Das Ende naht

Heute hatte ich meinen vorletzten Termin in der Zahnklinik. Montag muss ich noch einmal hin, die Prothese oben soll unterfüttert werden. Das wird ein Tagesprojekt. Davor graut mir auch, aber es ist schön zu wissen, dass ich dann durch bin. Ich habe mir fest vorgenommen, dass ich nach Montag, für vier Wochen keine Termine haben will. Wozu auch? 

Mittlerweile sieht man den Bäumen an, dass es herbstelt. Ach wie mich das freut. Endlich kühl und neblicht und geregnet hat es auch. 

Ein weiterer Vorteil vom Herbst, es gibt Trauben. Da schwelge ich doch sehr. 

Ansonsten geht es so la la. Morgen werden wir uns auf nach Hamburg machen und die Kinder besuchen. Heute habe ich schon eine Postkarte von Melli, meiner jüngeren Enkelin, gekriegt, in der sie verkündet, sich zu freuen, dass wir kommen. Das hat mich so gefreut. Habe ihr gleich zurück geschrieben, obwohl ich wohl mit der Karte gemeinsam bei ihr ankommen werde. 

So langsam

… berappeln sich sowohl Suka als auch ich wieder. Wir nehmen ja auch die selben Aufputschmittel. B12, D3 + K2 und gesunde Ernährung. In den letzten Tagen schien es ja fast, als wenn die Writresscorner sich zur Cookingcorner entwickeln würde, aber das ist nicht so. Zum Schreiben bin ich zwar die letzten Tagen nicht gekommen. Das ist auch in Ordnung. Aus Erfahrung weiß ich ja, dass es nichts bringt, wenn ich krank versuche zu arbeiten. Nachgedacht habe ich allerdings viel über Tore. Aber ich bin hoch erfreut, dass ich die Freude am Kochen wieder entdeckt habe. Dass ich wieder experimentiere und unsere Speisekarte so erweitere.

Doch noch etwas anderes treibt mich zur Zeit um. Viele der traumatischen Erfahrungen aus meiner Vergangenheit kommen gerade hoch und ich bin verlockt sie literarisch zu verarbeiten. Noch ist die Angst, die alten Monster damit richtig wach zu rufen, zu groß, um es anzugehen. Die Angst, dass es für meine nächsten zu viel sein könnte, das aufzufangen. Andererseits ist es vielleicht an der Zeit sich den Monstern zu stellen. Vielleicht kann ich sie literarisch erschlagen und brauchte nicht mehr so sehr auf Zehenspitzen zu gehen, um sie ja nicht zu wecken? Es zeigt sich ja, dass sie am Erwachen sind. Jede zweite Nacht erwache ich schreiend aus Alpträumen und mein dauerndes ausgebremst sein, ist natürlich auch ein Zeichen, dass es an der Zeit ist inne zu halten und zurück zu schauen. Verlockend ist es nicht. Aber mein Motto ist ja immer gewesen:

Beschäftige dich mit dem was anliegt, bevor es sich mit dir beschäftigt

Einfach nur müde

Allmählich machen sich die Anstrengungen dieses Jahres bemerkbar. Ich bin müde, entsetzlich müde, die Achillessehnen in beiden Fersen sind entzündet und ich brüte irgendwas Übles aus. Schnupfen wird mehr, Kopf tut weh und dabei will ich doch am Sonntag nach Hamburg. Ich werde also gleich ins Bett gehen und mich ausruhen. Schaun wir mal ob sich mein Zustand bis morgen bessert, sonst muss ich Hamburg verschieben. Erfahrungsgemäß nimmt mich die Bahnfahrt und der Trubel dort so mit, dass ich anschließend flachliege, mich aber meistens nach 2 – 3 Tage erhole. Wer weiß wie lange ich brauche, um wieder auf die Beine zu kommen, wenn ich halb- bis dreiviertelkrank fahre.

Heute ist es wieder relativ warm und ich war auch tapfer heute morgen mit Suka unterwegs und anschließend einkaufen. Auch wollte ich ein besonders feines Zwiebel-Kartoffelcreme-Süppchen kochen, bin aber zu fertig. Also wird Viktor uns La Flutes zusammenbasteln.

