet es. Gerade als ich gegen 14:00 aus der Dusche kam, ging es mit dem ersten Gewitter los und mit den ersten Regentropfen kamen Mann und Hund von ihrem Spaziergang nach Hause.

Heute Abend werden wir irgendwo eine Kleinigkeit essen gehen. Kochen ist nicht mehr drin, dafür bin ich zu erledigt. Gestern Abend habe ich allerdings hochnobel gegessen. Tagliatelle mit grünem Spargel und Lachs in Bassilikumsahnesauce. Rezept gibt es gleich auf dem Cooking Blog.