Ruhe kehrt ein

So kurz vor Weihnachten und während in der Stadt der Wahnsinn tobt, habe ich es gemütlich im Bruchbudenparadies und abseits der Einkaufswelten. Heute hatte ich noch ein gemütliches Treffen mit Hannah Steenbock im Fresco, was wir wohl irgendwann als zweiten Wohnsitz anmelden müssen. Es ist aber auch zu kommod dort. Jedenfalls haben wir gemütlich geratscht und uns gefreut, dass bei uns Beiden die Weihnachtstage schön ruhig werden wird.

Erfreulich ist auch, dass es sowohl Suka, als auch dem Liebsten und auch mir gut geht. Hoffentlich bleibt das erst einmal so. Viel Heckmeck dürfte also nicht mehr sein. Geschenke gibt es nicht, das Einkaufen ist so gut geplant, dass wir Freitag nur noch einmal frisches Obst holen müssen. Hundefutter ist bis zum Jahreswechsel vorgekocht und Viktor und ich sind mehr als bereit es uns gemütlich zu machen.

Was ich besonders spannend finde, sind die Leute, insbesonders die Frauen, die jedes Jahr ein Riesenbohai um das Fest machen, sich aber permanent beschweren, dass sie alles nicht mehr schaffen, dass alles zu viel ist, dass keiner aus der Familie hilft. Ihnen sei zugerufen, weniger ist mehr. Sollte nun als Antwort kommen, ja aber die Oma, Opa, Mann und Kinder erwarten doch das alles ist wieder so wird wie immer, kann ich nur sagen. Tja, dann sollen die sich auch alle an den Arbeiten beteiligen. Wenn sie es nicht tun, ist es wohl nicht so wichtig. Ich habe es gehasst, wenn meine Mutter sich am Heiligabend erschöpft in den Sessel sinken ließ und jammerte, was sie alles für uns getan hat und das ihr nie jemand hilft und sie immer alles alleine wuppen muss, damit wir ein schönes Weihnachten haben. In dem Fall war es auch noch ungerecht, weil meine Schwester und ich ja helfen wollten, mein Vater sowieso, sie aber nichts aus der Hand geben konnte.

In diesem Sinne “Frohes Fest”.

An der Kante

Der Tag fing nett an, wurde dann aber schlechter und schlechter. Genaugenommen hat er sich nicht mal die Mühe gemacht, das Starttempo zu halten. Ein Nerverei nach der Nächsten. Die Schamottplatte vom Ofen ist wieder kaputt und so werde ich gleich nach dem Abendessen wieder ins Bett gehen. Dort ist es wenigstens halbwegs warm. Sicher ich werde eine neue Platte kriegen, die alte kann geflickt werden, aber es bringt wieder Nerv und Unruhe ins Ganze. Dazu noch die Ernährungsumstellung und das genauere Bedenken, was eingekauft wird. Das nervt gerade sehr, obwohl es mir wirklich gut tut. Aber es ist wieder ein Stück Unbekümmertheit perdu. Essen konnte ich eigentlich immer soviel und was ich wollte. Nun das also auch nicht mehr. Toll. Heute Nachmittag hatte ich eine kleine Indoorfotosession geplant, die einiges an Ruhe und Aufbau brauchte. Aber wie es so ist, dazu kam es nicht, denn in einer Tour klingelte es an der Tür und nun stapeln sich hier Pakete für die ganze Nachbarschaft.

Bis morgen!

Veränderungen

Zur Zeit weiß ich wirklich nicht, was in meinem Körper vorgeht. Erst diese Unverträglichkeit von Milchprodukten, jetzt mag ich keinen Kaffee mehr. Da ich zur Zeit auch so ein Intervallfasten mache, Frühstücke ich erst gegen 12:00. Also dachte ich, gute Sache, trinkst du morgens halt Grünen Tee und machst dir denn zum Frühstück einen Kaffee. Schon gestern habe ich weiter Tee getrunken. Heute morgen hatte ich starke Kopfschmerzen, also wahrscheinlich Koffeinentzug, dass kenne ich schon vom Heilfasten her, also gab es heute Nachmittag einen Kaffee, den ich nach der Hälfte weg geschüttet habe. Dafür mag ich auf einmal Tee, was sonst so gar nicht meines war. Man könnte meinen jemand hat meine Innereien, samt Geschmacksnerven ausgetauscht oder ich bin schwanger … was nun wahrlich nicht sein kann.

