Den Faden spinnen

… ohne dass er reißt, ist nicht immer einfach. Sowohl bei Wolle, als auch bei Geschichten. Gerade läuft es (toi toi toi, dreimal über die Schulter gespukt) was die Geschichten betrifft, sehr gut. Das mit der Wolle … trauriges Thema. Anscheinend bin ich bei der Verarbeitung von fertigem Garn recht geschickt, aber Wolle zu Garn verarbeiten … da hapert es doch. 

Die letzten Tage bin ich jeden Morgen voller Vorfreude und Spannung früh hoch. Ich bin so gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Sollte nun jemand meinen: ‚Das solltest du doch wissen, schließlich hast du sie dir doch ausgedacht‘, dem sei gesagt. Au contraire. Sicher habe ich mir etwas ausgedacht, aber wie immer, haben meine Figuren, ab einem gewissen Punkt, eigene Ideen und Vorstellungen, wie sie agieren wollen. Das macht es ja so spannend. Darum habe ich die ganze Plotterei auch aufgegeben. Sicher existiert ein grober Rahmen, aber mehr auch nicht. Was innerhalb dessen geschieht, weiß ich in der Regel erst, wenn ich es schreibe. 

Ich habe oft darüber nachgedacht, wie das funktioniert. Denn irgendwo, tief in mir drin muss die Geschichte ja vorhanden sein. Ich komme nicht dahinter. Schon eine merkwürdige Sache, aber auch fein … wenn es läuft. Wenn der Faden reißt, ist es die Hölle. Vielleicht ist es ja auch so, dass wir von Geschichten umgeben sind und die suchen sich die Leute, von denen sie meinen, dass diese sie aufschreiben können. 

Kurz gesagt: Schreiben macht Spaß!

3 Gedanken zu „Den Faden spinnen

  1. Komisch.
    Mir ging es heute morgen so mit einem Bild.
    Ich wusste sofort, dazu muss ich was schreiben!
    Und ich hatte spontan auch den groben Inhalt meines Textes im Kopf.
    Die Feinheiten und Ausschmückungen kamen aber dann erst, als ich an der Tastatur sass und losgelegt habe. Womit die Geschichte schlussndlich dann doch noch mal eine ganz andere Wendung bekam….

  2. Mit dem Fadenspinnen ist es wie mit allem: üben, üben, üben. Irgendwann funzt es. Lass dir Zeit, klemme beim Wolle ausziehen die Spindel erstmal zwischen die Knie und setz sie dann in Bewegung. Sind die Fasern verdreht, aufwickeln. Meist reißt es, weil man vergessen hat, die Spindel in Bewegung zu setzen. Immer mit der Ruhe. Das wird.
    Schön ist, dass deine Geschichte wächst und wächst und dass du so viel Lust am Schreiben hast.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.