Sonntag und es ist noch immer gut.

‘Schreiben macht glücklich’, schrieb Milena Moser heute, als Kommentar auf einen Facebookpost von mir. Recht hat sie. Bei mir ist es so. Wenn ich richtig im Schreiben versinken kann, dann geht es mir gut, wenn ich nicht zum Schreiben komme, aus welchen Gründen auch immer, fühle ich mich immer ein wenig verloren. Vieles was ich nicht aussprechen kann, weil es einfach zu weh tun würde oder weil ich es so wage in mir herumschwabbelt, nicht ganz greifbar ist, kann ich schreiben. Es ist mir wahrlich erstaunlich, was alles so in die Tastatur drängt, wenn man es einfach fließen lässt und wie befreiend es ist, nicht daran zu denken, was letztlich aus dem Text wird. Das wird sich dann schon irgendwann zeigen.

Heute habe ich wieder mein NaNoWriMo Kontingent erfüllt, bin mit Viktor und Suka spazieren gegangen und habe den Herbstsonntag genossen. Außerdem habe ich, in Anbetracht der Tatsache dass es kälter und kälter wird, meine Winterschuhe und meine Lederkameratasche mit Lederfett bearbeitet. Auch interessant, wie leicht mir dieser Krempel zur Zeit von der Hand geht. Da Schreiben, Haushalt und an die Luft gehen, anscheinend sehr gut unter einen Hut gehen, habe ich eine Ausrede weniger, wenn ich wieder einmal meine mich drücken zu müssen

Chillen

Nachdem ich mich die ganze Woche mit schweren Themen herumgeschlagen habe, muss ich gestehen, dass ich rechtschaffen erschöpft bin. Daher habe ich beschlossen, heute mal der Lust am Schönem zu frönen und mir nicht die Laune von meiner eingeschränkten Bewegungsfähigkeit verhageln zu lassen. Das Wetter ist prachtvoll und ich würde gerne eine Fototour einlegen, aber das geht nun mal nicht, also puzzele ich hier im Haus herum, setze mich ein wenig auf die Terrasse und zwischendrin koche ich neues Hundefutter. Suka tut das selbst gekochte so gut, dass ich es beibehalten werde, zu mal ich die Zutaten, nahezu alle unverpackt im Widerhaken bekomme.

Doch nicht nur Suka soll kulinarisch schwelgen. Für uns habe ich gestern noch einen Kuchen gebacken. Schokoladenkuchen mit Birne und Makronenkruste. Ein Knaller. Rezept folgt später auf dem Kochblog. Ansonsten gibt es Nudelauflauf. 

Besonders hinweisen möchte ich noch auf obiges Buch, welches sich mit dem Thema Gewalt und deren Folgen befasst. Ich habe es mit so einer Begeisterung gelesen. Meine Rezension ist hier zu finden:  http://rezensionen.writresscorner.de/das-groessere-verbrechen-von-anne-goldmann/

Das war es erst einmal von mir. Habt einen schönen Restsonntag und eine wundervolle Woche.

Nun ist aber Herbst

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So sah der Himmel heute morgen aus. Einfach schön. Nach diesem Sommer hört man kaum jemanden über das Wetter meckern. Das ist fein. Ich selber auch nicht. Es ist wunderbar, dass es kälter wird und regnet.

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Wir machen es uns gerade gemütlich. Viktor bearbeitet seine Fotos und ich dammel hier im Netz herum, stricke ein bisschen, lese ein bisschen, gucke die Wand an und freue mich darüber, was im strahlenden Kosmos meines Gehirns abgeht und bin einfach mal zufrieden mal. Macht mensch angesichts der politischen in diesem unserem Lande, viel zu wenig. Der einzige Frust, den ich mir heute gönne, ist beim Nadelbinden zu scheitern und mich darüber zu ärgern, dass ich anscheinend zu blöde für etwas bin, was alle, die es können, als ganz einfach beschreiben. Ich bleibe dran. Ich will es lernen und ich werde es lernen. Freue mich gerade an meiner Sturheit.

Gewalt

Eigentlich wollte ich über meine Gedanken zum Thema Gewalt und Traumata schreiben, doch ich finde nicht die richtigen Worte. Vielleicht später. Es scheint einfach noch nicht an der richtigen Zeit zu sein. Es tauchen Erinnerungen von persönlichen Gewalterfahrungen auf, als Täterin und als Opfer, die ich erst einmal sortieren muss. Die ich mir objektiv ansehen muss, ohne in die Rechtfertigungsspirale zu kommen. Dem muss ich mich langsam nähern und sehr aufmerksam auf die ersten, aber … was hätte ich denn sonst … aber der/die hat doch, zu kommen. Sondern es ansehen, zur Kenntnis nehmen und die eigenen Anteile anerkennen. 

