Der Rote Faden


Immer wenn ich eine Geschichte schreibe, egal ob kurz oder lang, habe ich Angst den roten Faden zu verlieren. Diese Angst ist besonders stark, wenn ich die tägliche Routine unterbrechen muss, etwa wegen Terminen oder irgendwelchen anderen Geschichten. Dann denke ich sofort: ‘Nun bin ich raus, da komme ich nie wieder rein’. Manchmal ist das auch so, doch die Erfahrung zeigt auch, dass der Faden sich nur irgendwo verheddert hat und herummäandert, bis er sich wieder anknüpft und es geht weiter. So ist es zur Zeit mit Tore. Nach dem 5. Versuch die Geschichte zu schreiben, habe ich die Waffen gestreckt. Dachte, nee, dem Stoff kannst du nicht gerecht werden, also lass es sein. Doch auf einmal ist es wieder da. Ganz anders als gedacht. Also schreibe ich zur Zeit an zwei Sachen gleichzeitig.

Noch immer sehe ich nicht das ganze Bild, aber das verdrießt mich nun nicht mehr. Was mir allerdings schwer fällt ist die Sache mit der Struktur. Die Geschichte spielt auf mehreren Ebenen, hat sehr viel Personal und es ist recht mühsam den Überblick zu behalten. Da hilft nur eine Grundordnung zu schaffen, was mühsam ist und weit entfernt vom freien Drauflosschreiben, spart aber Arbeit beim Überarbeiten. Das ersten Mal nutze ich Papyrus Autor wirklich voll.

Kein Stricken für Karin

Es ist recht ungemütlich draußen. Nach der Hunderunde habe ich nicht mehr das geringste Verlangen noch einmal vor die Tür zu gehen. Aber ich werde nicht übers Wetter klagen, das habe ich mir nach diesem Sommer geschworen. Wozu auch? Es wird sich ja nicht ändern nur, weil ich jammere.  Hier drinnen ist es angenehm warm. Der Ofen (toi toi toi) bullert und gleich gibt es Käsestreuselkuchen.

Eigentlich hatte ich ja vor den freien Samstag mit Stricken zu verbringen, aber da hat mir mein Arm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Von der Schulter bis zum Handgelenk schmerzt er und so ist ausruhen angesagt. Komischerweise kann ich schreiben und das habe ich auch. Ein weiteres Kapitel im Raunachtsbuch. Also einen Entwurf dafür. Muss alles noch überarbeitet werden, aber immerhin.

Aber auch hier hilft kein Klagen. Ich werde es mir einfach gemütlich machen. Nach dem Kuchen verziehe ich mich mit einem Buch ins Bett und tauche in die Welt des Regency ab. Lesetechnisch ist immer noch Georgette Heyer angesagt. Genau das richtige, für einen entspannenden Lesetag. 

Das war’s erst einmal

NaNoWriMo muss ich vorzeitig beenden. Mein Arm erlaubt keine längeren Schreibsessions. Auch wenn er am Morgen noch nicht zu sehr schmerzt, so ist doch spätestens gegen Mittag, besonders wenn ich für zehn Tage Hundefutter gekocht habe, Schluss und es wird Zeit kürzer zu treten. Schade, aber es lässt sich nicht ändern. Immerhin habe 34929 Wörter geschafft, in welcher Qualität, nun ja, darüber lässt sich streiten. Ich bin am Überarbeiten was ich bis jetzt habe, das geht auch mit kaputtem Arm. 

Ansonsten hatte ich Kochtag. Nicht nur das Hundefutter, auch einen Hefeteig für den Apfelauflauf, den es auf Wunsch eines einzelnen Herrn zum Abendessen geben soll und eine Vanillesauce zu besagtem Auflauf. Damit habe ich mein Tagwerk erfüllt und kann mich zur Ruhe setzen. Feine Sache eigentlich. 

Gedankenwirrwarr

Heute habe ich wieder ein wenig mehr geschrieben und denke, dass ich das lieber hätte lassen sollen. Meine Schulter und mein Arm schmerzen nun ganz gewaltig. Jetzt noch hier den Blogeintrag und dann ist erst einmal Feierabend und der nächste Quarkumschlag fällig. Da ich neben dem NaNoWriMo auch noch einiges andere zu tun habe, bin ich sehr versucht es frühzeitig zu beenden und erst einmal meine Wehwehchen zu kurieren. Zumal ich für den anderen Kram nicht so viel tippen muss. Mal sehen, wie die Nacht wird. Wenn ich wieder mit Schmerzen aufwache und die halbe Nacht wachliege, dann muss ich erst einmal das Schreiben einschränken. Es würde mich sehr ärgern, wenn ich aufstecken muss, aber so geht es halt auch nicht.  Schon für diesen Absatz habe ich eine Viertelstunde gebraucht. 

