Der Tag wurde besser und besser

Begonnen habe ich den Tag recht muffelig. Viktor hat gestern darauf bestanden, dass wir wieder mit Yoga anfangen und obwohl ich weiß, dass es genau das Richtige ist, war ich sehr unlustig. Es wurde also so eine Art Grumpy-Yoga. Natürlich hatte er recht. Es war genau richtig und hat mir, trotz diverser Einschränkungen sehr gut getan. 

Am Nachmittag war ich dann mit einer lieben Freundin, die ebenfalls schreibt, verabredet. Wir haben uns im Fresco getroffen, ein neueres Café, in dem ich noch nie vorher war. Eine richtige Entdeckung. Das obere Bild zeigt den Garten am Abend und das untere eine ausgesprochen leckere Torte. Sehr fein war auch die Unterhaltung. Ich sollte wirklich öfters mit echten Menschen sprechen. 

Der Start in die Woche war also kein schlechter. Die neue Seite nimmt auch so langsam Gestalt an. Obwohl da noch viel zu tun ist. Ich habe das Outfit noch ein wenig verändert. Sieht so freundlicher aus.

Braunsche Home-Home-Wellness-Kur

Die Außentermine sind durch und nun geht es nach Innen und endlich an die Bearbeitung der diversen Baustellen. Dazu habe ich mir ein Programm gebastelt. Erst einmal lecker essen. Weintrauben sind immer gut. Mag ich furchtbar gerne. Dann Kerzenlicht. Das Grelle Laute muss weg. Dazu Zitronen-Ingwer-Tee, Quarkumschläge für die lädierte Achillessehne und Meditation und Yoga, um wieder zur Ruhe zu kommen.

Wieder hat sich gezeigt, dass zuviel Außen mir nicht gut tut. Ich schlafe schlecht und bin angespannt. Das ist nicht gut, daher werde ich die terminfreie Zeit gut nutzen, um wieder mehr zu mir zu kommen.

Richtig froh bin ich, dass es mit dem yogieren wieder klappt. Das hat mir doch sehr gefehlt und auch wenn es einige Zeit braucht, bis ich die alte Gelenkigkeit wieder habe, es lohnt sich weiterzumachen.

Auch werde ich mich wieder mehr aus dem Netz zurück ziehen. Nicht radikal, in dem ich Facebook kündige, sondern eher dahingehend, dass ich mich öfters ans Matrazendesk begebe. Dem Bein tut das Hochlegen auch gut. 

Habt einen schönen Tag.

Routinen müssen sich neu sortieren

Immer wenn ich gerade einen Tagesablauf gefunden habe, der funktioniert, geschieht irgend etwas und alles muss sich neu sortieren. Dummerweise bleibt in diesen Übergangsphasen immer eine Sache auf der Strecke.  Dadurch das Suka nun auch früh morgens rausmuss, verschiebt sich das Yoga nach hinten, wodurch das Schreiben dann leider oftv ganz ausfällt, weil ja oft noch der eine oder andere Termin dazwischen kommt. Nun ist es also so, dass ich gleich nach dem Aufstehen mit Suka gehe, dann Yoga mache, frühstücke … und dann? … eventuell über ein Mittagsschläfchen nachdenke. Nachmittags geht denn eh nicht mehr viel. Normalerweise würde mich das nerven, besonders, weil ich gerade so schön im Fluss war. Nun stellt sich heraus, dass dieses Durcheinander gut ist. Denn so hatte ich Zeit alles noch einmal zu überdenken und meine Notizen zu sichten und bin auf einige gravierende Fehler in meiner erfundenen Welt gestossen. Also hat alles sein Gutes. Nun habe ich das Grafiktablet rausgesucht und werde versuchen eine Landkarte am Rechner zu erstellen. 

Das Foto entstand nach dem Yoga, darum bin ich noch ein wenig leger gekleidet, wollte aber gerne mein neues Tuch präsentieren.

Obwohl ich die letzten Tage fast nur Notizen gemacht und diese in Writers Café übertragen habe, bin ich mit meiner Arbeit sehr zufrieden. 

Das neue Buch von Levi Henriksen (Übersetzung Gabriele Haefs) habe ich heute morgen ausgelesen und bin so begeistert. Darüber habe ich hier geschrieben. http://rezensionen.writresscorner.de/wer-die-goldkehlchen-stoert-von-levi-henriksen/

Schneebilder gucken

Suka und ich gucken uns Schneebilder an. Das kühlt doch ein wenig ab. Die Arme leidet noch mehr als ich unter der Hitze. Meistens liegt sie auf den Fliesen und nicht einmal abends hat sie Lust auf eine längere Runde. Es kühlt ja auch nicht wirklich ab.

