Vegan, die Nächste

… jedenfalls für die nächste Woche erst einmal. Ich habe das starke Bedürfnis mal ein wenig kürzer zu treten in Sachen Ernährung. Mich nervt es ja schon lange, dass ich da nicht so richtig die Kurve kriege. Doch meine Leiden der letzten Tage haben mir gezeigt, dass es nötig ist, dort etwas zu verändern und wenn ich schon auf Milchprodukte verzichten muss, ist es auch nicht weiter schlimm gleich auf den Rest tierischen Kram zu verzichten. Wie gesagt, erst einmal für eine Woche, dann sehen wir weiter. 

Heute kam feine Post, die neue Liederjan CD. Wundervolle Musik, feine Texte. Gefällt mir. Das Buch in der Seitenleiste war auch dabei und dazu noch das neue von Kersten Flenter.

Auf “Wie wir uns besiegten” freue ich mich schon sehr. Der Herr Flenter hat sehr viel Sinn für skurilles und einen sehr hintergründigen Humor. Seine Geschichten haben mir schon oft den Tag gerettet. Hier einmal ein kleiner Ausschnitt.

Kein Stricken für Karin

Es ist recht ungemütlich draußen. Nach der Hunderunde habe ich nicht mehr das geringste Verlangen noch einmal vor die Tür zu gehen. Aber ich werde nicht übers Wetter klagen, das habe ich mir nach diesem Sommer geschworen. Wozu auch? Es wird sich ja nicht ändern nur, weil ich jammere.  Hier drinnen ist es angenehm warm. Der Ofen (toi toi toi) bullert und gleich gibt es Käsestreuselkuchen.

Eigentlich hatte ich ja vor den freien Samstag mit Stricken zu verbringen, aber da hat mir mein Arm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Von der Schulter bis zum Handgelenk schmerzt er und so ist ausruhen angesagt. Komischerweise kann ich schreiben und das habe ich auch. Ein weiteres Kapitel im Raunachtsbuch. Also einen Entwurf dafür. Muss alles noch überarbeitet werden, aber immerhin.

Aber auch hier hilft kein Klagen. Ich werde es mir einfach gemütlich machen. Nach dem Kuchen verziehe ich mich mit einem Buch ins Bett und tauche in die Welt des Regency ab. Lesetechnisch ist immer noch Georgette Heyer angesagt. Genau das richtige, für einen entspannenden Lesetag. 

Diesmal sind es die Arme

Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ich einmal einen Monat nix hätte. Also einfach mal alles gut. Fing ja auch fein an. Ich kann wieder laufen, schreiben läuft gut und alles andere ist zufällig auch mal im Lot. Sogar die Finanzkrise, naja, ist nicht ausgestanden, aber die Situation hat sich gelockert und es wird nicht allzu knapp. Doch bevor mir zu wohl wurde, kam das nächste Zipperlein. Ich habe Schmerzen in beiden Armen und Schultern und eine Sehnenscheidenentzündung im rechten Arm. Also wieder Quarkumschläge und ausruhen, was ein wenig schwer ist, weil ich nun mal zum Schreiben meine Hände brauche. Aber ich habe mein Pensum minimiert, ob ich allerdings das NaNoWriMo-Ziel erreiche, ist ein wenig fraglich. Nützt ja aber nichts. Es ist so schlimm, dass ich die Dampfnudeln zum Abendessen canceln musste, weil ich es so nicht schaffe, den Hefeteig zu kneten. Also gibt es Waffeln. Auch lecker. 

Schön ist allerdings, dass ich wieder Laufen kann. Auch wenn es heute nicht so herrlich sonnig wie gestern war, habe ich mir doch eine feine Runde mit Mann und Hund gegönnt. Wir sind einmal durch den Schützenpark und es sind einige schöne Fotos dabei entstanden. Ansonsten werde ich den Restsonntag damit verbringen mich zu pflegen und zu lesen. Was aktuell dran ist, ist in der Seitenleiste zu sehen. 

Mäandernde Geschichten

Heute war Putztag, weil morgen Besuch kommt. Freundin Tatee aus Südafrika gibt sich die Ehre. Nun ist Putzen keine Ausrede, sich vor dem Schreiben zu drücken. Will ich ja auch gar nicht. Ich bin so gespannt, wie es weiter- und letztlich ausgeht. Nun könnte man sich natürlich fragen:

Wieso gespannt? Du musst es doch wissen, schließlich hast du es dir ausgedacht? Ähh, ja und nein. Das liebe ich so am ersten Entwurf. Da fängt man an, hat eine grobe Idee, die Geschichte mäandert so vor sich hin, man fängt an sich vorzustellen, was als nächstes geschehen könnte und, bumms, kommt alles ganz anders. Ist halt wie im richtigen Leben. 

