Zur Ruhe kommen

Ich muss gestehen, dass mich die gestrige Auseinandersetzung doch recht mitgenommen hat. Da ist viel Denkstoff entstanden. Unter anderem, wie es einem angeblich spirituell denkenden Menschen gelingt, derart menschenverachtend und mitgefühlslos zu werden.

In solchen Situationen brauche ich Zeit und Dinge die mir Klarheit geben und mich nähren. Zitronen, Chilli und Ingwer geben im Verbund mit Honig einen sehr leckeren Tee, der sowohl heiß, als auch kalt genossen werden kann und die kleinen Tomaten sind der Snack für zwischendrin. Lecker und Gesund.

Post kam heute aus Leipzig. Danke Gudrun. Deine Worte haben mir sehr gut getan. Ja, wir haben unser kleines Netzwerk und das ist stabil und gibt Halt und Hoffnung.

Heute ist noch einmal durchatmen angesagt. Morgen früh steht ein weiterer Termin in der Zahnklinik an und am Nachmittag geht es nach Hamburg, um Selena abzuholen. Viktor und ich freuen uns so auf die Zeit mit ihr.  Wir haben es schön zur Zeit und doch ist da dieses „die Ruhe vor dem Sturm Gefühl“.

 

12 Gedanken zu „Zur Ruhe kommen

  1. Über den gestrigen Disput denke ich auch immer noch nach.

    Allerdings eher aus dem Blickwinkel des „wie gehe ICH damit um“ und mit der Fragestellung, die Smilla Blum in ihrem Kommentar aufgeworfen hat:
    „…..bin mir aber nicht sicher, ob man sich nicht doch mit diesen Menschen auseinandersetzen muss.“

    Aber da läuft mein Denkprozess noch, und eventuell werde ich in meinem Blog dazu noch mal was schreiben…. eher allgemein und nicht auf das Geschehen hier bezogen.

    Schaunmermal.

    Aber erst mal sind andere Dinge dran und auch die machen den Kopf frei, wie du richtig schreibst.
    Bei Dir der Tee und die Vorfreude auf Selena .
    Bei mir meditatives Küche aufräumen 🙂

    Für die Zahnbehandlung drücke ich Dir alle Daumen, dass es nicht zu unangenehm wird….

    1. Ja Smillas Frage geht mir auch im Kopf rum. Spontan kam nur: Mit diesen Leuten habe ich nichts zu besprechen. Herrscht auch immer noch vor. Muss ich erst einmal drüber nachdenken. Alles Liebe Karin

  2. Liebe Karin

    die Diskussion hier, lese ich mit Trauer und mit Erschrecken.
    Wollte mich auch eigentlich nicht dazu äußern. Weil mir beide Sichtweisen vertraut sind.
    Doch ich mag nicht urteilen über Rowitha und ihren subjektiven Weg bis zu diesem besagtem Post, weil ich auch vertraut bin, mit ihren Postings der letzten beiden Jahre. Und auch das bedarf einer Würdigung.

    Ebenso verstehe ich deine Haltung – das, was du geschrieben hast. Doch ich will und kann mich nicht auf eine Ebene begeben, die eine frei Meinungsäußerung nicht zulässt. (Denke bitte an Rosa Luxemburg: Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.

    Mensch, Frau! Haben wir nicht immer wieder gerade darum geschrieben und gekämpft? Dass wir sagen dürfen, was uns bewegt? Auch wenn es nicht in unser momentanes Weltbild passt?

    Ich schreibe für das freie Wort – und natürlich heißt das auch, dass ich deine Worte lesen möchte. Ich wünsche mir Vielfalt. Ich wünsche mir Diskussion. Warum limitierst du dich, indem du eine Sperre aussprichst? Wäre es nicht angemessen, in einen Dialog zu gehen?

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.

    Liebe und Licht
    Erika

    1. Liebe Erika, ich habe meine Gründe ausreichend dargelegt. Der Schritt ist mir wahrlich nicht leichtgefallen. Diese Seite wird sicher nicht die Plattform für Rassismus werden und schon gar nicht für diese unausgegorenen Äußerungen. Zur freien Meinungsäußerung. Ihre Meinung hat R. kundgetan, die Kommentare sind nicht gelöscht. Nur wann ich eine Grenze in einer unerquicklichen Diskussion ziehe, bestimme in meinem Raum ich. Also von Beschneidung der freien Meinungsäußerung ist da wohl kaum zu reden.