Viktor und ich sind heute morgen früh hoch. Wir wollten eigentlich einen Ausflug machen, haben den aber auf morgen verschoben, denn da soll das Wetter ja vernünftiger sein. Rote Grütze habe ich auch vorgekocht, damit wir morgen etwas zum Abendessen haben, wenn wir zurück sind. Eben habe ich auch noch gelesen, dass einige Geschäfte auf Grund der hohen Temperaturen keine Schokolade mehr verkaufen. Die Leiden nehmen kein Ende. Ich bin so verdrießlich und genervt, muss mir dauernd sagen, dass ich auf sehr hohem Niveau jammere. Schließlich ist mir nur zu warm, ich sitze in meiner Wohnung und nicht in einen Flüchtlingslager in Libyen oder in einem maroden Schlauchboot auf dem Mittelmeer, mit der Aussicht auf ein kühles, aber finales Bad. Und doch macht mir diese Hitze in vieler Hinsicht zu schaffen. Es wird erwartet, dass die Ernten dieses Jahr zu 50 % schlechter sein werden, als 2017. Das wird natürlich Preiserhöhungen nach sich ziehen und ich fürchte, dieser Sommer ist nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was uns zukünftig blüht.

Heute morgen habe ich mich zum Yoga aufgerafft. Drei Sonnengrüße, danach war ich fertig. Zur Zeit finde ich sogar blinzeln zu anstrengend. Aber ich kann ja auch nicht einrosten, das meine ich sowohl körperlich, wie auch geistig. Also schreibe ich regelmäßig und stur weiter. Auch wenn in meiner Tore-Welt gerade Sommer ist, die Temperaturen dort halte ich moderat.

So, nun werde ich mir einen Pfefferminztee machen. Mein Lieblingsgetränk dieser Tage.

 

 

Ruhezonen schaffen

Gerade in diesen aufregenden und auch sehr frustrierenden Zeiten ist es mir wichtig, mir Orte der Ruhe zu schaffen. Das ist nicht immer einfach, da die Schreckensmeldungen von allen Seiten auf einen zuströmen und das Abschalten, das sich Ausklinken, schwer fällt. Das es doch gelingt ist meiner regelmäßigen Yoga- und Meditationspraxis zu verdanken. Wenn ich Yoga- und Meditationsmatte und -kissen ausbreite, dann definiere ich mir einen Raum, in dem nur das Üben der Asanas und das Versenken in den eigenen Atem zählt. Meine Yogapraxis nimmt insgesamt 1 bis 1 1/2 Stunden am Tag ein. Erst habe ich gedacht, wenn ich da soviel Zeit investiere, bleibt doch nichts mehr für die anderen Dinge die mir wichtig sind. Das Gegenteil ist der Fall, ich schaffe mehr, bin wacher, hänge weniger im Internet rum, fühle mich wohler und irgendwie lebendiger. Vor allem ich gehe gelassener mit Stresssituationen um.

Es ist schön, sich wieder ruhiger und ausgeglichener zu fühlen und es ist schön, dass die Freude an der Bewegung wieder da ist. Sicher mein Fuß ist noch nicht wieder in Ordnung, aber es geht voran. Jetzt versorge ich ihn mit Retterspitz und verzeichne eine leichte Besserung. Komischerweise macht er mir beim Yoga so gar keine Probleme.

Viktor und ich haben beschlossen uns wieder mehr zu engagieren. Einmal was unsere Teilnahme an Demos und Kundgebungen gegen rechts und für Seebrücke – sichere Häfen schaffen betrifft, aber auch spirituell so wird unsere Abendmeditation eine Maitri-Meditation sein. Eine Meditation um Liebe und Mitgefühl zu stärken. Im tibetischen Budhismus heißt diese Meditation Metta.

Wieder Sommer

… und es ist um die Mittagszeit zu warm zum draußen sitzen. Frühstück ging aber gut, allerdings sind wir danach erst einmal nach drinnen. Nun wird nicht mehr auf der Terrasse gekuschelt, sondern die Bettwäsche getrocknet. Einen solchen Tag muss man ausnutzen und nötig war das Bettenüberziehen alle mal.

Es geht trotz recht gemütlich bei uns zu, dieser Tage, trotz den Nervereien der letzten Wochen, die ja beileibe noch nicht ausgestanden sind.  Wir versuchen die Atempause zu nutzen um zur Ruhe zu kommen und Kraft zu sammeln. Dumm ist nur, dass sich das auf die Arbeit niederschlägt. Da bleibt gerade viel liegen. Ich kann mich einfach nicht darauf konzentrieren. Ist auch nicht so wichtig. Wenn ich in so einer Gemütslage bin, kann ich eh das meiste wieder streichen, wenn ich mich zum Schreiben zwinge. Zur Zeit sind wir im Rentnermodus. Immerhin sind wir weiterhin jeden Morgen am yogieren und meditieren. Ich habe jetzt sogar ein App, die Anfangs- und Endzeit der Meditation mit einem Gongton anzeigt.  Ein Freund aus Japan hat mir den Link dazu geschickt. Allerdings war der für iPhone. Ich habe mir eine für mein Androidgerät gesucht. Geht gut.

Veränderungen yogabedingt?


