Hamburg Blues

Gestern waren wir also in Hamburg. Es war so schön mit den Kindern. Die Hinfahrt allerdings war nervig. Ich wollte gerne recht früh los und hatte dabei nicht bedacht, dass um 11:02 die ganzen Kreuzfahrer*innen auf Rückreise sind. Also alles voller Trollies und Menschen, die gestresst vom Urlaub waren und noch gestresster bei dem Gedanken, dass vor ihnen noch zwischen 4 und 7 Stunden Bahnfahrt lagen. Gut das ich das Strickzeug mit hatte. Ich kann ja nicht so gut mit Menschen in Mengen, da hat das gut abgelenkt. 

In Hamburg sind wir noch schnell ins Café Peukert gehüpft, um die Kinder und uns mit feinem Kuchen zu verwöhnen. Der ist wirklich toll. Die Nusscreme-Torte ist mein absoluter Favorit. 

Mit den Kindern war es richtig schön. Meine Enkelinnen hatten beschlossen mich neu einzukleiden und haben mir in der Tauschbörse Klamotten besorgt. Zwei Pullover sind fein, aber das Poloshirt in Rosa, nee, das habe ich gleich an Nachbarin Tania weitergereicht, die es denn in die Kleiderkiste im Kieler Fenster gibt. Tania wurde ihrerseits von den Mädchen beschenkt. Sie sorgt gut für die Beiden, indem sie Bücher und Zeug mitschickt und unsere Gören haben noch gelernt dankbar zu sein. 

Interessant war mal einen der Spielkameraden der Damen kennenzulernen. Linus, ein Junge aus der Nachbarschaft, war da und was soll ich sagen, der Kleine ist ein Argument für Geburtenkontrolle. Er ist übergriffig, besserwisserisch und unbeherrscht. So ein richtiges Arschlochkind. Jenni wunderte sich, dass er so gerne bei ihnen ist, obwohl sie ihm klare Grenzen setzt. Mich mochte er auch, obwohl ich ihn ein paar Mal klar, natürlich nur symbolisch, auf die Finger geklopft habe. Meine Theorie ist, dass er so gerne bei Jenni und den Kindern ist, hat genau damit zu tun. Dort kriegt er Grenzen aufgezeigt. Von allen Dreien, na ja und wenn ich da bin und mein Scherflein beitragen kann … gerne doch. 

Die Rückfahrt war deutlich entspannter. Da mein Fuß, wieder die Achillessehne, mittlerweile so schmerzte, dass ich nicht mehr weit laufen konnte, haben wir uns zum Dammtor ein Taxi genommen und fanden im Zug ein lauschiges Eckcken in Klonähe. Die ganze Fahrt über konnten wir uns über dieses wundervollen Himmel freuen. Eine Pracht. Bilder aus dem Zugfenster sind ja immer eine Sache, aber dieses, ist einigermaßen gut gelungen. 

Heute allerdings liege ich in sauer. Kopfschmerzen, Schnupfen, Achillessehne. Kurz den Hamburg-Blues und keine richtige Möglichkeit mich zu erholen. Morgen muss ich in die Zahnklinik und habe dort mehr oder weniger den ganzen Tag zu tun. Ich würde so gerne einmal wieder gesund sein. Darum werde ich mich schnellstens kümmern, sowie ich nicht mehr dauernd irgendwo hin muss. 

17 Gedanken zu „Hamburg Blues

  1. Beim Cafe Peukert könnte ich auch mal wieder was holen. Ich komme da regelmäßig dran vorbei. Mein Therapeut hat gleich nebenan seine Praxis.
    Diese Kreuzfahrer sind irgendwie die Pest auf Füßen, das haben wir in Danzig erlebt. Hier muß ich immer lachen, wenn die Leute ihre Koffer von der Veddel zum Anleger Steinwerder ziehen, schleppen, schubsen. Teure Kreuzfahrt gebucht, aber für’s Taxi zum Schiff reicht es dann wohl nicht mehr. Das ist gelegentlich echt ein Anblick für die Götter. Den Weg würde ich nicht mal ohne Gepäck zu Fuß gehen 🙂
    Ich wollte mich heute eigentlich ausruhen, aber nun geht die Schufterei auf dem Balkon weiter. Irgendwie müssen wir da auch mal voran kommen.
    Schönen Sonntag Euch beiden und natürlich auch Suka

    1. Das wundert mich hier in Kiel auch immer. Vom Bahnhof zum Ostseekai ist es auch eine ganz schöne Strecke, jedenfalls mit Gepäck und die dackeln da alle längs und sind schon erledigt, bevor sie das Schiff überhaupt gesehen haben. Aber ich verstehe ja auch nicht, was dieser Kreuzfahrtquatsch soll. Allerdings macht es Spaß sich die Gespräche anzuhören. Besonders die von denen, denen es nur darum geht, auf diesem „tollen Schiff“ zu sein und im Grunde kein Interesse an dem Land haben, in das sie einfallen. Euch auch schönen Sonntag und viel Spaß beim röteln.

