Tapfer 3

Heute war wieder Zahnklinik, oder wie ich es nenne: Das Haus, das Verrückte macht, angesagt. Eigentlich nur 2. Kosten- und Heilplan abholen und Termin fürs Zähneziehen machen. Auf den ersten Blick denkt man: Einfache Sache, da bin ich in einer halben Stunde wieder draußen. Die Realität sieht denn allerdings anders aus. Um 08:00 stand ich dort auf der Matte. Nummer ziehen, warten bis ich aufgerufen werde, dann in den 3. Stock in die Prothetik, die Überweisung für den 6. Stock (Zahnheilkunde und Chirugie) holen und den Heil- und Kostenplan. Dann wieder ins Erdgeschoss, Nummer ziehen, warten und anmelden für den 6. Stock. Neuen Anamesebogen ausfüllen, dann die Frage nach dem Hausarzt. Ich mache die Angaben, sie sucht in der Liste und behauptet dann, dass es keinen Arzt dieses Namen, in der Straße gebe. Worauf ich antworte: Dann hat der Kerl, den ich dort regelmäßig treffe, mir aber einiges zu erklären. Sie ist verzweifelt, jammert was sie denn nun eintragen soll. Ich schlage vor, gar nichts, ich könnte mir ja einfach ein Schild mit Namen und Adresse des Arztes umhängen. Dann endlich 6. Stock. Drei Leute stellen mir die selben Fragen, übrigens genau die, die ich im Anamesebogen bereits beantwortet haben, übrigens auch nicht zum ersten Mal, denn bei meinem ersten Besuch hatte ich ja bereits einen ausgefüllt und der wurde auch eingescannt. Wie auch immer nach 2 1/2 Stunden hatte ich den Termin. Der 18.6. ist dentaler Großkampftag. Um 08:00 Abdrücke machen in der Prothetik und die Unterkieferprothese zwecks Aufmöbelung und Erweiterung dort lassen, dann um 11:00 in den 6. Stock Zähne ziehen. Dann nach Hause und um 16:00 wieder zurück, die Prothese abholen.

Wieder draußen, hätte ich mich am liebsten in die nächste Konditorei oder Eisdiele begeben. Statt dessen bin ich zur Krankenkasse und habe mir meinen Kosten- und Heilkram für die obere Prothese absegnen lassen. Danach zum Hausarzt, eine Überweisung holen, denn Zähneziehen ist ein chirugischer Eingriff und für den braucht man eine Überweisung vom Hausarzt.

Wieder zu Hause schrie mein Körper nach Koffein und genau das bekam er in Form von starken schwarzen Kaffee. Ebenso leckere Brötchen, die mir unterwegs noch in die Tasche gewandert waren. Zum Frühstück hatten wir diesmal von Herrn Amsel Besuch. I

Nach diesem aufregenden Vormittag bin ich, zwecks Regeneration, dann erst einmal zu Bett. Eben noch zwei Stunden an Tore gearbeitet. Für heute war es das. Gleich noch Abendbrot, dann geht es ins Bett lesen oder was sonst Spaß macht. Hört sich irgendwie zweideutig an, dabei wird der Liebste den Abend gar nicht da sein, der ist in der Räucherei und macht Musik.

2 thoughts on “Tapfer 3

  1. Eigentlich ist an dem Tag gar nichts Aufregendes passiert, denkt man. Oder nur Dinge, die man auch ohne lange Warterei, Sucherei, Fragerei bewerkstelligen könnte. Denkt man. Jetzt hast du aber alles in Sack und Tüten, d.h. du kannst dich wirklich ausruhen.
    Und für den Zahngroßkampftag drücke ich dir die Daumen.
    Ich habe heute im Garten ein neues Beet angelegt für meinen Kohl. Umgraben ist eigentlich nichts mehr für alte Frauen. 🙂 Ich habe nämlich meinen Brief nicht fertig bekommen. Das wird nun halt morgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.