Gemischte Gefühle

Dieser Tage geht es ruhig zu im Hause Braun und das trotz der diversen gesundheitlichen Belastungen. Seit wir den Verlag aufgegeben haben, sind wir angenehm ruhig und entspannt. Das Gefühl es nicht gut genug zu machen, nicht genug Zeit zu investieren, ist verschwunden. Viktor beginnt wieder mehr Musik zu machen und ich … ja, ich dümple vor mich hin. Das schöne ist, ich muss nicht schreiben, denn ich habe mir freigegeben. Bis nach dem Besuch von Selena habe ich Urlaub. Danach sehen wir weiter. Den OP Termin habe ich fürs erste auf unbestimmte Zeit verschoben, was bei meiner Familie, also dem weiteren Kreis für Entsetzen gesorgt hat und für eine Menge: Wie kannst du nur … und wenn nun doch was ist? Dem konnte ich einen Passage aus „Die schmutzige Frau“ von Luisa Francia entgegenhalten.

Ich bin verantwortlich für mein Leben, meinen Körper, meine Entscheidungen, meine Träume. Daraus resultiert, dass ich mich gelegentlich falsch entscheide, dass ich gelegentlich krank bin, dass Gifte, Druck, Konflikte auftauchen auf der Haut oder in den Organen. Ich nehme das wahr.

Es ist schon merkwürdig, wir haben herrliches Wetter, ich lebe in einer liebevollen Beziehung und die meisten meiner Probleme, sind gemessen an dem was bei anderen so los ist, nichts weltbewegendes und doch … über den persönlichen Bereich heraus braut sich furchtbares zusammen. Die Seehofers, Söders und Weigels dieser Welt treffen und fordern Entscheidungen die einem den Atem vor Entsetzen verschlagen. Das Mittelmeer wird zum Massengrab und alles nur, weil diese Herrschaften ihr Pfründe sichern wollen und ihren Nationalstolz pflegen. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, da bin ich mir sicher. Es stehen keine guten Zeiten bevor. Ich gestehe ich habe Angst und ich weiß, es wird Zeit sich nicht zu bequem in der Ruhe einzurichten, sondern deutlich aktiver zu werden. Ich hoffe dass genügend Menschen die Zeichen erkennen, richtig deuten und aufstehen und dass wir das Schlimmste verhindern können.

 

22 Gedanken zu „Gemischte Gefühle

  1. Liebe Karin!
    Von mir gibt es keine politisch korrekte Antwort. Tut mir leid. Denn, ich bin aufmerksam und lasse mir nicht den Mund verbieten.
    ……ich deute die Zeichen, dass…..die rasche und gewollte Islamisierung der europäischen „Länder“ vor allen uns Frauen nichts Gutes bringt…..und daher hoffe ich, dass sich die Menschen (Männer) in den europäischen „Ländern“ recht bald besinnen.
    Liebe Grüße
    Rosi

    1. Liebe Rosi, ich wüsste nicht wo und an welcher Stelle dir jemand hier den Mund verbieten wollte. Nur deiner Deutung der „Zeichen“ kann ich nicht zustimmen. Von welcher geplanten Islamisierung sprichst du? Glaubst du wirklich, dass Leute die uns islamisieren wollen, ihr Leben und das ihrer Familien riskieren, um uns zu islamisieren. Da mache ich mir mehr Sorgen um Gestalten wie Pierre Vogel. Worauf sollen sich die Menschen in den Europäischen Ländern denn besinnen? Wie man noch unmenschlicher handelt? Wie man Menschen, darunter Frauen und Kinder ertrinken lässt, nachdem wir ihnen mit unserer Ausbeutung und Bekriegung ihrer Länder das Leben dort unmöglich gemacht haben? Mir wäre auch lieber, dass kein Mensch fliehen müsste und alle dort leben könnten, gut leben könnten, wo sie ihre Wurzeln haben, so sie das wollen. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre da wohl, dass wir überdenken, wie und womit wir unseren Wohlstand generieren.
      Übrigens, um Frauenrechte noch mehr einzuschränken, bedarf es keines Islams, da reicht es den Seehofers, Söders, Dobrindt und der katholischen Kirche freie Hand zu lassen.