Es ist arg kalt geworden. Heute Mittag sah der Himmel noch so aus, jetzt ist alles grau und es riecht nach Schnee. Viktor und Suka sind schon ganz aufgeregt, na ja, und ich auch ein wenig. Wäre mal wieder schön. 

Mir geht im Moment so vieles durch den Kopf. Unter anderen zieht es mich mit einiger Macht zum Tarot und zur Wiederaufnahme der Beratungen. Also, selbst wenn ich NaNoWriMo lassen muss, Langeweile kommt nicht auf. Aber das war ja noch nie ein vorherrschendes Problem. 

So, nun werde ich mich hegen und pflegen. 

Ruhiges Wochenende

Eigentlich war ein schönes ruhiges Wochenende geplant, leider hat Viktor vergessen, dass er heute Abend zu einer Vernissage in die K34 muss, denn er hat einige Bilder in einer Gemeinschaftsausstellung. Ich allerdings werde nicht mitgehen, da ich doch recht geschafft bin von der Woche. Auch habe ich gleich noch einen Beratungstermin, dann noch Abendessen und ein gutes Buch, das soll mir genügen. Ehrlich gesagt mag ich Vernissagen nicht. Meistens kann man kaum die Bilder sehen und muss erst die Leute zur Seite räumen. Ich gucke mir die Ausstellung nächsten Donnerstag an. Da habe ich mehr von. Sicher würde ich heute so einige Leutchen treffen, die ich mag, aber mir ist nicht so sehr nach Unterhaltung. 

Suka und ich werden es uns zu Hause gemütlich machen. Das können wir gut. Sie hat schon mal damit angefangen. 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Besuch und Zukunftsperspektiven

Ach war das schön Tatee zu sehen. Seit ihrem letzten Besuch ist schon wieder ein halbes Jahr verstrichen und auch wenn wir regelmäßig mailen, ist es halt doch etwas anderes, einmal wieder richtig zu ratschen. Besonders zur Zeit. Tatee hatte ein noch schlimmeres Jahr als ich. Erst starb ihr Vater, kaum einen Monat später ihr Mann und einen weiteren Monat darauf ihr Schwiegervater. Sie musste ihr Leben von Grund auf neu sortieren. Das hat sie wunderbar hinbekommen und ich denke es ist auf einem guten Weg.

Ihr Besuch hatte aber noch einen schönen Aspekt, sie hat mir die Karten gelegt. T. ist eine sehr gute Kartendeuterin, wie sollte es auch anders sein. Sie hat es schließlich bei mir gelernt. Ich habe dann auch noch ein kurzes Reading für sie gemacht, dann wurde sie von ihrem Bruder abgeholt und nun wird sie in den nächsten 14 Tagen ihre Schwester besuchen, zwei Wildniskurse mitmachen und hoffentlich noch einmal hier reinschauen. Ansonsten eben nächstes Jahr. 

Nachdem sie sich auf den Weg gemacht hat, hatte ich es ein wenig schwer mich auf das Schreiben zu konzentrieren, habe aber doch noch mein Tagespensum geschafft. Es geht also gut voran. Nun aber Abendessen und dann um 21:00 Tea with a Druid.

Das ist die letzte Sendung.

Mäandernde Geschichten

Heute war Putztag, weil morgen Besuch kommt. Freundin Tatee aus Südafrika gibt sich die Ehre. Nun ist Putzen keine Ausrede, sich vor dem Schreiben zu drücken. Will ich ja auch gar nicht. Ich bin so gespannt, wie es weiter- und letztlich ausgeht. Nun könnte man sich natürlich fragen:

Wieso gespannt? Du musst es doch wissen, schließlich hast du es dir ausgedacht? Ähh, ja und nein. Das liebe ich so am ersten Entwurf. Da fängt man an, hat eine grobe Idee, die Geschichte mäandert so vor sich hin, man fängt an sich vorzustellen, was als nächstes geschehen könnte und, bumms, kommt alles ganz anders. Ist halt wie im richtigen Leben. 

Es macht aber auch Spaß und ich versinke zur Zeit total im Schreiben. Meine Erkältung halte ich weiter mit dem rosa Zaubertrank in Schach. Kirsch/Aronia heiße Tasse, schmeckt wundervoll künstlich, aber ich mag es. So, nun gibt es gleich etwas zu essen und dann muss ich weiter den neuen Robert Galbraith (aka J. K. Rowling) hören. Lethal White, heißt der vierte Cormoran Strike und ist wieder ein Knaller. Auf Deutsch kommt er erst im Dezember, aber ich war so gespannt, dass ich mir das englische Hörbuch besorgt habe.  War doch richtig, dass ich mir ein Audible Guthaben aufgehoben hatte.