Es macht aber auch Spaß und ich versinke zur Zeit total im Schreiben. Meine Erkältung halte ich weiter mit dem rosa Zaubertrank in Schach. Kirsch/Aronia heiße Tasse, schmeckt wundervoll künstlich, aber ich mag es. So, nun gibt es gleich etwas zu essen und dann muss ich weiter den neuen Robert Galbraith (aka J. K. Rowling) hören. Lethal White, heißt der vierte Cormoran Strike und ist wieder ein Knaller. Auf Deutsch kommt er erst im Dezember, aber ich war so gespannt, dass ich mir das englische Hörbuch besorgt habe.  War doch richtig, dass ich mir ein Audible Guthaben aufgehoben hatte.

Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert

Der heutige Tag ging sehr schnell rum und war äußerst nett. Wir waren zu Kaffee und Flammkuchen im Stattcafé eingeladen. Unsere Freundin Valya hatte Geburtstag und so haben wir einen netten Nachmittag mit ihr, ihrem Mann Sascha und unser gemeinsamen Freundin Nora verbracht. Wir haben über Bücher gesprochen und über Sprache. Viktor und ich wollen nächstes Jahr russisch lernen. Haben wir schon länger vor und nun soll es werden.

Auf dem Rückweg haben wir mit Schrecken registriert, dass der Markt des Grauens aufgebaut wird.

Da wir heute einmal ohne Hund unterwegs waren, sind wir vor dem Treffen noch schnell in die Stadtbücherei. Da kommen wir sonst nicht zusammen hin, weil Suka dort nicht mit rein darf. Das war auch mal schön. Ich bin dann natürlich auch gleich fündig geworden. Hexensaat von Margaret Atwood und Prinzessin Insomnia wollten mit. Feine Sache, so eine Bücherei. 

Aber ein Tag, an dem mensch die sozialen Kontakte pflegt, ist keine Ausrede, nicht zu schreiben. Zumindest ein bisschen.

Blinde Flecken

Das erste Mal schreibe ich einen autobiografischen Text, gehe weit zurück in meine Vergangenheit und während ich mich erinnere, stelle ich fest, dass es so einige blinde Flecken gibt. An Zeiten an die ich keine Erinnerung habe. So erinnere ich mich nicht an meine ersten Jahre in der Schule. Da sind vielleicht zwei Episoden präsent, von denen ich weiß, dass sie meiner Erinnerung entspringen, anderes weiß ich nur, weil man es mir erzählt hat. Anderes ist mir wieder in Erinnerung gekommen. Zum Beispiel, dass ich in meiner Kindheit stark an Alpträumen litt, dass ich nur bei Licht schlafen konnte. Was übrigens heute auch nicht anders ist, wenn ich alleine bin. Ich glaube es ist gut, dass ich diesen Monat nutze und mich down memory lane schreibe. Da ist ein ganz starkes Gefühl, dass da was lauert, was wichtig sein wird, um endlich aus diesen Alpträumen zu kommen. 

Auch heute war ich draußen unterwegs. Ich habe zur Zeit einen starken Bewegungsdrang, außerdem bin ich dazu übergegangen, mir meine Onlinebuchbestellungen direkt in den Buchladen liefern zu lassen, weil es Verpackungsmüll spart. So bin ich denn heute zum Buchladen Zapata gepilgert, um Art Matters abzuholen.

So ein kleines, feines Büchlein von zwei Meistern ihres Handwerks. Text Neil Gaiman, Illustrationen Chris Riddel. Ich freue mich schon darauf darin zu versinken. Für Informationen zum Buch, auf das Bild in der Seitenleiste klicken. 

Schlaflose Nacht

Was war bloß heute Nacht los? Weder Viktor noch ich konnten schlafen. Während Viktor tapfer weiter versucht hat, zur Ruhe zu kommen, bin ich schließlich um 05:00 aufgestanden. Erst habe ich ja gedacht, ich kann nicht schlafen, weil ich mich so gegruselt habe. Ich höre gerade Stephen Kings “Der Outsider”. 19 Stunden insgesamt, von denen ich bis jetzt 9 gehört habe. 10 Stunden habe ich also noch vor mir und wie ich King kenne, werden die noch gruseliger, als die ersten. Allerdings kann die Schlaflosigkeit nicht daran gelegen haben, denn Viktor hat nicht mitgehört und wälzte sich auch unruhig hin und her.

Also bin ich um 05:00 hoch, um wenigstens was nützliches zu tun, und habe mein NaNoWriMo Pensum erledigt. Gestern habe ich mich noch für ein anderes Projekt entschieden. Etwas sachlich/autobiografisches. Das flutschte heute morgen auch nur so. Nun werde ich aber langsam müde und werde mich mal hinlegen. Guten Morgen, wünsche ich. 