      1. Natürlich wird mir bei Dir, liebe Karin, nicht der Mund verboten. Im Allgemeinen herrscht formidable „Selbstzensur“….bei den meisten Menschen. Man spricht besser nicht darüber und wenn, dann „staats-konform“, sonst…..kommt mal ganz rasch die „Nazi-Keule“. Im schlimmsten Fall wird man seit neuestens wieder denunziert (so wie damals in der DDR). Dann gibt’s satte Strafen und kann man nicht zahlen…….
        Zur Islamisierung:
        – Immer mehr Moscheen werden gebaut.
        – IN jeder größeren Stadt gibt es ganze Stadtteile, die nicht einmal mehr von der Polizei betreten werden. Sie werden „No-go-Area“ genannt.
        – Die Schulklassen in den Städten sind mit immer mehr muslimischen Kindern gefüllt, sodass deutsche aufs übelste gemobbt werden. Mädchen werden belästigt und angegriffen und Jungs zusammengeschlagen. Getötet wird dort auch. Denn mit den „Messern“ sind auch schon die „Kleinen“ schnell dabei. Selbst in Kindergärten beginnt das Mobbing unserer Mädels und Jungs bereits. Und eigentlich ist das doch eine „ganz einfache“ Rechnung. Man rechne die Geburten pro eingewanderter Familie auf und schaue mal, was in ein, zwei Generationen geschehen ist. Wir Deutschen sind in der Unterzahl.
        – Man lese bitte den Koran, wenn man mir nicht glaubt. Diese Leute sind verpflichtet „zu islamisieren“, als Dienst für ihren Gott. Und es sind KEINE holen Glaubensbekenntnisse. Sie leben streng nach „ihrem Buch“. (Ja. Ich habe den Koran gelesen.)
        – Viele Frauen trauen sich nachts und auch tagsüber nicht mehr allein auf die Straße. (Man schaue nach Schweden. Da ist es noch schlimmer wie in Kapstadt selbst.) Sie haben Angst der Respektlosigkeit der Muslime die sie Ungläubigen (es gibt unzählige Suren im Koran, wie man „Ungläubigen“ zu begegnen, zu „behandeln“ hat) und vor allen den Frauen gegenüber bringen, zum Opfer zu fallen. Die Moslime nehmen immer mehr Raum in Deutschland ein, wo wir doch genau genommen das dicht besiedeltste Land in Europa sind. Fällt das eigentlich niemand auf?
        Mit „Leben riskieren“ meinst Du sicherlich die organisierten und sicheren Überfahren von Afrika nach Europa, was von Leuten, wie beispielsweise dem Milliardär Soros gesteuert wird und woran er sehr viel Geld verdient. Man schaue hier: (Link!) Denn, ich habe mich schon immer gefragt, wie, oder mit welchem Geld, wenn man doch aus einem Kriegsgebiet flieht, man sich Musikinstrumente kaufen kann, ein Handy und Markenklamotten. UND DAS habe ich NICHT von irgendwoher, sondern „live“ gesehen, weil WIR vor den sog. Flüchtlingen geflüchtet sind und gezwungen waren umzuziehen, WEIL ein Leben unter diesem….?.nicht möglich ist.

        Und die „Kollektiv-Schuld“ als Argument lasse ich hier nicht gelten.
        Nicht WIR haben „ausgebeutet“. Die meisten Menschen in Deutschland und deren Vorfahren haben hart gearbeitet für ihr Geld. „WIR“ führen auch keine Kriege. UND WIR haben auch nichts davon. Oder bekommst Du Geld von den Großkonzernen, die Waffen verkaufen? Vielleicht bekommst Du ja ein paar Diamanten aus einer Mine in Namibia. WER beutet hier aus? Die Menschen hier im Land arbeiten hart. Zumindest die meisten!

        Hast Du eigentlich gewusst, dass in den Ländern, wo die sog. Flüchtlinge herkommen, unsere Kanzlerin für eine Reise hier her geworben hat? Sie bekommen alles genauestens gesagt, was sie tun müssen und Versprechungen werden gemacht.