      1. d’accord, Karin.

        Und noch hinzufügen möchte:

        Mein Blog ist keinesfalls öffentlicher Raum, in dem jeder frei nach Schnauze alles äussern kann, was er möchte. Sondern er ist Teil meiner privaten Sphäre, in der ich das Hausrecht habe und die Regeln bestimme…. und somit auch die Bremse ziehen kann, wenn mir eine Äusserung nicht gefällt.

        Konkret:
        Meine Gastfreundschaft hat eindeutig da ihre Grenzen, wo jemand sich verächtlich, rassistisch oder sexistisch über jedweden Menschen äussert oder versucht, andere in dieser Richtung zu beeinflussen – oder wissentlich Falschmeldungen als Wahrheit verbreitet und sich in diesem Zusammenhang als unbelehrbar erweist.
        Dann bleibt mir nichts anderes, als das zu unterbinden und ich alleine entscheide, in welcher Form ich das tue.

        Und ich denke, genauso hast Du gestern auch gehandelt.

        Damit beschneidest Du – beschneide ich – auch niemanden in seiner freien Meinungsäusserung, denn es bleibt jedem überlassen, selbst einen Blog zu eröffnen und dort seine Meinung kund zu tun, wobei er dann dort auch das Recht hat ebenso zu verfahren …

        Blöd in dem Zusammenhang halt nur, wenn man seinen Blog auf privat stellt, denn dann beraubt man sich selbst der Möglichkeit einer eigenen Argumentation. wenn man mit seinen Argumenten anderweitig nicht durchkommt.

  3. Mich beschäftigt das auch, wobei ich mich wirklich frage, wie jemand dazu kommt, so abgrundtief zu hassen. Mit Spiritualität kann ich das gar nicht zusammenbringen. Und zu der Frage des Redens, meine Erfahrung ist, das man mit diesen Leuten nicht reden kann, weil sie für Argumente gänzlich unzugänglich sind. Und reden kann ich nur auf Augenhöhe und nicht, wenn jemand lediglich versucht, mich von seiner Meinung zu überzeugen, wobei Rassismus und Hetze für mich nicht unter die Meinungsfreiheit fallen. Und nicht ich grenze aus, das tun diese Leute selber, in dem sie sämtliche Werte verlassen, die unsere Gesellschaft eigentlich ausmachen.

  4. Ich weiß nicht, wieso die Grundregeln einer Diskussion so vergessen werden können. Das Ergebnis ist entweder, dass man sich gegenseitig zuhört und einen gemeinsamen Kompromiss findet oder dass man akzeptiert, dass es die gegensätzlichen Meinungen gibt und es auch so bleibt. Dann ist erstmal Ende der Diskussion. (Das hat bestimmt jeder schon mal im Jugendzimmer seiner Heranwachsenden gesagt.)
    Es kann jeder seine Meinung haben, aber immer weiter zu reden über einen Inhalt, den der andere so nicht akzeptiert und das auch signalisiert hat, empfinde ich als Nötigung. Wohlgemerkt, hier ist Privatbereich. In politischen Gremien wird abgestimmt. (Und auch da sind Debatten begrenzt.) Wir sind aber keines. Hier, denke ich, bestimmt der Bloginhaber die Inhalte und auch die Regeln.

    1. Außerdem kann man nur diskutieren, wenn jemand auch zuhört. Jemand, der nur unreflektiert nachplappert, was im Netz steht und sich dabei höchst fragwürdiger Quellen bedient, vertritt keine Meinung, sondern hetzt nur. Da ist für mich persönlich eh Ende jedes Gesprächs. Wie Martin schon so treffend sagte, im Netz findet man auch, das Jogi Löw Bundeskanzler wird. Außerdem sind rassistische Äußerungen nichts, worüber ich diskutieren will, ich will sie schlicht nicht haben, in meinem Blog schon gar nicht. Und wenigstens das sollten die Rassisten akzeptieren. Sollen sie sich von mir aus selber zuhören.

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