Ich habe es so satt, dass entweder jemand aus der Familie oder ich, flachliegt.

Tüddeltag

Nicht nur Frau Momo ist matschig, auch mich hat es erwischt. Heute morgen bin ich mit Hals- und Kopfschmerzen aufgemacht und die Nase war auch dicht. Was für eine gute Möglichkeit sich einen freien Tag zu gönnen. Aber erst habe ich dafür gesorgt, dass heute Abend leckeres Essen auf den Tisch kommt.

Bereits gestern hatte ich Sojafleisch für ein vegetarisches Boeuf Bourgionne eingeweicht. Heute habe ich alles zusammengebastelt und der Liebste muss nachher nur noch Spätzle dazu kochen. Auch für morgen ist Leckeres geplant. Eine Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Röstzwiebeln und gebratenen Apfelscheiben. Aber dazu morgen mehr.

Auch wenn eine Erkältung nicht schön ist, so freue ich mich doch über den Herbst und dass ich wieder Lust zum Kochen habe. Die war mir im Sommer ein wenig abhanden gekommen. 

Den Großteil des Tages habe ich also im Bettchen mit meinem Strickzeug verbracht. Das Vorderteil von Selenas Pullover sollte ich wohl bald fertig haben. 

Erschüttertes Vertrauen

Die Überschrift sollte sich eigentlich auf die Ereignisse in Chemnitz beziehen, die mich einfach nur fassungslos machen. Dabei sollte es mich doch nicht wundern, dass so etwas in diesem angeblichen Rechtsstaat möglich ist. 

Doch es bezieht sich auch auf eine persönlichere Ebene. Heute kam das Ergebnis von Sukas Urinuntersuchung. Sie sondert zuviel Eiweiß darüber ab und hat irgendwelche Stabbakterien. Also soll sie Medikamente nehmen. Das wurde mit dem Tierarzt am Telefon besprochen. Viktor ist also hin und hat die Antibiotika und ein Mittel zur Verbesserung der Durchblutung der Nieren abgeholt. Also weitere zehn Tage Medikamente und dann? Es gibt keine klare Diagnose, sondern nur wages “es könnte dies oder das sein”. Mal ist es ein Lebertumor, mal könnte da auch was mit der Blase sein. Mal wieder ein Gemurmeltes: “Keine Ahnung, was es nun definitiv ist, aber wir könnten ja noch mal gucken ob. Mittlerweile können wir nicht mehr. Weder seelisch, noch finanziell. 800 € hat uns der Spaß bis dato gekostet. Allein die Medikamente heute 150,00 €. Sollte sie die regelmäßig brauchen, werden wir ihr das nicht bieten können. Doch das ist nur ein Teil. Mir gibt sehr zu denken, dass die Antibiotika, dieselben sind, die sie schon vor kurzem einnehmen musste (10 Stück 61,00 €). Meine Überlegung nun, wenn sie gerade eine Kur mit dem Medikament hinter sich hat, wie kann es denn angehen, dass sie noch immer Bakterien im Urin hat? Es mag ja sein, dass es einfach nur mein Verdruss darüber ist, dass alles was wir bis dato unternommen haben, nichts gebracht hat, sondern eher ist noch ein weiteres Problem dazu gekommen. Denn ich denke mir in meinem laienhaften Verständnis: Wenn ihre Leber angegriffen ist und eventuell nicht richtig entgiftet, dann kann es doch nicht gut sein, dauernd irgendwelche Pharmazeutika in sie zu tun, die ja auch nicht ohne Nebenwirkungen sind. 

Für heute langt es mir. Ich bin nicht mehr aufnahmefähig. Morgen, gleich nach der Zahnklinik, werde ich mich dran machen und mich über homöopathische Möglichkeiten zu informieren. So jedenfalls geht es nicht weiter und ich meine das nicht nur, wegen des Geldes.

