Erschüttertes Vertrauen

Die Überschrift sollte sich eigentlich auf die Ereignisse in Chemnitz beziehen, die mich einfach nur fassungslos machen. Dabei sollte es mich doch nicht wundern, dass so etwas in diesem angeblichen Rechtsstaat möglich ist. 

Doch es bezieht sich auch auf eine persönlichere Ebene. Heute kam das Ergebnis von Sukas Urinuntersuchung. Sie sondert zuviel Eiweiß darüber ab und hat irgendwelche Stabbakterien. Also soll sie Medikamente nehmen. Das wurde mit dem Tierarzt am Telefon besprochen. Viktor ist also hin und hat die Antibiotika und ein Mittel zur Verbesserung der Durchblutung der Nieren abgeholt. Also weitere zehn Tage Medikamente und dann? Es gibt keine klare Diagnose, sondern nur wages „es könnte dies oder das sein“. Mal ist es ein Lebertumor, mal könnte da auch was mit der Blase sein. Mal wieder ein Gemurmeltes: „Keine Ahnung, was es nun definitiv ist, aber wir könnten ja noch mal gucken ob. Mittlerweile können wir nicht mehr. Weder seelisch, noch finanziell. 800 € hat uns der Spaß bis dato gekostet. Allein die Medikamente heute 150,00 €. Sollte sie die regelmäßig brauchen, werden wir ihr das nicht bieten können. Doch das ist nur ein Teil. Mir gibt sehr zu denken, dass die Antibiotika, dieselben sind, die sie schon vor kurzem einnehmen musste (10 Stück 61,00 €). Meine Überlegung nun, wenn sie gerade eine Kur mit dem Medikament hinter sich hat, wie kann es denn angehen, dass sie noch immer Bakterien im Urin hat? Es mag ja sein, dass es einfach nur mein Verdruss darüber ist, dass alles was wir bis dato unternommen haben, nichts gebracht hat, sondern eher ist noch ein weiteres Problem dazu gekommen. Denn ich denke mir in meinem laienhaften Verständnis: Wenn ihre Leber angegriffen ist und eventuell nicht richtig entgiftet, dann kann es doch nicht gut sein, dauernd irgendwelche Pharmazeutika in sie zu tun, die ja auch nicht ohne Nebenwirkungen sind. 

Für heute langt es mir. Ich bin nicht mehr aufnahmefähig. Morgen, gleich nach der Zahnklinik, werde ich mich dran machen und mich über homöopathische Möglichkeiten zu informieren. So jedenfalls geht es nicht weiter und ich meine das nicht nur, wegen des Geldes.

8 Gedanken zu „Erschüttertes Vertrauen

  1. Solche Tieraztprobleme kenne ich auch und bekomme Panik, wenn ich daran denke, dass Penny …. Ich kann das finanziell definitiv nicht und ich kann auch nicht betteln gehen. Für Suka drücke ich euch die Daumen. Ich werde in einer ruhigen Minute auch mal „gockeln“ ob es ein Kräutlein für Hunde oder auch Katzen gibt.
    Und zu Chemnitz sage ich jetzt nichts mehr. Sein Jahren deutet sich das an und es wurde ignoriert. Ich bin verdammt müde, weil sich alle Meinungen hier so zugespitzt haben, dass reden kaum noch möglich ist. Und geredet habe ich bis jetzt immer, in der Bimmel, an der Haltestelle, beim Arzt, an der Kasse beim Einkaufen. Es scheint so, als ob man nicht mehr durch dringt und dass es von allen Ecken Ungemach hagelt. Wie gesaht, ich bin müde. In den sogenannten sozialen Netzwerken ziehe ich mich zurück und auch so, immer mehr.
    Und jetzt kucke ich nach Kräutern.

  2. Oh, Shit.

    Wobei ich mit einen humanmedizinischen kenntnissen noch ergänzen möchte, dass es durchaus sein kann, dass nach einer Antibiotikakur die gleichen Keime wieder auftreten und nochmals mit dem selben Medikament behandelt werden.

    Meisst, wenn ein Breitband-Antibiotikum eingesetzt wurde, dass nicht gezielt nur diesen einen Keim bekämpft, sondern etwa so wirkt wie ein Schrotschuss auf eine Tontaube.

    Das machen viele Menschenärzte nämlich auch so, weil es sehr teuer ist, den Keim und seine Resistenzen genau zu bestimmen.

    1. Das vermute ich. Sehe aber so gut wie keinen Sinn darin. Antibiotika, Kortison, wir stopfen sie nur noch mit so einem Mist voll und nichts hilft. Mal sehen, wie es weiter geht. Alles Liebe und Danke

  3. Ich hoffe, es findet sich was, was Suka hilft. Die Sorge um das geliebte Tier kostet soviel Kraft.
    Chemnitz macht mich fassungslos, wütend und es macht mir Angst. Schweigen ist jedoch keine Option, jetzt schon gar nicht mehr.

    1. Ich denke Schweigen war noch nie eine Option. Leider üben sich gerade recht viele darin. Was Suka betrifft, so muss ich einen Schritt von dem was die Veterinäre sagen und dem was ich denke zurücktreten und sortieren. Sonst gerate ich da in so eine komische Spirale und es gibt nur noch Medikamente.

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