Dankbarkeit

In einigen Tagen ist Mabon. Das 2. Erntefest. Den Altar habe ich heute schon mal frisch gemacht und dafür Kastanien gesammelt. Immer wenn ich meinen Altar neu gestalte, überkommt mich eine tiefe Ruhe und eine stille Freude. Jedes Teil hier hat seine Bedeutung. Teils stehen die Dinge für Menschen, die mir wichtig sein, teils habe ich etwas gefunden oder wie die Runen im Vordergrund, selbst bemalt. Alles hat irgendwie mit allem zu tun und ist ein Mikrokosmos meiner Verbindungen zu den Menschen und meinem spirituellen Weg, wie ich es im Außen lebe. 

Besonders dankbar bin ich natürlich für mein Leben mit Viktor. Für soviel gemeinsames Lachen und Lieben. Das Bild ist übrigens nicht nach dem Sex sondern nach dem Yoga entstanden. Viktor meinte vorhin, wir sehen darauf aus, als hätten wir gerade gevögelt. Yoga der Sex des Alters. Auch dafür bin ich dankbar. 

Dankbar bin ich auch für die vielen lieben und interessanten Menschen, die ich über das bloggen, und ja auch über Facebook, kennengelernt habe. Gerade diese Menschen machen es mir so schwer mich endgültig von Facebook zu verabschieden. Aber das ist in Ordnung. Die Internetzeit werde ich trotzdem einschränken. Ich will noch viel mehr stricken, häkeln, selbermachen. Auch die Aktion plastikfrei leben geht weiter. Demnächst werden WC- und Badreiniger selber machen. 

Auch wenn es ein anstrengendes Jahr ist und mich doch sehr an meine Grenzen gebracht hat, so habe ich doch allen Grund dankbar zu sein, schon alleine dafür, dass ich es nicht alleine durchstehen musste. 

Die Zeit der Schnitterin

Heute ist hexisch-heidnisch gesehen das erste Erntefest und somit Herbstbeginn. Glaubt man nicht, wenn man draußen so wegschmilzt. Aber die Außentemperaturen haben nichts damit zu tun. Die Zeit der Schnitterin beginnt und so haben wir gestern das Bild aufgehängt, welches ich vor vielen Jahren für die dunkle Zeit des Jahres gestaltet habe. Ich mag diese Schwellenzeiten, in denen die Veränderungen leicht spürbar werden, aber noch nicht da sind. Überhaupt bin ich ja eher eine Winterfrau und liebe die dunkle Zeit sehr. Obwohl ich, für mich eher ungewöhnlich, den Sommer sehr genossen habe. Überhaupt ist meine momentane Verfassung sehr stabil. Ich will nicht darüber nachdenken, wie lange das wohl hält, sondern mich einfach daran freuen.

Noch ist ja Zeit, aber so langsam mache ich mir Gedanken mit welchen Themen ich in die dunkle Jahreszeit gehe. Während man sich noch über an der Ernte des Vorjahres freut und sie feiert, ist wichtig, sich schon mal Gedanken über die Saat des nächsten Jahres zu machen. Ein Thema wird ganz sicher sein, wie ich meine momentane Stabilität erhalten kann. Ein weiteres wird das Außen sein und in wie weit ich es brauche. Vor allem was ich da nicht brauche.

Aber erst einmal habe ich für heute Abend Rote Grütze gekocht und Vanillesauce. Ein angemessenes Festessen für ein Erntefest.

Ein-igeln und regenerieren

Mir ist heute nach Ruhe und die werde ich mir gönnen. Gleich mache ich den Rechner aus und gehe ins Bett. Es war eine sehr unruhige Nacht, obwohl ich eine Menge geschafft habe. Ich finde die Seite ist recht schön geworden und wir sicher noch weiter wachsen. Es fühlt sich gut an, wieder eine Writresscorner zu haben. Die hat mir doch gefehlt. Interessanterweise war die URL sogar frei, nachdem ich sie vor Jahren einmal aufgegeben habe.

Übrigens habe ich mich von Flickr verabschiedet und zu Ende des Jahres, wenn der Verlag zu gemacht wird (wir haben uns nun endgültig entschieden, ihn zu schließen) werde ich mich wohl auch bei Facebook verabschieden und nur noch bloggen. Bei Flickr bin ich raus, weil ich nicht mehr durchblicke, erst sind sie mit Yahoo zusammen, nun ein weiterer Zusammenschluss mit Smugmug. Mir wird das zu doof. Also mache ich langsam aber sicher mein eigenes Ding. Kurz habe ich überlegt, einen normalen WordPressblog aufzumachen, so einen kostenfreien, aber ich wollte weiter werbefrei bloggen. Also hoste ich mein Teil selber.

Übrigens: Die Karte auf dem Foto stammt aus dem Göttinnenzyklus von Cambra Skade und Ulla Jannascheck.