Wurschteltag

Heute war so ein Tag, an dem nichts richtig klappte. Es gab Internetprobleme, die sich aber beheben ließen. Komischerweise regte mich das alles gar nicht so besonders auf. Ich war eher amüsiert. Ansonsten ist die Freude über das hübsch gemachte Arbeitszimmer immer noch groß. Heute habe ich mir meine Fenster von Außen angesehen. Wunderbar blickdicht. Jahrelang dachte ich immer nur meine distanzlose Mutter neigt dazu anderen Leuten in die Fenster zu gucken, nur weil sie Souterrain wohnen oder keine Gardinen haben. (Glaubt mir, der Hollandurlaub mit der Frau, ist mir noch immer sehr präsent). Da wurde ich schnell eines besseren belehrt, seit ich im Bruchbudenparadies residiere. Mein erster Versuch Gaffer abzuhalten bestand im Bemalen der Fensterscheiben. Da konnte man immer noch durchgucken, allerdings musste man sich schon ein wenig anstrengen und fast die Nase an die Scheibe drücken. Gab immer noch welche, die die Mühe auf sich nahmen. Nun jedenfalls ist alles dicht und der einzige Nachteil ist, dass ich nicht rausgucken kann. Allerdings ist der Ausblick auf den Bürgersteig und auf parkende Autos auch nicht besonders inspirierend.

Heute morgen gab es wieder Frühstück auf dem Balkon. Mein Lieblingsbrot. Käse (Tilster oder Rotschimmelkäse) mit Orangenscheiben, Kresse und Steakpfeffer. Ein Knaller.

 

4 Gedanken zu „Wurschteltag

  1. Ach ja, die Neugierde mancher Menschen ist unersättlich. Wahrscheinlich gibt es deshalb bestimmte Fernsehformate.
    Ich mochte nie Gardinen. Als wir aber anno dunnemals in ein Haus zogen, verrenkten sich manche regelrecht den Hals, um sehen zu können, was bei uns auf dem Tisch stand. Und schwupps, hatte ich Gardinen.
    Jetzt wohne ich ein Stücke höher und habe wieder freie Sicht. Nur wenn es dunkel wird, dann mache ich die Rollos runter.
    Es liest sich so schön von deiner Freude über das gemalerte Zimmer. Aber weißt du, was mich immer wieder schmunzeln lässt? Dein Ausdruck“Bruchbudenparadies“.

    1. Ich kann diese Distanzlosigkeit überhaupt nicht nachvollziehen. Käme auch meinerseits nicht auf die Idee. Und was das Bruchbudenparadies betrifft. Nun ja, es ist eine Bruchbude, aber ich habe hier, das erst Mal seit meiner Kindheit, ein zu Hause und mein Glück gefunden. Da ist nicht wichtig, dass der Fußboden erneuert werden muss, dass hier nur Ofenheizung ist und das Bad ungeeignet für Klaustrophobiker ist. Die nette Hausgemeinschaft macht da vieles wieder wett. Und wir haben hier zwei Wohnungen. Möchten wir auch nicht missen.

  2. ich stehe auch jedesmal vor diesen faltrollos die man hochziehen kann
    aber entweder sind sie mir gerade zu teuer oder ich habe die maße vergessen
    und das mit der nase plattdrücken hat hier zu bodenlangen vorhängen geführt
    ich war wirklich platt das eine mal
    wenn ich open house habe steht die tür auf – das sollte doch reichen

    das käsebrot ist sehr stylisch – yeah

    1. Die Faltrollos habe ich mir auch angesehen, mich dann aber doch für etwas glattes entschieden. Hier in der Straße sind die Faltdinger überall zu sehen. Da muss man was gegensetzen. Das Käsebrot war der Knaller. Nicht nur fürs Auge.

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