Vegan, die Nächste

… jedenfalls für die nächste Woche erst einmal. Ich habe das starke Bedürfnis mal ein wenig kürzer zu treten in Sachen Ernährung. Mich nervt es ja schon lange, dass ich da nicht so richtig die Kurve kriege. Doch meine Leiden der letzten Tage haben mir gezeigt, dass es nötig ist, dort etwas zu verändern und wenn ich schon auf Milchprodukte verzichten muss, ist es auch nicht weiter schlimm gleich auf den Rest tierischen Kram zu verzichten. Wie gesagt, erst einmal für eine Woche, dann sehen wir weiter. 

Heute kam feine Post, die neue Liederjan CD. Wundervolle Musik, feine Texte. Gefällt mir. Das Buch in der Seitenleiste war auch dabei und dazu noch das neue von Kersten Flenter.

Auf “Wie wir uns besiegten” freue ich mich schon sehr. Der Herr Flenter hat sehr viel Sinn für skurilles und einen sehr hintergründigen Humor. Seine Geschichten haben mir schon oft den Tag gerettet. Hier einmal ein kleiner Ausschnitt.

Aufgeben oder Hoffen?

Wenn Menschen wie Maaßen die Verfassung schützen sollen, dann ist sie nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben ist. Wenn Menschen wie Seehofer Innenminister sind,  dann ist die innere Sicherheit im hohen Maße gefährdet. Seehofer ist ein Brandstifter, der sich nun seinen Erfüllungsgehilfen und Überzeugungstäter Maaßen ins Innenministerium geholt hat, um mit ihm gemeinsam die Rechten und nicht das Recht zu schützen. Dies mit tatkräftiger Unterstützung der Bundesregierung. Gut, so etwas wie Integrität und entschiedenes Handeln erwarte ich von diesen Pöstchenklebern nicht mehr. Das unsere “Volksvertreter” nicht die Interessen ihrer Wähler und Wählerinnen, sondern die des Kapitals vertreten, ist schon lange klar. Doch die Entscheidung Maaßen nicht endgültig im politischen Orkus verschwinden zu lassen, sondern ihn noch zu befördern, zeigt ein neues Maß, an moralischem Verfall. Die Masken fallen, und zwar in einem Tempo, dass es einem nur grausen kann. Immer offensichtlicher wird – was ich seit Jahren sagen und dafür Verschwörungstheoretikerin genannt werde – der Rechtsruck ist gewollt.

Als die Nachricht von Maaßens Beförderung kam, schwand mein letztes Fünkchen Hoffnung, dass noch irgendwas gut werden kann. Dass es noch möglich ist, aufzuhalten, was sich seit Jahren abzeichnet, nämlich das Erstarken der Nazis. Gestern war ich so weit, dass ich aufgeben wollte … aber das ist keine Lösung. Vielleicht gibt es auch keine Lösung. Mag sein! Doch ich will die Hoffnung nicht aufgeben, will mein Scherflein für eine bessere Welt beitragen, in meinem kleinen privaten Bereich und durch die Unterstützung derer, die dies im größeren Rahmen tun. Wie zum Beispiel die Band Strom & Wasser. Heinz Ratz und seine Leute, haben schon lange erkannt, dass es sich nicht lohnt auf die da “Oben” zu warten, sondern dass tätig werden die Devise ist.

Eine Million gegen Rechts heißt das neuste Projekt von Strom & Wasser. Um was es genau geht, könnt ihr auf dem Flyer nachlesen und auf der Seite des Büro für Offensivkultur. Grob gesagt geht es darum, dass zu befürchten steht, dass in mehr und mehr Gemeinden die Braunen die Mehrheit bekommen und die Mittel für Selbstverwaltete Jugendzentren und Sozio-kulturelle Einrichtungen streichen. Um diese weiter am Leben zu halten und finanziell zu unterstützen, sind 100 Konzerte geplant um 1 Million hierfür zu sammeln.  

Mit Musik

… soll ja alles besser gehen. Ich muss gestehen, mir war die Freude am Musikhören ein wenig abhanden gekommen. Shocking, is’nt it? Bin ich doch mit einem Musiker verheiratet. Ich bin eben die, die für Worte in unserer Familie verantwortlich ist.  Doch wie es so ist, manchmal kommt einem etwas unter und dann erwacht die Freude wieder. In meinem Fall waren es drei CDs, die mir zugeschickt wurden. Zwei davon von Brian McNeill, einen der Autoren, die bei uns veröffentlicht haben. Brian ist nicht nur Autor, sondern im Hauptberuf Musiker und zwar einer der besten in Sachen Scottish Folk.

 

Seine CD “No Gods” ist von 1997, aber fresh as a daisy. Feine Arrangements und eine gelungene Mischung aus instrumentalen Stücken und Gesang. Die Texte der Lieder stammen aus Brians Feder und sind eigentlich in Musik gefasste kleine Geschichten mit viel Substanz.

Sleight of Ellbows – Feast of Fiddles, ist eine Gemeinschaftsprosuktion diverser schottischer Folkmusiker. Sehr interessante Arrangements, die dem Folkton Ballroom Grandezza hinzufügen.

Des weiteren bin ich sehr von OKRA – Playground angetan. Eine finnische Band, die da etwas sehr spezielles produziert hat. Musikalisch von Folk bis House alles dabei, aber so organisch zusammengebracht, dass es eine Pracht ist. Dazu noch die Melodie der finnischen Sprache. OKRA ist sicher eine der Bands, die ich im Auge behalten werde.

Schönes Wochenende wünsche ich.