Die Zeit der Schnitterin

Heute ist hexisch-heidnisch gesehen das erste Erntefest und somit Herbstbeginn. Glaubt man nicht, wenn man draußen so wegschmilzt. Aber die Außentemperaturen haben nichts damit zu tun. Die Zeit der Schnitterin beginnt und so haben wir gestern das Bild aufgehängt, welches ich vor vielen Jahren für die dunkle Zeit des Jahres gestaltet habe. Ich mag diese Schwellenzeiten, in denen die Veränderungen leicht spürbar werden, aber noch nicht da sind. Überhaupt bin ich ja eher eine Winterfrau und liebe die dunkle Zeit sehr. Obwohl ich, für mich eher ungewöhnlich, den Sommer sehr genossen habe. Überhaupt ist meine momentane Verfassung sehr stabil. Ich will nicht darüber nachdenken, wie lange das wohl hält, sondern mich einfach daran freuen.

Noch ist ja Zeit, aber so langsam mache ich mir Gedanken mit welchen Themen ich in die dunkle Jahreszeit gehe. Während man sich noch über an der Ernte des Vorjahres freut und sie feiert, ist wichtig, sich schon mal Gedanken über die Saat des nächsten Jahres zu machen. Ein Thema wird ganz sicher sein, wie ich meine momentane Stabilität erhalten kann. Ein weiteres wird das Außen sein und in wie weit ich es brauche. Vor allem was ich da nicht brauche.

Aber erst einmal habe ich für heute Abend Rote Grütze gekocht und Vanillesauce. Ein angemessenes Festessen für ein Erntefest.

3 Gedanken zu „Die Zeit der Schnitterin

  1. Die Zeit der Schnitterin, ich mag sie sehr. Auf dem Land damals ist es mir noch bewusster geworden, denn eigentlich müstte jetzt schon wieder die Saat für vieles im nächsten Jahr in die Erde. (Raps z.B. oder Gerste)
    Schön finde ich das, wie du solche naturgegebenen Prozesse auf dich beziehen kannst. Das ist ein bisschen von dem, wie man immer so sagt, im Einklang mit der Natur sein.

  2. Ich liebe ja den Sommer und die Wärme. Aber ich mag es auch, mich im Winter zuhause einzukuscheln bei Kerzenschein. Aber so morgens früh bei Sonnenschein zur Arbeit zu fahren und in der Abendsonne wieder nach Hause, das genieße ich gerade sehr.

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