        Meinst Du mit „Wohlstand“ hier die zahlreichen Obdachlosen? Die Frauen und Männer, die in Papierkörben nach Pfandflaschen suchen? Meinst Du mit Wohlstand die vielen alleinerziehenden Mütter, die kaum bis gar nicht über die Runden kommen und noch einen, oder zwei zusätzliche Jobs annehmen müssen??
        Lebst Du im Wohlstand? Oder werden die Beträge auf Deinen Rechnungen nicht immer höher, obwohl Du doch kaum mehr Strom, Wasser etc. verbrauchst.
        Es mag sicherlich, vor allen in den alten Bundesländern, noch genügend Familien geben, die in einem einigermaßen (Geld) abgesicherten Leben zu Hause sind und vor allem Rücklagen und Ersparnisse vorzuweisen haben. Das mag gut sein. Aber Vielen, hierzulande, geht es nicht mehr gut.
        Und jetzt mal eine ganze einfache Frage: Möchtest Du lieber als Muslima oder als freie Frau, die wir hierzulande sein können, leben?

        Liebe Grüße
        Rosi

        1. So Rosie nun langt es. Ich betrachte diesen Blog hier als Verlängerung meines Arbeits-Wohnzimmers und dort muss ich mir so ein unreflektiertes Geschwurbel nicht antun. Eine sachliche Auseinandersetzung, eine andere Meinung gerne, aber so einen Müll … Nein, wirklich nicht. Ich will auch gar nicht wissen, woher du deine Weisheiten nimmst nur so viel. Ich gehe in Kiel und auch in Hamburg sehr oft in Ecken, auch nachts, spazieren, die einen sehr hohen Ausländeranteil haben und bin nur einmal belästigt worden, von einem Deutschen der meinte den dicken Max spielen zu müssen. Im Gegensatz zu dir habe ich mit Flüchtlingen gearbeitet und darunter sehr feine Menschen getroffen, mit denen ich immer noch befreundet bin. Meine Enkelkinder gehen in eine Schule mit einem hohen Ausländeranteil und ich muss konstatieren, dass die meisten ihrer SchulkameradInnen besser erzogen sind, als meine Beiden.
          Aber egal, mein erster Gedanke war, dich zu sperren, denn für diesen „Besorgten Bürgerin Schwachfug“ ist in meinem erweiterten Arbeitszimmer kein Raum. Dafür hast du deinen eigenen Blog, von dessen LeserInnenliste du mich bitte streichen kannst.

    2. Was für eine Islamisierung denn?
      Und was für Zeichen?

      Das einzige, was ich momentan sehe, ist einen „entchristlichung“ – z.B. durch falsch verstandenen Nationalismus.
      Da bleiben nämlich genau die Werte auf der Strecke, die Christus gelehrt hat:

      Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Brüderlichkeit und Friedfertigkeit – kurz; alles, was auch Humanismus ausmacht.

    3. Ich muß echt etwas schlucken… die gewollte Islamisierung… erstens merke ich von der nichts und zweitens, wer will die denn? Ich als Frau habe jedenfalls keine Ängste. Das Frauenbild der Rechten und der CSU sorgt mich mehr.

        1. Wir leben in Hamburg, Frau Momo und ich.
          In Wilhelmsburg um genau zu sein, einem der Stadteile mit einem hohen Anteil muslimischer Bevölkerung, genau neben einer Moschee und einem türkischen Kulturverein.
          In unserem Haus leben genauso viele türkische wie deutsche Familien, ohne dass sich da irgendwer unsicher fühlen würde.
          Im Gegenteil ist es eine ganz normale friedliche Hausgemeinschaft, in der wir gerne leben und uns zu Hause fühlen.

          Ich selbst arbeite oft in Steilshoop, ebenfalls ein Stadtteil mit hohem Anteil an Menschen aus verschiedensten Nationen, die sehr friedlich miteinander leben.

          Die einzigen, die mir da Angst machen, sind die faschistischen Idioten, die meinen, mit ihrem nationalistischen und rassistischen Geschwafel diese Gemeinschaft stören zu müssen – genau wie Sie, Frau Calluna

          Und es ist offensichtlich, dass Sie sich noch nie in den von Ihnen angesprochenen Städten bewegt haben, sondern nur irgendwelchen kruden Parolen nachbeten, die Sie – ich weiss nicht auf welchen idiotischen Seiten – im Netz aufgeschnappt haben.

          Im übrigen muss ich Karin Recht geben.
          Auch mein Blog ist eine Aussenstelle meines Wohnzimmers – und ich entscheide, wer mir darin willkommen ist.

          Sie wären es jedenfalls nicht!