Wochenbeginn

Dieser Montag begann für mich um 06:00 mit einer frühen Hunderunde, bevor unsere Maus wieder in die Bude pinkelt. Dann ein wenig arbeiten und schließlich ging es um 09:30 zum Tierarzt. Wieder einmal Ultraschall und Blasenpunktion, für eine Urinuntersuchung. Ergebnis kriegen wir morgen. Das Bild von der Leber ist nicht besser geworden, trotz der Medikamente, allerdings auch nicht schlechter. Niereninsuffizienz ist es wohl nicht unbedingt, allerdings wissen wir erst morgen, ob der Urin nicht aus bloßem Wasser besteht, was ich vermute. Also abwarten. 

Wenigstens sind die Temperaturen vernünftiger geworden und ich bin voller Begeisterung über den Regen draußen rumgelaufen. 

Gestern habe ich einen Blog zu Tore eingerichtet. Ich dachte, es könnte interessant sein, den Schreibprozess eines umfangreichen Werks mit Notizen und Bildern zu begleiten. Wen es interessiert. Hier geht es lang: http://wannaheim.writresscorner.de/

Achillessehne und Sukasorgen die Nächste

Seit gestern ist meine Achillessehne wieder am Zicken und ich ausgebremst. Ich habe es so satt. Aber da weiß ich wenigstens, wie ich damit umgehe, wie es mit Suka weitergehen soll, weiß ich nicht. Seit zwei Tagen pinkelt sie in die Wohnung. Hatte sie ja schon öfter mal in letzter Zeit, aber nun hat sie wohl beschlossen, unsere Wohnung ist ein Klo. Das macht mir große Sorgen, vor allem, weil ihr Urin so merkwürdig riecht. Jedenfalls ist Humpeln und Wischen meine Hauptbeschäftigung. 

Natürlich habe ich gegoogelt was es mit Suka sein könnte. Demenz oder Niereninsuffizienz sagt die große Google. Also morgen wieder zum Tierarzt.

Um mich abzulenken stricke ich an einem Pullover für Selena. Ich habe diesen Nerv so satt.  Vor allem möchte ich, dass es unserem kleinen Sonnenschein wieder gut geht … und natürlich mir auch. Die letzten Tage habe ich es so genossen, wieder schmerzfrei laufen zu können. Nun ist erst einmal wieder Schluss damit. 

Herbstboten

Nachdem wir die letzte Nacht mit Küche wischen verbracht haben, weil Suka neuerdings in die Wohnung pinkelt, hatte ich eine schlechte Nacht. Viele Alpträume und Angst um unsere Maus. Dabei musste ich früh hoch, weil ein Besuch in der Zahnklinik anstand. Außerdem bin ich gleich nach dem Aufstehen mit Suka raus, damit sie nicht wieder in die Wohnung pinkelt. Mittlerweile bin ich dabei sie 5 x am Tag zu füttern, weil sie größere Portionen auskotzt. Auch gehen wir nun noch öfter mit ihr raus. Das entwickelt sich allmählich zu einem Fulltimejob, aber wenn es ihr hilft, mache ich es gerne.

Zahnklinik war schnell erledigt. Anschließend bin ich zum Fette-Weiber-Laden und habe mir neue Unterhemden und Leggins besorgt. Danach nach Hause und erst einmal wieder ins Bett. Nun bin ich dabei meine Rechner auf Linux Mint 19 aufzurüsten. Morgen geht es mit der Geschichte weiter und übermorgen steht die nächste Runde Zahnklinik an. Hoffentlich bin ich bald durch. 

Dieses Jahr habe ich mehr Zeit in Arztpraxen, Zahnarzt, Tierarzt, Frauenarzt und Allgemeiner, verbracht, als die letzten drei Jahre zusammen. Seit 2016 sage ich jedes Mal um diese Zeit: Ich hoffe das Jahr ist bald rum und es kehrt Ruhe ein. Tja, rum ist es denn recht schnell, aber jedes folgende Jahre hat sich dann reichlich bemüht, schlimmer als das vorige zu werden. Diesmal traue ich mich nicht es zu sagen. Hab schon überlegt, ob ich irgendwann 2015 einen Spiegel zerbrochen habe und nun mit 7 Jahren Pech leben muss. 

