Yul und Facebookfasten

So, nu ist also Yul, aber nicht ganz. Heute Abend um 23:23 ist die Wintersonnenwende. Ich freue mich darauf. Gegen 22:30 werde ich zu einem Spaziergang starten und Mehlkreise ziehen, zum Geister füttern, denn satte Geister sind glückliche Geister. Ich glaube aber der wichtigste Schritt wird sein, dass ich beschlossen habe, inspiriert durch Blogkumpel Martin –tageweise unsortiert -, mal wieder eine Facebookpause einzulegen. Ich glaube es ist nötig und es ist eine gute Zeit. Denn in den Raunächten geht es ja darum, mal ein wenig Abstand von der Alltagsroutine zu nehmen. Einen Schritt zurück zu treten und auf das zu lauschen, was einer so zugeraunt wird. Die Blogs allerdings werde ich auch in diesen Tagen weiterschreiben.

Arg zerzaust bin ich von den Wirrnissen und den Veränderungen meines Körpers. Sicher die Antibiotika helfen, die Entzündung geht zurück, die Blutuntersuchung von gestern ist recht erfreulich, wenn auch nicht perfekt, doch es ist klar, dass ich diverses ändern muss in meinem Leben. Einmal hat die Laktoseintoleranz sich nicht als Irrtum erwiesen, zum anderen ist es an der Zeit deutlich Gewicht zu reduzieren, wenn ich weiterhin ohne Diabetes-Medikamente auskommen will. Komischerweise fällt mir die Ernährungsumstellung gar nicht so schwer und auch mit dem Intervallfasten komme ich gut zurecht. Es hapert noch ein wenig an einem effektiven Bewegungsplan. Doch auch das wird werden. Es ist also alles auf dem Weg, der hoffentlich zum gewünschten Ziel führen wird.

Dieser Tage habe ich viele Hiob-Gedanken gewälzt. Warum ich? Warum nun auch noch diese Darmgeschichte? Warum komme ich nicht zur Ruhe? Und und und. Dabei habe ich ganz vergessen dankbar zu sein. Ich habe ein Dach über dem Kopf, der Ofen bollert, ich habe gut und lecker zu essen und sehr viele liebe Menschen, real und virtuell, um mich und was die Krankheiten betrifft: ich lebe in einem Land in dem ich auf ärztliche Hilfe zurückgreifen kann, wenn es nötig ist. Also Schluss jetzt mit dem Klagen und einfach mal Danke sagen.

Hab es schön.

7 Kommentare zu „Yul und Facebookfasten

  1. Ich denke, Pause machen, inne halten und den Standpunkt neu bestimmen ist immer gut.
    Und du hast recht mit dem Gedanken, dass man dabei auch wirklich bedenken sollte, was auf der “Haben” Seite steht – und dem auch die ihm gebührende Dankbarkeit entgegen zu bringen….

  2. Achtsamer zu sein, mit sich und denen, die man als Freunde sieht, finde ich gut. Ich glaube, wir haben uns zu sehr “erziehen” lassen, dass es unwichtig ist.
    Ich wünsche dir eine schöne Zeit. Und heute Nacht werde ich an dich denken.

  3. Ja, das denke ich bei allem Unbill auch manchmal…. wir leben in einem Land, wo wir bei allen Fehlern im System ja doch gut ärztlich versorgt sind. Sonst sähe es für die Beine des Gatten düster aus.
    Uns geht es ja sonst auch wirklich gut und deshalb habe ich dieses Jahr beschlossen, mal wieder etwas zurückzugeben und ein bißchen für die da zu sein, die wirklich nix haben, die Obdachlosen.

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