        2. Ich lebe in Hamburg, bin, da ich kein Auto habe, sehr viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, no-go-areas kenne ich hier eigentlich nicht, übrigens auch nicht in Schweden, wo ich sehr häufig bin – ich versteh nie, woher solche Pauschalurteile kommen. Grey Owl Calluna, ich weiß ja nicht, wo du wohnst, aber wie oft bis du in Hamburg? Och hur ofta i Sverige?

          1. Selbst „Focus online“ hat über no-go-areas“ berichtet. Man findet es im Netz.
            Es ist toll, dass sie die Möglichkeit haben sich in Schweden aufzuhalten. Aber man findet ALLES im im Internet, interessiert man sich nur dafür. Schlicht und einfach die Schlagworte „Schweden – Vergewaltigung – (Ausländer)“ eingeben und auf „Enter“ drücken. Was sofort ins Auge fällt sind „Gruppen- Vergewaltigungen“ mit 92 % Ausländeranteil…so ganz offiziell zu lesen.
            Jag var glad att hjälpa dem.

          2. Das war es jetzt. Welchen Teil von: ich will deinen Quatsch hier nicht haben, hast du nicht verstanden? Ab sofort werde ich jeden weiteren Kommentar mit solchen Inhalten als Spam markieren.

          3. @ Calluna

            Man findet alles im Internet…
            aber sicher….
            Die Frage ist halt nur, ob man alles auch glauben sollte, was man dort findet.
            Und vor allem sollte man auch lernen, die Quellen zu hinterfragen.

            *** Ironie:
            Wenn ich danach suche, finde ich auch, das Yogi Löw Bundeskanzler werden soll,
            Wahr ist diese Information aber trotzdem nicht, selbst wenn sie tausendfach weiter verlinkt wird.
            Und Focus online ud die Blödzeitung haben sie übrigens auch schon mal gebracht
            /Ironie***

            Oder u es mal ganz trocken zu formulieren:
            Wer alles glaubt und ungefiltert weiterreicht, was im Internet steht, macht intelligenzmässig sicher nicht die beste Figur.

            BTW. : warum eigentlich traust Du dich nicht, Deinen Blog offen zu führen?
            Wer eine Meinung hat, kann auch dazu stehen finde ich.

  2. Wie Herr Momo sagt: Man findet alles, wirklich alles im Internet. Auch Seiten, die die eigenen Befindlichkeiten bedienen. Das Fokusieren auf Ängste gehört nicht zur ausgewogenen journalistischen Arbeit. Focus, Sat1-Frühstücksfernsehen, B*ld, in deren Meinungsmache lasse ich mich nicht hineinziehen. Früher sagte man immer „Was du Schwarz auf Weißbesitzt, kannst du getrost nach Hause tragen“ oder auch „Bilder lügen nicht“. Heute würde ich eher sagen: „Hinterfrage mal, wem es nützt und strenge deinen Kopf selber an, um dir eine Meinung zu bilden“.
    Ich wohne in einer großen Stadt, nein, nicht im Villenviertel, fahre jeden Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und spüre von Islamisierung nur immer etwas, wenn manche sich nicht mehr einholen, davon zu labern. Schlimm, wenn man kein anderes Thema mehr kennt. Oder gewollt?
    Eine Freundin ist Muslima. Wir haben zusammen studiert und hatten auch später immer Kontakt. Von ihr habe ich mehr über den Islam erfahren als im Focus steht. Und nein, sie hat mich nicht islamisiert. Wisst ihr, was sie immer gesagt hat? „Arschlöcher gibt es überall in der Welt, aber sie machen nicht die Menschheit aus.“ Recht hat sie!
    Mit meinem Sohn hatte ich jetzt übrigens das Thema Trolle. Sie kommen und reißen die Diskussion an sich, bestimmen das Thema in eine Richtung, die man gar nicht will und zerren ständig an der Meinungsfreiheit herum. Ach, das muss man nicht ertragen und dulden.

    Liebe Karin, deine Befürchtungen teile ich auch.
    Und jetzt packe ich mein Spinnrad und die Wolle ein. Ich fahre morgen zur Märchenstunde an eine Grundschule. Ganz bestimmt sind dort auch Kinder aus anderen Nationen. Ich bin aber überzegt, dass wir einen guten Faden miteinander spinnen werden.

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