Herbstlicher Chill

Arbeitssam wie ich bin, bin ich auch am Samstag früh hoch. Man kann nicht sagen, dass Viktor davon begeistert ist, obwohl er sich natürlich freut, dass ich mit dem Schreiben gut voran komme. 

Als ich heute morgen, so um kurz vor 07:00 auf die Terrasse trat, verzeichnete ich mit einer gewissen Befriedigung, dass ein herbstlicher Chill in der Luft lag und auch das Licht sich leicht verändert, auch, wenn es tagsüber noch recht warm ist. Mir gefällt es sehr. Endlich wieder durchatmen und rausgehen, ohne das Gefühl zu haben mit heißen Tüchern gezüchtigt zu werden. 

Doch es gibt weitere Hinweise auf den nahenden Herbst. In zwei Monaten ist Buchmesse in Frankfurt und die ersten Neuerscheinungen sind zu haben. Heute kam schon mal der neue Roman von Levi Henriksen, einen meiner Lieblingsautoren. Ist der Titel nicht schon bezaubernd? Ich jedenfalls bin hingerissen. Die Übersetzung aus dem Norwegischen stammt von Gabriele Haefs und das Buch ist unter anderem hier zu beziehen.  https://www.genialokal.de/Produkt/Levi-Henriksen/Wer-die-Goldkehlchen-stoert_lid_34575492.html?storeID=zapata

Es stehen noch einige weitere sehr interessante Bücher ins Haus, die ich nach und nach vorstellen werde. Natürlich wird es auch eine Besprechung auf dem Rezensionsblog geben. 

Von der Sukafront gibt es leider nicht so Gutes zu berichten. Heute morgen hat sie ihr Frühstück wieder ausgekotzt und kriegt nun noch schonendere Schonkost, wenn die nicht drin bleibt, müssen wir Montag wieder zum Tierarzt. Ich hatte so gehofft, dass sie sich ein wenig erholen kann, aber anscheinend ist nicht einmal vorübergehend alles in Ordnung.

Hundefutterköchin

Heute war das bestellte Huhn im Widerhaken gelandet. In unserer Einkaufskooperative muss man so etwas vorbestellen. Manchmal klappt es nicht, wenn sich kein Huhn schlachten lassen wollte und manchmal kommt das bestellte einen Tag früher. Das hält jung und flexibel, wenn man dann mal schnell umdisponieren muss. Das heutige Huhn ist nicht für uns, sondern für Suka. Also habe ich es in den Topf geschmissen und während es garte das Gemüse geschnitten. Karotten, Kürbis, Sellerie, Basilikum und Vollkornreis kommen in die Brühe. Acht Portionen hat es ungefähr gegeben. Da kommt nun noch vor dem Servieren Mariendistel Tinktur und Schwarzkümmelöl bei. Dann Bon Apetit. Mal sehen, ob sie mit Hausmannskost besser klar kommt. Und ja, auch für unsere Prinzessin haben wir ein Biohuhn gekauft. Warum auch nicht? Sie kriegt auch sonst Biofutter und, das vor Allem, wir kaufen aus Überzeugung Bio. Dieses Huhn hat in richtiger Erde gescharrt, wurde gut ernährt und das Fleisch musste nicht mit Hühnerbrühe aufgespritzt werden, damit es nach was schmeckt. Allerdings kriegt man so ein Tierchen auch nicht für 4,99 €, da ist man selbst mit Co-operativen Preis mit 23,90 € dabei. Sicher werden wir uns nicht jede Woche ein Huhn für die Dame leisten können, aber auch mit Hackfleisch Tomaten und Kartoffeln lässt sich feines kochen. 

Übrigens sind sowohl das Huhn, als auch das Hackfleisch hier aus der Region und aus Hausschlachtungen. 

Ansonsten scheint es der Dame etwas besser zu gehen, allerdings trinkt sie noch immer zuviel. Sechs Liter! Da müssen wir morgen noch einmal mit dem Tierarzt drüber reden.