• Einfach mal so

    Einer dieser Tage …

    Manche Tage beginnen trotz dauernder Kopfschmerzen gar nicht mal schlecht, werden es auch nicht richtig. Es ist eher so, dass ein konzentriertes Arbeiten nicht möglich ist, weil dauernd irgendwer oder -was dazwischen kommt. Zum Beispiel habe ich für eine relativ kurze Mail fast zwei Stunden gebraucht, weil die Postbotin klingelte, Viktor den Einkaufszettel machen wollte, eine Nachbarin W-LAN eingeschaltet haben wollte, jemand anrief und und und. Das sind die Tage an denen ich die „Don’t let the Muggels get you down“-Tasse heraushole, tiefdurchatme und versuche ruhig zu bleiben. Etwas das mir nicht unbedingt leicht fällt.

    Die dauernden Kopfschmerzen allerdings machen mir schon Sorgen. Wahrscheinlich sollte ich einmal mehr einen Termin beim Augenarzt machen oder einfach meine Rechnerzeit einschränken. Erst einmal werde ich es mit Magnesium und Augentropfen versuchen.

  • Einfach mal so

    Tagebuch und Cappucino

    Meine Gewohnheit Tagebuch zu schreiben, hat mich schon durch so manche dunkle Phase gerettet. Ich nenne es auch manchmal Müllrausbringen. In der letzten Zeit fällt mir allerdings auf, dass ich sehr viel mehr über angenehme Dinge schreibe, über Gelesenes, über eine Freundlichkeit oder einen schönen Spaziergang. Das macht mir Hoffnung, dass ich endlich aus der Depression komme und in eine relativ ausgeglichene Phase gehe. Nach der Grippe im Januar habe ich mich nur schwer berappelt, doch so langsam wird es. Vielleicht liegt es daran, dass der Umzug in greifbare Nähe rückt oder eben, dass daran, dass es Frühling wird.

    Der Holunder treibt schon mal aus und nach der grauen Phase, denn es war ja eher ein Regenwinter, tut jedes bisschen Farbe den Augen wohl.

    Dazu kommt auch noch, dass ich mich auf einige schöne Bücher freue, die wohl in den nächsten Tagen hier landen werden. Darüber aber ein anderes Mal mehr.

  • Lesestoff

    Quintessenzen von Sven Böttcher

    Das Buch gibt es schon länger. Nicht nur zu kaufen, sondern auch auf meinem Bücherregal. Komischerweise habe ich es nie richtig gelesen, höchstens einmal reingeguckt und dass obwohl ich Sven Böttcher sehr schätze und die meisten seiner Bücher gelesen habe … einige sogar mehrfach.

    2007 sieht es nicht gut aus für Sven Böttcher. Diagnose MS, er ist gelähmt an Beinen, Armen und einigen Organen. Es steht zu vermuten, dass ein weiterer Schub das Ende sein wird. In dieser Situation verspricht er seiner ältesten Tochter, dass er das Wesentliche, über das Leben, das Universum und den Rest in Kürze aufschreiben wird, was sie seiner Meinung nach wissen sollte, damit sie einen Leitfaden hat, falls er nicht da sein sollte. Böttcher erholt sich und macht sich ans Werk. Zum Glück finden die Quintessenzen nicht nur zu seinen drei Töchtern, sondern zu vielen Menschen und wird zum Bestseller.

    Wie gesagt, das Buch steht schon einige Zeit bei mir im Regal und ab und an habe ich darin geblättert, bin auch an der einen oder anderen Stelle hängen geblieben und war tief berührt. Vor einigen Tagen nun, habe ich es von vorne bis hinten durchgelesen und bin froh, dass ich es getan habe. Es hat zwar einiges von unten noch oben gekehrt und umgedreht, aber es ist ja nur gut, wenn an den Stellen gewisser Lebensfragen die man geklärt glaubte, noch einmal gerüttelt wird.

    Ich denke ich werde noch drei weitere Ausgaben dieses Buches bestellen und sie meiner Tochter, sowie meinen beiden Enkelinnen schenken. Es ist vorstellbar, dass sie es hilfreich finden. Mir jedenfalls hat es gerade in der aktuellen Situation sehr geholfen. Dank dafür an den Autor.