Alles scheint im Umbruch zu sein, was sehr anstrengend, aber auch interessant ist. Bin gespannt was noch kommt, ich jedenfalls bin gespannt.

Das gesunde Leben

Seit gestern also mal wieder vegan, gesund und lecker. Irgendwie gefällt es mir, warten wir mal ab, wie lange es anhält. Im Moment schwelge ich in Obst, Nüssen, Gemüse und Zitronen-Ingwer-Tee. Zwar muss ich alle fünf Minuten auf Klo, aber was soll es. Mir geht es jedenfalls deutlich besser, was ja schon mal zu begrüßen ist.

Ein Teil meines Frühstück bestand aus hausgebackenem Sonnenblumenkernbrot, Cheesana Jalapeno Aufstrich von Sauchon, Kaki und Kresse. Gleich gibt es Abendessen. Erbsen & Wurzel, mit Süßkartoffelbratlingen und Kartoffeln, danach Obstsalat. 

Ansonsten lasse ich es weiter ruhig angehen. Die Schmerzen der letzten Tage haben mich reichlich geschlaucht und so gönne ich mir Erholung. Erst einmal ist eine Woche vegan geplant. Mal sehen, ob ich danach Lust habe weiter zu machen.

Neue Woche, neues Ungemach

Das war es denn wohl mit Käsekuchen. Wie es aussieht habe ich eine Laktoseintoleranz entwickelt. Schon seit einigen Tagen stelle ich fest, dass ich nach Käse Bauchschmerzen, Blähungen und leicht Durchfall bekomme. Gestern gab es sowohl Käse wie auch Käsekuchen und ich hatte eine sehr unangenehme Nacht. Schmerzen, Schlaflosig- und Übelkeit. Heute morgen leichte Besserung. Nun mache ich den Test. Einige Tage keine Milchprodukte und mal sehen, wie es dann ist, dann mal mit Käse probieren. Ich muss gestehen, ich bin genervt.

Das Wetter lädt auch nicht gerade zum Rausgehen ein. Heute morgen bin ich nur schnell zur Apotheke gehoppelt und habe mich mit Lefax und Kirsch-Aronia-Getränk eingedeckt. Wenn das so weitergeht, kriege ich bald Rabattmarken in der Apotheke und ein Abo der Rentnerbravo. 

Es nervt mich gerade sehr. Für heute mache ich mal Schluss, ich bin müde und will zu Bett. 

Kein Stricken für Karin

Es ist recht ungemütlich draußen. Nach der Hunderunde habe ich nicht mehr das geringste Verlangen noch einmal vor die Tür zu gehen. Aber ich werde nicht übers Wetter klagen, das habe ich mir nach diesem Sommer geschworen. Wozu auch? Es wird sich ja nicht ändern nur, weil ich jammere.  Hier drinnen ist es angenehm warm. Der Ofen (toi toi toi) bullert und gleich gibt es Käsestreuselkuchen.

Eigentlich hatte ich ja vor den freien Samstag mit Stricken zu verbringen, aber da hat mir mein Arm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Von der Schulter bis zum Handgelenk schmerzt er und so ist ausruhen angesagt. Komischerweise kann ich schreiben und das habe ich auch. Ein weiteres Kapitel im Raunachtsbuch. Also einen Entwurf dafür. Muss alles noch überarbeitet werden, aber immerhin.

Aber auch hier hilft kein Klagen. Ich werde es mir einfach gemütlich machen. Nach dem Kuchen verziehe ich mich mit einem Buch ins Bett und tauche in die Welt des Regency ab. Lesetechnisch ist immer noch Georgette Heyer angesagt. Genau das richtige, für einen entspannenden Lesetag. 

Bald ist Urlaub

Also nicht ganz, die Raunächte sind ja nicht nur entspannend. Aber ich freue mich auf Kuschelzeit, ohne zu viel Arbeit. Aus Erfahrung weiß ich zwar, dass es nicht klappen wird, denn meistens lege ich richtig los, wenn ich frei habe. Sicherheitshalber habe ich schon mal mein Strickzeug hervorgekramt und die Wolle gesichtet. Soviel Sockenwolle, die nicht mehr für ein ganzes Paar recht. Also versuchen wir es mit mit gemischten Arrangements. Hier habe ich auch gleich nicht einen anderen Rand ausprobiert, mal mit Lochmuster

Während ich gestern viel draußen war, sogar noch spät am Abend, bin ich heute nicht bereit vor die Tür zu gehen. Gibt auch hier genug zu tun, besonders, da der Liebste heute Abend zu einer Session will und ich somit das Kochen übernommen habe. 

