Wintermüde

Von mir aus kann der Winter nun gerne vorbei sein. Ist ja eh nichts halbes und nichts ganzes. Auch geht das Holt zur Neige und das gefällt mir gar nicht. Doch was hülft es zu jammern? Gar nichts! Wahrscheinlich bin ich auch nur so verdrießlich, weil ich eine Erkältung habe. Auch daran lässt sich nichts ändern, außer mit Propolis gurgeln und Ingwertee trinken. Gut dass ich wenigstens genug zu lesen habe.

Es ist also alles nicht so furchtbar schlimm. Ein wenig arbeiten werde ich auch, allerdings in Maßen. Die nächstens Tage ist nichts besonderes geplant. Ich habe zwar einige Pläne an den Strand zu fahren, um ein wenig zu recherchieren, aber das kann auch noch einige Tage warten. Auf alle Fälle geht es morgen in die Bücherei. Es wird Zeit, dass ich meinen Leseausweis verlängere. Einige sehr leckere Bücher möchte ich mir von dir mitnehmen und vielleicht kann ich mich zu einem Cappucino im Stattcafé überreden.

Sonntag mit Regenspaziergang

Hier ist nichts mit Schnee und Winter, es ist grau und nieselig, manchmal sogar richtig regnerisch. Allerdings habe ich unseren Spaziergang trotzdem genossen. Seit ich wieder eine richtig gute Regenjacke habe (ja, eine mit dieser Wolfspfote drauf) gehe ich gerne im Regen spazieren und fotografiere auch gerne in diesem Licht. Auch im Monochromen steckt Vielfalt.

Ansonsten werde wir es ruhig angehen lassen. Heute ist nichts besonderes geplant. Beim Frühstück kam ein lieber Anruf. Meine Enkelin Selena hat berichtet, dass sie das Buch, das ich ihr geschickt habe toll findet. Mir hat Prinzessin Kiranmala – Das Geheimnis des Schlangenkönigs auch gut gefallen. Da ich meine Kinder nur selten sehe, bin ich dazu übergegangen 1 – 2 Mal im Monat einen Brief an Selena und Melinda zu schreiben und wenn ich passende Bücher oder gestrickte Socken habe, lege ich die bei. Manchmal schreiben sie sogar zurück.

Samstag, Schnee und Schreiben

Gestern Nacht hat es doch tatsächlich geschneit. Ich habe gleich nach dem Aufstehen Fotos gemacht, was sich als gut erwies, denn der Schnee war schnell wieder verschwunden. Viktor jedenfalls hat sich gefreut. Er hat noch um 01:00 Schnee geschippt, warum weiß ich auch nicht. Es ist nun mal sein Hobby und ab September drückt er sich regelmäßig die Nase an der Scheibe platt und wartet auf Schnee. Schneeschieber und Streusand stellt er denn auch schon mal bereit. So ein Fleißling.

Heute wurde endlich der geflickte Schamottstein in meinem Ofen ausgetauscht und nun kann ich wieder unbekümmert heizen. Zwischen all dem war ich aber auch schon fleißig. Habe schon geschrieben, meine Rezensionen für die Dialog abgeschickt, an wenig an meinem neuen Projekt gebastelt und Frühstück gab es auch schon. Nun werde ich mal die Bude rocken und dann geht es zum gemütlichen Teil über.

Ein Produktiver Tag

Es kommt ja nicht so oft vor, dass ich mit meinem Tagewerk zufrieden bin. Heute ist so ein Tag, ich habe wirklich einiges geschafft und habe mir meinen Feierabend rechtschaffen verdient. Gleich heute Morgen nach dem Tagebuch schreiben, war ich einkaufen, dann Mails beantworten und ein wenig socializing, Frühstück, danach ging es ab in die Küche, eine bologneseähnliche Sauce kochen und einen Salat für heute Abend vorbereiten. Dann ging es ans Schreiben.

Das flutschte heute ganz wunderprächtig. Es wird allerdings immer verzweigter und morgen muss ich mich dran machen, eine Liste der Charaktere und eine Mindmap ihrer Beziehungen zu einander aufstellen, sonst verzettel ich mich. Habe heute so gedacht, diesmal wird das Überarbeiten eine Pracht. Am besten wird es wohl sein, ich lese mir jeweils am nächsten Tag erst einmal durch, was ich am Tag zuvor geschrieben habe, damit nicht allzuviele Ungereimtheiten Einzug halten.

Prokrastinieren

Heute dammel ich nur rum. Erst haben wir beim Frühstück Horst Evers “Es hätte alles so schön sein können” gehört und konnten nicht aufhören, weil es so spannend und so lustig war, dann habe ich in einer Tour etwas gefunden, was ich erst einmal erledigen muss, bevor ich anfange zu schreiben. Dabei ist es nicht so, dass ich nicht wüsste was. Sagen wir mal so, ich weiß, was ich jetzt schreibe müsste, nur weiß ich noch nicht so richtig wie. Es ist eine Szene, in der vieles angedeutet, aber eben nicht zuviel verraten werden soll. Darauf kaue ich, während ich Bilder bearbeite, Socken stricke und so weiter drauf rum. Werde mich aber gleich einmal an einen handschriftlichen Entwurf machen.