Als ich anfing mich mit dem Thema zu befassen, war mein erster Gedanke, aber ich bin doch nicht gewalttätig, bin ich nie gewesen. Nach einem kurzen Ausflug in meine Vergangenheit, musste ich diesen Gedanken revidieren, auch ich hatte Gewalt ausgeübt und ich tue es sehr oft noch. Sicher ich gehe nicht mehr körperlich auf jemanden los. Aber ich habe eine sehr scharfe Zunge, mal ganz abgesehen von verbalen Ausbrüchen wie, dem/der pflücke ich die Ohren ab, wenn ich wütend bin. 

  • Da ich fest davon überzeugt bin, dass jede Veränderung bei einem selber beginnt, ist das mein nächstes Projekt:
  • Hinschauen, wo übte/übe ich Gewalt aus?
  • Vermeiden von verbaler Gewalt.
  • Vermeiden körperlich Gewalt auszuüben (auch gegen mich selber)

Zwischen Kochen und Schlafen

Trotz Erkältung, inklusive geschwollener Mandeln, habe ich mich heute morgen aus dem Bette bewegt und dafür gesorgt, dass wir heute Abend wenigstens ein leckeres Essen bekommen. Eines, das ich auch mit wehem Hals runterbekomme. Es gibt eine Kartoffel-Zwiebelsuppe mit gebratenen Apfelstücken und zum Nachtisch eine Panna Cotta mit Brombeer-Cidre-Sauce.

Ein Bild vom fertigen Süppchen folgt. Nun werde ich erst einmal wieder ins Bett kriechen und versuchen auf die Beine zu kommen. 

Morgen wollte ich eigentlich die Kinder besuchen fahren, habe das aber auf nächste Woche verschoben, erst einmal auskurieren, zu Mal ich nächste Woche so einige Termine habe, die ich nicht verschieben kann, verschieben möchte. 

Kochtag

Heute hatte ich Küchendienst und habe dies genutzt, um schon mal vorzukochen und vorzubereiten. Heute soll es für uns Tomaten-Kräuter-Sauce mit Linguini geben. Das ist einer der Klassiker, die herrlich schnell gehen, superlecker sind und die man schon mal auf Vorrat kochen kann. Doch damit war meine Arbeit nicht getan. 

Für Suka musste ich ja auch kochen. Auch gleich auf Vorrat. Gemüse–Bulgur und Hackfleisch, gibt es für das kranke Kind. Alles natürlich in Bio. Vor dem Servieren kommen da noch einige Tropfen Mariendistel und Vitamin B12 bei. Von wegen der Leber. Schaun wir also mal, wie ihr das bekommt. Es geht ihr jedenfalls besser. Sie trinkt weniger und entsprechend moderat ist ihr Output.

Doch damit war mein Werk noch nicht getan. Morgen soll es vegetarisches Boeuf Bourgionne geben und dafür habe ich schon mal das Sojafleisch in Gemüsebrühe und Rotwein mit Lorbeer und Wacholder eingeweicht. Dazu aber morgen mehr im Kochblog.

Das Kochen hat meiner Laune gut getan und ich rieche wunderbar nach Knoblauch und Sellerie. Sehr appetitanregend. Meine Laune war heute morgen nicht die Beste. Ich hatte schlecht geschlafen und musste bereits früh in die Zahnklinik. Da meine Achillessehne wieder zickt, ging es hin mit dem Taxi. Das war das erste Ungemach. Der Taxifahrer meinte wohl, dass meine Mutter Dummköpfe großgezogen hat. Jedenfalls fuhr er munter Umwege, woraufhin ich ihn mir zu Brust genommen habe. In der Zahnklinik war ich um 09:50 im Wartebereich der Anmeldung, mein Termin war um 09:15, doch dank des uneffektiven Anmeldesystems, war ich erst um 09:20 in der Prothetik. Die gute Nachricht, nächsten Freitag sollte meine untere Prothese fertig sein und denn stände nur noch ein Termin an, zwecks Unterfütterung der oberen. Dann habe ich das geschafft. Doch statt erleichtert zu sein, war ich immer noch genervt. Im Bus telefonierte eine Frau in unzumutbarer Lautstärke. Normalerweise sage ich nichts dazu, sondern leide still. Heute ist mir allerdings die Hutschnur geplatzt und ich habe ihr mitgeteilt, dass es Leute gibt, die nicht wissen wollen, ob der Toni sie genagelt hat. Sie tat, als würde sie mich nicht hören, von den anderen Mitreisenden gab es allerdings Applaus. Meine Laune hat sich jedoch erst nach einem Mittagsschläfchen und der Kocherei gebessert. Nun werde ich mal zeichnen. Landkarte die zweite.