Da es im Widerhaken wundervolle Abate Birnen gab, wird es Birnenquiche geben, einen alten Liebling der Braunschen Küche. 

Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Die letzten Tage habe ich einiges geschafft und werde nun ein wenig halblang machen. 

Die Würze des Lebens

Die letzten Tage bin ich erschreckend guter Dinge. Warum? Keine Ahnung. Ich stelle einfach fest, dass ich mich weniger ärgere, mich kaum noch fertig mache, weil ich nicht alles schaffe, wie geplant und dass ich besser schlafe. Ich habe viel Freude an den kleinen Dingen. Die sind irgendwie die Würze des Lebens.  Morgens ist wieder regelmäßig Yogatime, was mir sehr gut tut – nicht nur körperlich – dann einkaufen, kochen und an die Arbeit. Gerade versuche ich mir regelmäßige Arbeitsstunden einzurichten, was recht gut klappt. Das muss sein, weil ich ja demnächst wieder mit den Beratungen anfange und dann von 14:00 – 19:00 erreichbar sein muss. Sicher ich kann das Handy mitnehmen, finde es aber nicht so prickelnd, solche Gespräche irgendwo auf der Kreuzung zu führen. Geht dann zwar nur um Informationen und Terminabsprachen. Trotzdem, muss so nicht. Nach langem Nachdenken habe ich mich auch entschieden keine Beratungen via Telefon oder Skype anzubieten, sondern nur persönliche Termine. Das bedeutet zwar sicher weniger Kundschaft, aber es fühlt sich für mich richtig an, was die Hauptsache ist.

Natürlich schreibe ich auch. Abgesehen von meinen täglichen Blogbeiträgen hier und auf der Narrensprünge, bin ich dabei sachliches zum Thema Raunächte, Tarot und Witchcraft zu verfassen. Daran habe ich gerade große Freude. In 40 Jahren hat sich ja doch das eine oder andere angefunden, das man mal zu Papier, respektive Festplatte, bringen sollte. 

Fokussieren

Kaum bin ich über 60 und schon habe ich die senile Bettflucht. Um 06:00 hat es mich der Wunsch nach Bewegung aus dem Bett getrieben. Also habe ich die Yogamatte ausgerollt und eine Stunde geübt. Jetzt geht es mir gut. In der anschließenden Meditation dachte ich auf einmal: “Du musst den Fokus finden und nicht wieder verlieren”, verbunden mit dem Bild einer Bogenschützin. Das ist also meine Tagesaufgabe. Ich hoffe gemeint ist nicht, dass ich eine mehr als miese Zeitschrift kaufen und behalten soll, sondern die Ausrichtung auf ein Ziel.

Gestern war ein schöner Tag. Nicht aufregend, sondern einfach gemütlich. Nachmittags war ein lieber Freund zu Besuch, der Kuchen und ein Buch dabei hatte. Es gab so viele Glückwünsche. Danke euch allen. Dieser hier kam gestern Abend spät.

Wir gratulieren dir zum Geburtstag und wünschen dir sibirische Gesundheit, kaukasische  Langlebigkeit, englische Humor, skandinavische Gelassenheit, russische Leidenschaft und noch alles, was du dir selbst wünschst!

Spasiba Valya & Sascha

61

61! Meine Güte, wer hätte das gedacht? Komisch das mein Inneres Ich, so gar nicht mit dem Äußeren übereinstimmt. Viktor sagt, es ist ja nur eine Zahl. Gabriele schickt mir eine Anullierung meines Geburtstags. Demnach bleibe ich also 60. Wie auch immer, ich habe Geburtstag und Kuchen. Also ist doch alles gut.

Zur Feier des Tages habe ich den Altar neu gemach. Kiefernzweige und Gedöns arrangiert und mich gefreut. Es ist immer so ein herrlich meditativer Vorgang, die Steine und Muscheln zu waschen, sie neu auszulegen und mich darüber zu freuen, dass ich es der Anderswelt im Bruchbudenparadies schön mache. 

Geburtstage sind immer die Tage, an denen ich mich frage: Was fange ich nun an, mit dem angebrochenen Leben? Diesmal habe ich einen Plan und bin schon dabei ihn umzusetzen. Allerdings war es noch nie ein Problem für mich Ideen und Pläne zu haben. Vielleicht versuche ich es diesmal mit Umsetzen und Durchhalten.