Manchmal frage ich mich, ob ich mit meiner Geschichte nicht zu hoch hinaus will, dann wieder kommen Phasen, in denen ich das Gefühl habe, sie schreibt sich praktisch von alleine. In denen ich also nur Diktat aufnehme. Schon merkwürdig. In letzter Zeit zum Beispiel bin ich dazu übergegangen, alles erst einmal per Hand zu schreiben. Irgendwie ist das anders, als auf der Computertastatur herum zu hacken. Leider kann ich nicht so schnell schreiben, wie ich denke. Nicht einmal mit den Gelstiften, die zu allem Überfluss auch dauernd leer sind. Doch wenn sie es nicht sind, gibt es nichts Besseres.

Heute dann ein weiterer Schlag ins Kontor, eine Stromnachzahlung von über 80,00 € für Viktor. Gut, dass ich noch etwas Kohle gebunkert hatte. Ich hoffe, dass es mit meiner Rechnung glimpflicher abgeht. Noch ist sie nicht da und es kann sein, dass es für Viktor eine Rückzahlung in Sachen Gas gibt, da dürfte der Verbrauch deutlich geringer sein, da wir ja seit einiger Zeit einen Elektroofen haben, was wohl auch die Höhe der Stromnachzahlung erklärt.

Veränderungen kündigen sich an

Ich bin eine Anhängerin der Thttps://tiny-houses.de/iny House Bewegung. Es gefällt mir mit wenigen auszukommen und wenn man wenig Platz hat, häuft man auch nicht zuviel an. Schon seit einiger Zeit denke ich darüber nach, ob ich eventuell mit der Wohnung neben meiner klarkommen würde. Die wird nämlich gerade komplett renoviert, ist auch Souterrain und bekommt sogar Fußbodenheizung, so habe ich mir heute ein Herz gefasst und den Hausbesitzer gefragt, ob es möglich wäre, dass ich diese Wohnung nehme und Viktor meine Alte. Lange Rede, kurzer Sinn. Der scheint gar nicht so abgeneigt zu sein. Im Gegenteil, wenn ich diese Wohnung räume, kann er hier Rohre verlegen und die Wohnungen über mir, können ein Bad und eine Toilette bekommen. Also eine Win Win Win-Situation, das dritte Win dafür, dass Viktor auf diese Art, endlich entrümpeln muss. Aber wir haben ja Zeit. Noch ist die neue Wohnung ja gar nicht bezugsfertig. Ich hoffe es wird vor dem nächsten Winter was.

Ansonsten ist es ein ganz normaler Tag. Leider ist der Schnee verschwunden, aber die Luft ist frostig klar, da haben wir die Einkaufsrunde gleich ein wenig ausgedehnt. Suka hat sich gefreut, sie mag das Wetter und die Hanfkur scheint zu helfen, sie ist ein wenig fitter und frisst auch keine Weidenrinde mehr.

Heute bin ich relativ spät hoch. Das ist aber in Ordnung, ich brauchte Traumzeit und gute Einfälle kommen meistens, wenn ich so zwischen Wach und Träumen dümple.

Jetzt aber ans Werk. Von nur träumen wird das Buch nicht fertig.

Winterlich

Da hatte es doch glatt ein wenig geschneit und unser Hof sah aus, wie mit Puderzucker überzogen. Viktor war gleich entzückt und verkündete, er müsse Schnee schieben gehen. Was ich in Anbetracht der geringen Menge für übertrieben hielt. Aber er liebt solche Arbeiten und wenn er meint, dann soll er.

Ich habe die Kälte als Ausrede genutzt, um einen Kuchen zu backen. Wenn es kalt ist, soll man Apfelkuchen essen. Dieser hier ist mit gerösteten Mandeln, Sesam, Kürbiskernen und Hanfsamen veredelt. Gibt es zum Nachtisch und morgen früh zum Frühstück, damit Viktor nicht noch heute rot backen muss.

Ansonsten war es ein ruhiger Tag. Ich habe geschrieben, eine To Do Liste aufgestellt, Hundefutter gekocht und gebacken. Das soll reichen. Nun läute ich den Feierabend ein. Habt es fein.

Wie Persönlich ist okay?