Seit drei Monaten übe ich nun fast täglich Yoga und bin verwundert, dass ich immer noch mit Begeisterung dabei bin, denn im Grunde mag ich keine Routinen. Vielleicht liegt es an einer Abmachung, die ich mit mir selber geschlossen habe. Der Deal ist, einmal die Woche schwänzen ist erlaubt! Entweder weil ein früher Termin ansteht oder aber, weil ich mich einfach nicht aufraffen kann. Von wegen frühen Terminen gab es Ausfälle, von wegen keine Lust nicht. Komischerweise reicht mir das Wissen, ich muss nicht, wenn ich wirklich nicht will.

In diesen drei Monaten hat sich nicht nur eine Menge körperlich verändert, sondern auch so einiges anderes. Das interessante ist, dass ich es nicht geplant habe, Yoga habe ich begonnen, um wieder beweglicher zu werden und nicht um abzunehmen oder so. Dafür ist es im Großen und Ganzen auch völlig ungeeignet, weil der Kalorienverbrauch eher gering ist, im Gegensatz zu anderen Sportarten. Aber Yoga ist halt auch kein Sport in dem Sinne. Neben dem Wunsch beweglicher zu werden, hatte ich gehofft wieder eine Meditationspraxis zu entwickeln. Wie einigen Leser*innen hier bekannt ist, habe ich eine bipolare Störung mit recht heftigen depressiven Episoden und aus früheren Erfahrungen wusste ich bereits, dass ich besser klarkomme, wenn ich regelmäßig meditiere, schon einmal weil ich besser schlafe und ausgeglichener bin. Das hat sich auch diesmal als gut und richtig erwiesen. Interessanterweise raten einige Ärzte bei Depressionen ab zu meditieren, mir hilft es. Allerdings muss ich in einer guten Phase anfangen. So habe ich denn eine gesundheitlich nicht so schöne Zeit relativ gut überstanden.

Eine weitere, sehr angenehme Veränderung ist, dass sich mein Gleichgewichtssinn verbessert hat, was dazu führte, dass ich mich wieder aufs Fahrrad traue. Dort habe ich mich sehr unsicher gefühlt. Eine weitere Verbesserung in dem Bereich ist, dass ich durch die täglichen Übungen mehr Kraft in den Beinen habe .

Des weiteren hat sich mein Essverhalten verändert. Ich habe nicht mehr soviel Hunger und brauche nicht mehr so große Mengen, wie vor 12 Wochen. Auch habe ich mehr Appetit auf Salat und Gemüse, das hatte wiederum den Nebennutzen, dass ich 3,5 kg abgenommen habe. Was ja sicher nicht schlecht ist.

Kurz und gut, ich bin froh, dass ich das Yoga für mich wieder entdeckt habe und werde es beibehalten. Das Meditieren auch. Dienstag bekomme ich ein neues Meditationskissen, da mein altes, allmählich Risse bekommt. Ist ja auch schon alt. Der nächste Wunsch ist dann eine Matte aus Naturkautschuk.

Die letzten Wochen war ich sehr auf mich fixiert, sehr in mich gekehrt, allerdings nicht wirklich abgekapselt, sondern eher heiter nachdenklich. Trotz der diversen gesundheitlichen Macken und Behandlungen, die noch ausstehen. Ich bin weniger im Internet, dafür mehr am Lesen, was auch damit zu tun hat, dass ich sehr schnell reizüberflutet bin und dann unwirsch werde.

 

Social Media müde

 

Flickr habe ich schon vor einigen Tagen verlassen und heute habe ich meinen Facebookaccount deaktiviert. Wollte ich eigentlich noch nicht, sondern erst in einigen Tagen, aber ich dachte, wenn ich schon am Aufräumen bin, dann mach ich doch mal den ganzen Schritt. Ob ich es durchhalte mal eben reinzuklicken, weiß ich nicht, hoffe es aber. Die Abnabelung habe ich ja langsam begonnen. Auf Tablet und Telefon habe ich die App schon seit einigen Tagen deinstalliert und vermisse sie nicht.

Ich habe das Gefühl, dass sich durch das regelmäßige Yoga nicht nur körperlich einiges verändert, ich bin auch wieder sensitiver in meiner Wahrnehmung geworden und daher schnell reizüberflutet. Aber ich lese weiter meine Blogs und schreibe hier. Bleibe also mit einem Bein in der virtuellen Welt. Was ja auch fein ist.

Heute nachmittag war Tatee hier und hat uns die Geschichte vom Tod ihres Mannes und allem darauffolgenden Geschehen erzählt. Sie ist wirklich tapfer und ich habe keinerlei Zweifel, dass sie es auch alleine schaffen wird. Abgesehen davon, dass sie ja nicht auf Dauer alleine bleiben muss. Aber eher das aktuell wird … da wird sie wohl noch ein wenig brauchen.

So, nun muss ich unter die Dusche. Ausmisten, Betten überziehen und so weiter bringen ganz nett ins Schwitzen. Schönen Rest-1. Mai wünsche ich euch.