Über die Hälfte

26439 Worte habe ich nun geschrieben, also ein gutes Stück über die Hälfte. Es läuft immer noch gut und macht Spaß, obwohl es gerade recht bedrückend wird. Also nicht autobiografisch gesehen, der Text hat sich ja zu einer Fiktion geändert. Es ist lange her, dass ich so fokussiert gearbeitet und dabei auch noch alles andere auf die Reihe gekriegt habe. Ein schönes Gefühl. 

Das Suka im Moment recht guter Dinge ist, ich mir also nicht allzu große Sorgen machen muss, ist natürlich hilfreich. Zur Zeit ist sie sehr anhänglich und schläft wieder bei uns im Bett. Morgens kommt sie schwer hoch, aber sowie sie gefrühstückt hat, ist sie fast die Alte, nur ein wenig ruhiger.

Jetzt werde ich mal eine Bolognese kochen gehen. Freitag kriegen wir Besuch aus Südafrika und da will ich schon mal vorkochen. Auch darum bin ich froh, dass ich mit dem Schreiben gut in der Zeit liege. 

Das Glas ist halbvoll

Heute Morgen bin ich gegen 04:00 aufgewacht, mir war schlecht, ich dachte mir platzt der Schädel und das Licht der Nachttischlampe tat mir in den Augen weh. Also Stirn und Nacken mit Euminz eingerieben und mühsam versucht wieder einzuschlafen. Das klappte dann auch. Gegen 09:00 war ich das nächste Mal wach, die Übelkeit war verschwunden, aber die Kopfschmerzen waren schlimmer als vorher. Also IBUPROFEN. Die halfen nicht! Also ist davon auszugehen, dass ich den ersten Migräneanfall seit langen habe. Sehr typisch auch, dass sich die Kopfschmerzen gegen Mittag besserten. Interessant war, dass ich als erstes nach dem Erwachen dachte: Hoffentlich wird es nicht so schlimm, dass ich nicht schreiben kann!

Überhaupt bin ich überraschend optimistisch dieser Tage. Wir sind so pleite wie lange nicht mehr (keine Angst, wir werden nicht verhungern, aber außer der Reihe ist nichts drin), gesundheitlich bin ich leicht angeschlagen, bei meinem Ofen ist eine Schamottplatte kaputt und ich komme mit der Witchstuff-Seite nicht richtig weiter und trotzdem ist das Glas nicht halbleer, sondern halbvoll. 

Gleich werde ich mich in die Küche verfügen und eine leckere weiße Sauce machen. Es soll heute eines unserer Lieblingsessen geben: Erbsen und Wurzeln in weißer Sauce, Kartoffeln und Grünkernbratlinge. 

Den Durchblick behalten

Heute ist der zwölfte NaNoWriMo-Tag und ich habe nun über 20000 Worte geschrieben. Die Geschichte entfaltet sich, die Personen werden mehr und es wird schwieriger alle Fäden in der Hand zu behalten. Das Überarbeiten wird in diesem Fall sehr anstrengend. Darum lese ich jetzt schon mal, was ich bis dato habe und mache Anmerkungen, wo ich denke, dass etwas fehlt und wo vielleicht etwas weg kann. Sicher könnte ich das auch Ende des Monats machen, es sind ja so schon zwei bis drei Stunden Schreibzeit täglich, das Problem ist nur, dass ich dann erst einmal Abstand von dem Text brauche. So wie ich es beendet habe, werde ich es Viktor zu lesen geben, der wird seinerseits seine Anmerkungen machen und nach ungefähr sechs Wochen, beginne ich es zu überarbeiten. 

Während dieser sechs Wochen wird keine Langweile aufkommen. Ab Dezember werde ich mich einem anderen Projekt zuwenden, dass schon im Hintergrund rumort. Dazu aber später mehr. 

Die Erkältung meldet sich gerade wieder, bremst mich aber komischerweise nicht besonders aus. Gerade habe ich mir eine Kanne heiße Zitrone mit Ingwer gemacht und dem ganzen Magnesium zu gefügt, bevor die Muskelschmerzen stärker werden. Ansonsten steht außer Schreiben nicht viel auf dem Programm. Kochen muss ich nur Hundefutter, für uns ist noch Grünkohl von gestern da. So, nun aber frisch ans Werk.