Der Ausverkauf von Menschlichkeit und Anstand

Was unsere Innenminister betrifft, sind wir in diesem unserem Lande seit Schäubele wahrlich nicht verwöhnt. Genau genommen war einer schlimmer als der andere und Horst Seehofer toppt sie alle. Diese Abgesandte einer Splitterpartei, die ihre eigene Wichtigkeit weit überschätzt, ist von allen guten Geistern verlassen. Dieser angebliche Christ verfügt über keinerlei Empathie und hat ein Benehmen wie eine offene Hose. Ein guter Grund seinen Rücktritt zu fordern. Doch ich frage mich natürlich auch: Was kommt dann? Denn (ich höre bereits die ersten Verschwörungstheorie schreien) der Rechtsruck ist gewollt, wird als Sicherung des kapitalistischen Systems betrieben, in dem wir leben. Höher, besser, weiter, mehr Wachstum und Menschlichkeit und Mitgefühl vertragen sich nun einmal nicht miteinander. Daher kommen den Verantwortlichen, also denen die wirklich das sagen haben, denen die an den Schalthebeln von Wirtschaft und Presse sitzen, solche Gestalten wie Seehofer, Schäubele und DeMaizaire gerade recht. Sie sind die Oberflächen, an denen wir uns abarbeiten … mit ihrem Verschwinden ändert sich nichts, es geht weiter wie gehabt, nur mit anderen Darstellern.

Die Empörung wird gesteuert, genau wie unsere politischen Entscheidungen. Dazu hier ein sehr interessanter Vortrag den Professor Rainer Mausfeld von der CAU Kiel bei der ÖDP gehalten hat.

Es ist erschreckend, was in der Welt vorgeht, es ist erschreckend zu sehen, dass ein Land mit unserer Geschichte, zulässt, dass die rechten Rattenfänger wieder aus ihren Löchern kommen und sich in den Parlamenten breit machen. Es ist widerwärtig, dass ein reiches Land, denen die Hilfe verweigert, die sie brauchen. Wir, und damit meine ich die westliche Welt, begründen unseren Reichtum auf der Ausbeutung der so genannten Dritten Welt und weigern uns denen, denen wir die Lebensgrundlage entzogen haben, Hilfe zu geben? Es ist widerwärtig.

Das Motto der westlichen Welt könnte sein:

Wir leben schon lange über unsere Verhältnisse, aber noch lange nicht standesgemäß

 

Ehrlich gesagt könnte ich kotzen. Da das jedoch Energieverschwendung ist, wende ich mich dem zu, was ich tun kann. Meiner Meinung nach, fängt Widerstand gegen die bestehenden Verhältnisse bei einem selber an. Dort wird der Keim gelegt. Der nächste Schritt ist das Vernetzen. Sich mit Gleichgesinnten austauschen, zeigt, dass man nicht so hilflos ist, wie man meint. Vor allem ist es wichtig, sich nicht von dem Üblen, das geschieht, blind für das Schöne und Bewahrenswerte machen zu lassen. Achtsamkeit ist wichtig. Veränderungen beginnen im Kleinen, nicht mit dem großen Paukenschlag. Jedenfalls die die dauerhaft sein soll.

 

5 Gedanken zu „Der Ausverkauf von Menschlichkeit und Anstand

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