  2. Ich scheu mich ja immer, mich über fremder Leute Kinder auszulassen, obwohl ich dazu auch eine ganze Menge zu sagen hätte. Da schreibst Du mir wirklich aus der Seele 🙂 🙂

    Nur schade, dass Du den schönen Tag nun so büssen musst, und ich hoffe, ich wünsche Dir, dass es morgen um Welten besser werden wird, als Du heute noch befürchtest.
    Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen.

    1. Danke Martin. Vielleicht liegt es daran, dass ich in einer Familie aufgewachsen bin, in der alle sich um die Kinder kümmerten. Oma und Opa wohnten im Haus, Onkel und Tanten waren regelmäßig da oder wir bei denen und wenn einem oder einer was nicht passte, was wir Gören trieben, wurde es gesagt. Ich sehe auch nicht ein, warum ich es hinnehmen soll, dass so ein kleiner Sausack auf meinen Kuchen patscht, weil er den mal probieren will oder mich boxt, weil boxen Spaß macht. Einen Erwachsenen würde ich ja auch nicht gestatten über meine Grenzen zu trampeln und es so einem kleinen Monster durchgehen lassen, nur weil er ein Kind ist? Sehe ich keinen Sinn drin. Du solltest mal hören, wie Selena und Melinda ihm klarmachen, wo Schluss ist. Dagegen war ich geradezu nett.
      Danke für die guten Wünsche für morgen. Ich hoffe es wird nicht so schlimm. Ich bin nur so erschöpft. Aber morgen noch und dann ist erst einmal gut. Dann verziehe ich mich für einige Zeit in meine Höhle.

      1. Wenn Du vorhin nicht moderiert hast, dann ist da irgendwo eine Zeitschleife, die das sofortige Erschei8nen der Kommentare blockiert.
        Ein, zwei Minuten später waren sie dann sichtbar…. wie von Geisterhand.

        ich tippe mal, dass die Datenbankanbindung da etwas lahmt.
        Ein zweiter Versuch, den gleichen Text unmittelbar nochmal zu Posten wird nämlich von WP sofort mit der bekannten Fehlermeldung honoriert, dass man das ja schon mal gesagt hätte.
        Dabei ist die Datenbank aber nicht im Spiel, sondern der WP-Cache, in dem der Kommentar so lange bleibt, bis er in die Datenbank geschrieben ist…

        Postet man den gleichen Text nochmal, nachdem er schon in die Datenbank geschrieben ist, wird er meines Wissens auch ohne weiteres Federlesen akzeptiert und nochmal veröffentlicht.

      2. Wenn Du vorhin nicht moderiert hast, dann ist da irgendwo eine Zeitschleife, die das sofortige Erschei8nen der Kommentare blockiert.
        Ein, zwei Minuten später waren sie dann sichtbar…. wie von Geisterhand.

        ich tippe mal, dass die Datenbankanbindung da etwas lahmt.
        Ein zweiter Versuch, den gleichen Text unmittelbar nochmal zu Posten wird nämlich von WP sofort mit der bekannten Fehlermeldung honoriert, dass man das ja schon mal gesagt hätte.
        Dabei ist die Datenbank aber nicht im Spiel, sondern der WP-Cache, in dem der Kommentar so lange bleibt, bis er in die Datenbank geschrieben ist…

        Postet man den gleichen Text nochmal, nachdem er schon in die Datenbank geschrieben ist, wird er meines Wissens auch ohne weiteres Federlesen akzeptiert und nochmal veröffentlicht.

  3. ohohoh wo ist dieses peukert?
    vielleicht ein bisschen dekadent zum kaffeetrinken von kassel nach hamburg zu fahren giggle
    aber mag ja sein wir kommen doch mal wieder in den noooorden

    ich habe ja unsere barfuss schuhe in verdacht die unseren sehnen die ohren langziehn
    aber da bin ich starrsinnig – es gibt keine anderen schuhe mehr
    es wird sich umgedehnt…

    gute besserung 2.0 – kann nix schaden <3

    1. Das Peukert ist auf der Fruchtallee in Eimsbüttel. U-Bahnstation Emilienstr und zirka 5 Laufminuten von meinen Gören weg. Du bräuchtest ja nicht nur von wegen des Kuchens kommen, wir könnten ja auch die Brut heimsuchen.

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