Chilltag

Chilli, Suka und ich machen uns heute einen Chilltag. Der Ausflug gestern hat ganz schön reingehauen. Ich bin müde, habe Sonnenbrand und genug zum drauf rum denken. Es war schön, aber ehrlich, weniger warm wäre besser gewesen.

Heute also Indoor-Tag mit meinen Tieren. Kochen brauche ich nicht, es gibt Pizza und das ist Viktors Domäne. Bei mir steht Schreiben, Lesen, häkeln und Augenpflege auf dem Programm. Das ist genug.

Für heute habe ich genug zu tun, die Erkenntnisse des gestrigen Tages zu sortieren. Schon merkwürdig, es haben sich viele Fragen geklärt und neue sind entstanden. Der Leuchtturm hat es in sich.

Renovierung fertig und ich auch

Das wäre geschafft. Gestern Abend habe ich mit dem Räumen angefangen und schon mal einen Fensterrahmen (also das Mauerwerk) silbern gestrichen. Heute morgen konnte ich um 05:00 nicht mehr schlafen und habe zu streichen angefangen. Besser gesagt zu wischen, dann ich habe mit einem Schwamm die Farbe aufgetragen. Gut, dass man immer vergisst, wie anstrengend solche Arbeiten sind, sonst würde man sie nie in Angriff nehmen. Aber es wurde eindeutig Zeit. Ich wohne nun seit 14 Jahren hier und habe vor vier Jahren, die ersten beiden Wände des Zimmers gestrichen, wollte auch immer gleich weiter machen … Nun ja, wie das Leben so spielt. Irgendwas ist ja immer und ganz sicher immer was, das lustiger ist, als die Wohnung auseinander nehmen und wieder neu zusammen zu setzen. Aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Nun erstrahlt das Bruchbudenparadies im neuen Glanze. Vor allem freue ich mich über die Rollos, die mir nun doch deutlich mehr Privatsphäre verschaffen. Es ist wirklich nicht zu glauben, manchmal drücken sich doch tatsächlich Leute an meinem Fenster die Nase platt und gucken was ich so mache.

Jetzt gewittert und regnet es. Gerade als ich gegen 14:00 aus der Dusche kam, ging es mit dem ersten Gewitter los und mit den ersten Regentropfen kamen Mann und Hund von ihrem Spaziergang nach Hause.

Heute Abend werden wir irgendwo eine Kleinigkeit essen gehen. Kochen ist nicht mehr drin, dafür bin ich zu erledigt. Gestern Abend habe ich allerdings hochnobel gegessen. Tagliatelle mit grünem Spargel und Lachs in Bassilikumsahnesauce. Rezept gibt es gleich auf dem Cooking Blog.

 

Langes Wochenende

Ein langes Wochenende steht bevor, darauf gilt es sich vorzubereiten. Also stand eine lange Einkaufsrunde an. Da wir quasi einmal rund um den Blog mussten, um alle Stationen abzudecken, habe ich noch mal einen Abstecher zu Gandalf gemacht und mit ein Buch gekauft.

Für Infos einfach auf das Foto klicken. Ich bin schon sehr gespannt. Überhaupt war es eine schöne Runde. Viktor, Suka und ich hatten viel Spaß und haben ein schönes entspanntes Wochenende geplant. Heute gibt es Leipziger Allerlei mit grünem Spargel, Schinken und Kartoffeln. Ich weiß, zum Original gehören Flußkrebse, die gab es aber nicht. Also die arme Leuteversion.

Da ich nicht so richtig fit bin, besser gesagt, es schwer habe in Gesellschaft zu sein, also mit mehreren Leuten, habe ich eine Einladung zum Geburtstag abgesagt. Allerdings wollen wir uns nicht nur vergraben. Wir werden an einem Tag höchst essen gehen, um das Ende des Verlags zu begehen. Wenn man etwas aufgeben muss, was einem so sehr am Herzen lag, dann soll man es höchst nobel begehen und so werden wir dem Rigoletto einen Besuch abstatten. Können wir uns eigentlich nichts leisten, aber darauf kommt es nun auch nicht mehr an.