Veränderungen

Das Leben ist Veränderung und so bin ich auch dabei neue Wege zu gehen. Mein alter Blog fühlt sich nicht mehr nach zu Hause an und so werde ich nun hierher ziehen. Eine neue Writresscorner für mich. Ein wenig geht es also auch Back to the roots. Ich gestehe es fühlt sich komisch an.

Die letzten Wochen waren nicht nur in gesundheitlicher Sicht herausfordernd, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Besonders schwer ist mir die Erkenntnis gefallen, dass ich es nicht schaffen werde vom Amt loszukommen, mir fehlt einfach die Kraft, um wirklich voll durchzustarten. Nun ja, im Scheitern habe ich Erfahrung und so werde ich mich eben in dem Einrichten, was mir Freude bereitet. Wie es mit dem Verlag weiter geht ist noch nicht sicher, da bleibt einiges abzuwarten, unter anderem wird Viktor dieses Jahr 65 und geht in Rente. Ich kann nicht sagen, dass ich fröhlich meine Pläne und Vorhaben ändere, aber es geht nun mal nicht anders. Jedenfalls war es Zeit den Tatsachen ins Auge zu sehen und wie ich schon sagte: Im Scheitern habe ich Erfahrung und es zeichnet sich ja auch schon länger ab. Doch es fällt nicht leicht.

Die Entscheidung mein Gewerbe aufzugeben zeichnet sich schon lange ab. Ich habe es nur immer verschoben, dachte immer, vielleicht geht es ja noch … Die gestrige Nacht hat mir dann klar gemacht, dass es Zeit für einen entschlossenen Schritt ist. Ich kann es mir schlicht und ergreifend nicht leisten selbstständig zu sein.

Kein Grund in Traurigkeit zu versinken. Die nächsten Tage werde ich nutzen, es mir hier gemütlich zu machen und ich werde wieder schreiben und so dann und wann wird es hier was zu lesen geben, für umsonst oder gegen Spende. Mal sehen. Ich betrachte nun einfach mal meine Alimentation vom Amt als Grundeinkommen.

6 Gedanken zu „Veränderungen

  1. Liebe Karin,
    es macht mich immer traurig, wenn jemand wahnsinnig viel Kraft und Zeit investiert und nicht vom Fleck kommt. Nicht vom Fleck kommen kann. Und da sind wir beim „Scheitern“, welches keines ist. Aus diesen Bandagen kommt man nicht heraus und ganz ehrlich, das ist auch so gewollt. Sonst gäbe es wirklich ein Grundeinkommen.
    Weißt du, zu DDR-Zeiten gab es einen doofen Spruch, die Rede eines erfundenen Parteisekretärs vor seiner Versammlung:
    „Genossen, es ist uns gelungen, aus Sch… Bonbons zu machen. Am Geschmack hapert es noch, aber es sieht gut aus.“
    So geht mir das. Ich stopfe ein Loch mit dem anderen, muss alles sein lassen, was Geld kostet und dann kommt so ein Schnösel vom Amt daher und erzählt mir, dass ich nicht genügend Werbung mache und und und. So ist das und keinen regt es auf.
    Richte dich ein, mach es dir gemütlich, komm zur Ruhe und LEBE einfach.
    Liebe Grüße von der Gudrun.
    PS: Es tut sich immer wieder ein Türchen auf. Ganz bestimmt.

    1. Tja, es ist traurig und ich bin auch noch recht wackelig, aber auch erleichtert, dass ich endlich eine Entscheidung getroffen habe. War ja nicht so leicht, denn ich mache ja Sachen, die mir wahrlich am Herzen liegen. Was mich so wütend macht, ist eben das Prinzip was dahinter steht. Dieses verlogene „Fördern“, was nichts anderes als fordern ist. Danke jedenfalls für deine lieben Worte. Nein, es ist kein Scheitern, nur im Augenblick fühlt es sich so an. Ich hoffe sehr, dass ich, wenn der erste Schmerz vorüber ist, wieder zu der Leichtigkeit finde wirklich zu schreiben. Die ist mir bei dem ewigen Kampf um Einkünfte doch sehr abhanden gekommen.

      1. Sie kommt wieder, die Lust am Schreiben und am Veröffentlichen. Es wird anders sein als bisher, aber es wird sein.
        Werde erstmal gesund und dann … dann planst du erstmal ein, dass du zur Buchmesse zu mir kommst. Es gibt da immer feine Voträge, die wir uns nicht entgehen lassen sollten. Aber dazu später.
        Ausruhen und Schreiben, wenn dir wieder so ist.

        1. Danke Gudrun. Es ist alles nicht gerade leicht zur Zeit und ich wünschte wahrlich ich könnte ausspannen, aber irgendwie. Mit der Buchmesse ist eine nette Idee, schaun wir mal, wie es da aussieht.

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