Runde zum Besinnen

 

Ich muss gestehen, ich fühle mich gerade sehr hilflos. Es ist wie früher, wenn Jenni krank war und nicht sagen konnte was ihr fehlte. Es scheint Suka ein wenig besser zu gehen. Der Hüttenkäse und ein wenig Schonkost sind drinnen geblieben, allerdings hat sie immer noch Durchfall. Was ich ziemlich sicher weiß ist, dass es keinen Zweck hat zum Tierarzt zu gehen, zwei Stunden mit der kranken Maus dort warten und dann etwas Ähnliches wie Perenterol zu einem horrenden Preis vertickt zu bekommen, plus ein hilfloses Achselzucken, müssen wir uns nicht geben. Und doch drängt es mich irgendwie dorthin, nur um was zu tun … nur damit jemand sagt: “Es wird alles gut.” Dabei weiß ich sehr genau, dass es das nicht wird. Die Krankheitsphasen häufen sich. Sicher zwischen drin geht es ihr gut und sie hat Spaß, aber diese Pausen sind immer kürzer und die Krankheitsperioden immer länger. Heute haben wir beschlossen, dass wir sie nicht mehr alleine lassen. Also für einen längeren Zeitraum. Das bedeutet im Klartext, dass wir erst einmal nicht gemeinsam zu den Kindern fahren werden. Was sehr schade ist, stehen doch gerade jetzt diverse Geburtstage an.

Da es mich immer beruhigt, wenn ich Bücher um mich habe, sind wir zur Bücherei. Musste ich eh hin, weil meine Vorbestellung Mittagsstunde von Dörte Hansen da war. Ein Buch auf das ich mich schon sehr freue und welches ich sofort in Angriff nehmen werde, sobald ich die letzten 500 Seiten von, Ketil Björnstads Die Welt die meine war – die 60ziger Jahre, durchhabe. Ein Buch, das ich bereits jetzt uneingeschränkt empfehlen kann. 

Meine eigene Erkältung hält sich in Grenzen. Die Hühnersuppe und die heiße Zitrone haben gewirkt. Jedenfalls hoffe ich, dass es so ist und die Erkältung sich nicht nur einen Tag frei genommen hat. Die Runde zur Bücherei und zum Widerhaken hat gut getan. Nicht nur mir, auch Suka und Viktor. Den nimmt unser krankes Kind auch sehr mit. 

Das Umsetzen von Erkenntnissen

Heute morgen dachte ich so über das zu viel in meinem Leben nach. Da werde ich besonders im Technikbereich fündig. Drei Computer müssen nicht, eine Kamera weniger täte es auch und last but not least habe ich festgestellt, dass ich kein Smartphone brauche. Nun könnte mensch mich natürlich fragen, warum hast du dir denn eins gekauft? Tja, die Sache ist die (und der Fall der), dass, hätte ich es nicht getan, ich immer zu gejammert hätte, dass ich doch gerne eines hätte und auch bräuchte. So habe ich das Ding und die meiste Zeit liegt es auf dem Schreibtisch. Zur Zeit brauche ich es eigentlich nur, wegen der Zazen App. Was sich ja auch anders regeln ließe, schließlich habe ich ja auch noch ein Tablet. 

Also wird wieder einmal überdacht und unsortiert. Was auch gut und richtig ist. Das Überdenken das eigenen Verhaltens ist sehr heilsam. Mir jedenfalls tut es immer gut. 

Noch etwas ist in Veränderung. Früher habe ich kaum Sachbücher gelesen, doch seit einiger Zeit ist da mein Interesse geweckt. Viktor hat sich gerade sechs Bücher gebraucht von Hans-Peter Dürr bestellt und eines davon habe ich mir gleich unter den Nagel gerissen.  Das Lebende lebendiger werden lassen. Gefällt mir der Titel. 

Im Wolkenkukusheim

Dieser Tage habe ich den Kopf doch sehr in den Wolken. Was ja fein ist, muss nur aufpassen, dass ich nicht jede Bodenhaftung verliere. Das wäre nicht so gut. Aber es ist schön sich in Geschichten zu tummeln, seien es die eigenen oder die von anderen.

Was die von anderen betrifft, freue ich mich auf Ketil  Bjørnstad “Die Welt die meine war” in der Übersetzung von Gabriele Haefs, Kerstin Reimers und Andreas Brunstermann. Was nun meine eigenen Geschichten betrifft, so ist gerade Eleonora Schabowski sehr aktiv. Allmählich träume ich schon von ihr. folglich wird es Zeit sich wieder mit ihr zu beschäftigen. 

Kochen brauche ich nicht. Viktor backt Brot und wenn das der Fall ist, gibt es gerne mal Pizza. Immer lecker. Habt es schön.