Bei lieben Blogfreunden, deren Artikel ich hier nicht verlinken kann, weil ihre Blogs aus Trollgründen auf privat gestellt sind, kam die Frage auf, die persönlich will ich in meinen Artikeln, im Netz, sein? Diese Frage treibt auch mich immer einmal wieder um. Im Gegensatz zu meinen Freunden, war ich mir immer bewusst wie viele hier so lesen und dass ich bei den meisten nicht weiß, wer sie sind. Die wenigsten kommentieren, was mich oft nostalgisch werden lässt, denn in Pre-Facebookzeiten war das anders. Aber zurück zum Thema. Wie gesagt, ich war mir immer bewusst, dass hier so an die 80 – 100 Leutchen mitlesen und höchsten 5 – 6 regelmäßig kommentieren. Mir war auch immer bewusst, dass ich sehr offen über mein Leben schreibe, über Mann und Hund, meine Krankheiten, meine Existenzängste, meine Schwierigkeiten mit dem Schreiben, meine Freude am Schreiben und meine Gedanken zu Politik und Gesellschaft. Eine Grenze ziehe ich bei Fotos von meinen Enkelinnen, von Kindern überhaupt und was bei meiner Tochter los ist. Was ja auch nicht zu meinem persönlichen Bereich gehört. Das war bis dato auch okay für mich so. Beim Lesen von Herrn Momos Artikeln, kam ich dann aber doch ins Nachdenken und habe mir überlegt, wie ich zukünftig hier auftreten will. Schließlich bin ich zu dem Schluss gekommen, es geht weiter wie gehabt. Die Gründe hierfür sind einfach, würde ich die persönliche Schiene außen vor lassen, dann würde es diesen Blog nicht weiter geben, außer vielleicht mal in Form einer Ankündigung für eine Lesung und ein paar Fotos von Hund und Katz. Mit anderen Worten, dieser Blog wäre für mich überflüssig. Dann würde das tägliche per Hand Tagebuch schreiben ausreichen. Die Entscheidung hier wie gewohnt weiterzumachen ist mir nicht einmal schwer gefallen, denn mir fielen einige Kommentare und Mails ein, die ich zu Beträgen erhalten habe, bei denen ich während des Schreibens dachte: Wen soll das denn interessieren? Diese Mails hatten oft den Inhalt: Danke, dass du darüber geschrieben hast.

So, das war das. Gestern waren wir noch zu einer Vernissage im NZN – Praxis Erich Conradi und haben Bilder von Carmen Loger geguckt. Das war sehr schön und ich war froh, dass ich mich nicht gedrückt habe, denn nach der durchwachten Nacht war ich eigentlich gar nicht in der Stimmung für Gesellschaft. Doch es war gut, dass wir hingegangen sind. Am Rande hat sich gleich ergeben, dass Viktor dort im April ausstellen wird und ich wurde gebeten im Rahmen von Viktors Ausstellung eine Lesung zu veranstalten. Mache ich natürlich. Die genauen Termine kommen noch. Da ich schon mal bei Erich in der Praxis war, habe ich auch gleich Hanftee mitgenommen. Den Trinken wir nun alle. Auch Suka, die kriegt sogar den Teesatz ins Futter gemischt und frisst es mit Begeisterung.

So, nun aber ans Werk.

Wenn ich des morgens früh aufsteh

Nein, dann gehe ich nicht notgedrungen spazieren, sondern greife mir Stift und Heft und schreibe. Aber warum bin ich nun früh hoch? Ich hatte eine sehr schlechte Nacht, mit Panikattacken. Um 05:00 lag mir ein Amboss auf der Brust und da bin ich aufgestanden, weil an weiterschlafen eh nicht zu denken war. Wieder einmal plagen mich Existenzängste und lassen mich nicht zur Ruhe kommen. Diesmal hat es weniger mit direkten finanziellen Nöten zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass die Chance mich wenigstens soweit selbst finanzieren zu können, dass es mit der knappen Rente reicht, die ich irgendwann bekomme, geringer wird. Der Plan war ja, wenigstens für einige Zeit, soviel zu verdienen, dass ich keine Grundsicherung beantragen muss, wenn es einmal so weit ist. An manchen Tagen überlege ich, ob es nicht sinnvoller wäre das Gewerbe abzumelden und aufzuhalten mich abzustrampeln. Es ist einfach enervierend. Mit dem Schreiben lässt sich nichts verdienen, mit dem Tarotberatungen auch nicht mehr.

Dabei wird alles immer teurer und lässt sich durch ALG II Erhöhung kaum noch auffangen. Es gibt so Tage an denen ich mich frage, warum ich mir das eigentlich antue. Also das Bioleben. Warum nicht einfach A**i und L**l und vielleicht sogar mal nicht am 15. pleite sein. Vielleicht sogar mal genug übrig zu haben, um zu einer Veranstaltung zu gehen. Ich interessiere mich gerade für eine Lesung im Kulturforum “Die Messerkönigin” von Neil Gaiman, gelesen von Oliver Rohrbeck, 24,00 € Eintritt keine Ermäßigung. Das ist ganz simpel nicht drin. Soviel zur Teilhabe am kulturellen Leben mit ALG II. Natürlich ist es letztlich ein Luxusproblem. Ich muss nicht zu einer Lesung gehen, nur manchmal ist eben der Wunsch nach etwas Besonderem da. Sicher ich lebe nicht in einer kulturellen Wüste. Heute zum Beispiel gebe ich zu einer Vernissage. Es ist auch nicht nur diese Veranstaltung, es war wieder eine der Nächte, an der mir besonders bewusst ist, wie gering der Sicherheitspuffer ist.

Wenigstens einen Vorteil hatte das frühe Aufstehen, ich habe gearbeitet und bin ein gutes Stück voran gekommen.