Wurschteltag

Heute war so ein Tag, an dem nichts richtig klappte. Es gab Internetprobleme, die sich aber beheben ließen. Komischerweise regte mich das alles gar nicht so besonders auf. Ich war eher amüsiert. Ansonsten ist die Freude über das hübsch gemachte Arbeitszimmer immer noch groß. Heute habe ich mir meine Fenster von Außen angesehen. Wunderbar blickdicht. Jahrelang dachte ich immer nur meine distanzlose Mutter neigt dazu anderen Leuten in die Fenster zu gucken, nur weil sie Souterrain wohnen oder keine Gardinen haben. (Glaubt mir, der Hollandurlaub mit der Frau, ist mir noch immer sehr präsent). Da wurde ich schnell eines besseren belehrt, seit ich im Bruchbudenparadies residiere. Mein erster Versuch Gaffer abzuhalten bestand im Bemalen der Fensterscheiben. Da konnte man immer noch durchgucken, allerdings musste man sich schon ein wenig anstrengen und fast die Nase an die Scheibe drücken. Gab immer noch welche, die die Mühe auf sich nahmen. Nun jedenfalls ist alles dicht und der einzige Nachteil ist, dass ich nicht rausgucken kann. Allerdings ist der Ausblick auf den Bürgersteig und auf parkende Autos auch nicht besonders inspirierend.

Heute morgen gab es wieder Frühstück auf dem Balkon. Mein Lieblingsbrot. Käse (Tilster oder Rotschimmelkäse) mit Orangenscheiben, Kresse und Steakpfeffer. Ein Knaller.

 

Renovierung fertig und ich auch

Das wäre geschafft. Gestern Abend habe ich mit dem Räumen angefangen und schon mal einen Fensterrahmen (also das Mauerwerk) silbern gestrichen. Heute morgen konnte ich um 05:00 nicht mehr schlafen und habe zu streichen angefangen. Besser gesagt zu wischen, dann ich habe mit einem Schwamm die Farbe aufgetragen. Gut, dass man immer vergisst, wie anstrengend solche Arbeiten sind, sonst würde man sie nie in Angriff nehmen. Aber es wurde eindeutig Zeit. Ich wohne nun seit 14 Jahren hier und habe vor vier Jahren, die ersten beiden Wände des Zimmers gestrichen, wollte auch immer gleich weiter machen … Nun ja, wie das Leben so spielt. Irgendwas ist ja immer und ganz sicher immer was, das lustiger ist, als die Wohnung auseinander nehmen und wieder neu zusammen zu setzen. Aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Nun erstrahlt das Bruchbudenparadies im neuen Glanze. Vor allem freue ich mich über die Rollos, die mir nun doch deutlich mehr Privatsphäre verschaffen. Es ist wirklich nicht zu glauben, manchmal drücken sich doch tatsächlich Leute an meinem Fenster die Nase platt und gucken was ich so mache.

Jetzt gewittert und regnet es. Gerade als ich gegen 14:00 aus der Dusche kam, ging es mit dem ersten Gewitter los und mit den ersten Regentropfen kamen Mann und Hund von ihrem Spaziergang nach Hause.

Heute Abend werden wir irgendwo eine Kleinigkeit essen gehen. Kochen ist nicht mehr drin, dafür bin ich zu erledigt. Gestern Abend habe ich allerdings hochnobel gegessen. Tagliatelle mit grünem Spargel und Lachs in Bassilikumsahnesauce. Rezept gibt es gleich auf dem Cooking Blog.

 

Die Ruhe vor dem Sturm

Hier ist es verdächtig ruhig. Allerdings nur äußerlich, innerlich sind wir bereits am Planen, wie wir die Vorarbeiten fürs Streichen erledigen. Auch ist es eine gute Möglichkeit wieder einmal Sachen aus zu sortieren. Ich bin froh vermelden zu können, dass sich so langsam das Chaos lüftet. Gleich geht es erst einmal einkaufen, dann wird Kartoffelsalat vorbereitet für morgen und heute Abend gibt es Lachs mit Nudeln.

Wir haben auf Sommerküche umgestellt. Gestern einfach gemischter Salat mit Apfel und Birne, dazu Kasseler Aufschnitt und Röstbrot.

Ich habe selten so einen angenehmen Tag gehabt, wie den gestrigen. Viktor und ich haben den Nachmittag auf dem Balkon verbracht und es uns wohlsein lassen. Ich habe geschrieben, er gelesen. Viel schöner als dauernd im Netz hängen.

64 von Hideo Yokoyama habe ich ausgelesen. Wundervolles Buch. Rezi findet ihr hier:

64 von Hideo Yokoyama

Auch wenn das Alles sehr gemütlich klingt, und es auch ist, so bin ich mir durchaus bewusst, dass mir noch einiges ins Haus steht. Die Mammographie, besser gesagt, was dabei herauskommen könnte und dann die Zahnklinik … Aber es ist ja noch ein wenig hin und erst einmal genieße ich den Augenblick.

La Braun und der Rollokauf

Diese Woche soll nun endlich mein Arbeitszimmer renoviert werden. Also eine Gelegenheit in den Baumarkt zu gehen. An dieser Stelle muss ich ein Geständnis machen. Ich liebe Baumärkte und besonders das Bauhaus. Das ist auch in Laufnähe von meiner Wohnung und so sind wir heute dort hin gewandert. Schließlich brauchten wir nicht nur Moltofill, sondern auch noch zwei Rollos. Ich wohne Souterrain und die bisherigen Maßnahmen neugierige Blicke auszusperren, waren leider nicht so erfolgreich. Also habe ich mir zwei blickdichte, aber lichtdurchlässige Rollos gekauft. Auf dem Rückweg sind wir denn noch in Futterhaus und haben eine neue Leine für unsere Prinzessin besorgt. Wunderschön, knallrot. Das undankbare Biest hat sich allerdings eher für die Kauknochen interessiert.

Soweit war es also ein recht erfolgreicher Tag, allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen. Meinem Fuß hat das Laufen nicht gut getan und ich werde ihn gleich mal wieder hochlegen.

Das Abendessen wird heute italienisch. Es wird Spaghetti mit Tomatensauce geben und dazu Tomaten mit Mozzarella und Basilikum.

Sonntagsfreuden

Nachdem wir gestern Abend ein opulentes Mahl im Rigoletto genossen haben, ich schwelge immer noch, haben wir es heute ruhig angehen lassen. Yoga, Frühstück und ein schöner Spaziergang mit Suka durch die Moorteichwiese. Das war fein. Das Yoga macht sich bemerkbar, jedenfalls komme ich sehr viel besser die Steigungen hoch. Muss gar nicht mehr mittendrin pausieren und nach Erfrischungen schreien.

Überhaupt fühle ich mich relativ fit dieser Tage und finde, ich sehe auch gar nicht mehr sooo fett aussehe, obwohl die Waage, diese verlogene Schlampe, etwas anderes behauptet. Heute morgen wollte sie mir irgendwas zwischen 25,4 kg und 141,3 kg verkaufen. Überhaupt sind diese Digitalwaagen total doof und man kann ihnen nicht trauen. Künftig werde ich 3 x draufsteigen, die ermittelten Zahlen addieren  und davon die Quersumme als aktuelles Ergebnis anerkennen.  Das dürfte dann ungefähr hinkommen. Eigentlich ist es aber auch vollkommen egal.

Ich werde es mir nun gemütlich machen und einen Einkaufszettel schreiben. Wir wollen die Tage vegetarische Maultaschenfüllung auf Vorrat produzieren. Heute kocht Viktor. Da Brotbacktag ist, gibt es Pizza.