  • Einfach mal so,  Lesestoff,  Roman

    Feine Post und ein Spaziergang

    Nachdem es gestern und heute Nacht noch ordentlich geweht hat, ist heute Aprilwetter. Es wechsel ständig zwischen Sonne und Regen. Nach drei Tagen drinnen, bin ich heute endlich einmal spazierengewesen. Es ging in die Moorteichwiese, die mittlerweile eher wie die Kieler Seenplatte aussieht. Ist ja auch ordentlich was runtergekommen, die letzten Tage. Stumrschäden, also größere waren nicht zu sehen. Was ja erfreulich ist.

    Überhaupt war es gar kein so schlechter Tag. Auch die Post brachte erfreuliches. Diese beiden Bücher, über die ich sicher noch ausführlicher schreiben werde. Audrey Niffenegger ist mir ja seit langem bekannt, aber von Diane Setterfield habe ich noch nichts gelesen. Once upon a River gibt es als deutsche Übersetzung unter dem Titel: Was der Fluss erzählt. Übersetzung: Anke & Eberhard Kreutzer.

    Klappentext

    Eine stürmische Winternacht im ländlichen England des späten 19. Jahrhunderts: In der uralten Gaststube des „Swan“ sitzen die Bewohner von Radcot zusammen und wärmen sich an ihren Geschichten und Getränken, als ein schwer verletzter Mann mit einem leblosen Mädchen im Arm hereinstolpert. Eine Krankenschwester wird gerufen, die nur noch den Tod des Kindes feststellen kann. Als sie jedoch ein paar Stunden später die Todesursache festzustellen versucht, bemerkt sie, dass das Kind atmet und sich bewegt. Ein Wunder? Oder etwa Zauberei? Oder gibt es dafür eine wissenschaftliche Erklärung? Und woher kommt das Mädchen? Ein stimmungsvoller Roman, der einen davonträgt wie ein Fluss, in eine Welt, in der Imagination und Wirklichkeit sich überlagern.

    Ich bin auf beide Bücher sehr gespannt. Raven Girl gibt es übrigens nicht auf Deutsch.

  • Einfach mal so,  Lesestoff

    Alte Lieblinge und Neulinge

    Watt’n Schietwedder … Was soll man da bloß anfangen? Es ist nicht einmal so windig wie befürchtet, aber es regnet. Heute Morgen war es kurz trocken und dann ging es los. Fürs Wochenende sieht es auch nicht wirklich besser aus. Gut, ich habe genug zu tun. Zwei Übersetzungen und eine eigene Piratengeschichte wären zu erledigen, aber damit verbringe ich nun nicht die ganze wache Zeit. Also habe ich mal Lesestoff gesichtet.

    Es ist eine schöne Mischung aus Neuen und Alten geworden.

    Alexanders Erben von Gisbert Haefs habe ich zum Geburtstag bekommen. Ein Autor der ein wirklich gutes Händchen für historische Romane hat.

    The Betrayels von Bridget Collins habe ich mir selbst angeschafft. Es ist der zweite Roman von Bridget Collins, deren Erstling „Die verborgenen Stimmen der Bücher/The Binding“ habe ich mit Begeisterung gelesen. Die Deutsche Übersetzung ist übrigens von Ulrike Seeberger.

    Quintessenzen von Sven Böttcher ist immer wieder eine Freude.

    Don Quijote genauso. Ich kenne es zwar, doch nachdem ich „The man who killed Don Quijote“ von Terry Gilliam gesehen habe, treibt mich der Wunsch um, noch mal darin zu lesen.

    The Left Hand of Darkness von Ursula le Guin habe ich bereits in einer alten, leider sehr schlechten, deutschen Übersetzung gelesen. Ursula le Guin ist eine meiner Lieblingsautorinnen und ich lese sie halt gerne im Original, doch ich freue mich sehr darüber, dass es demnächst eine neue Übersetzung von Karen Nölle, die eine wundervolle Übersetzerin ist, geben wird.

    Es ist also nicht zu befürchten, dass ich in Langeweile versinke. Auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt und auch für ausreichend Vitmaine.

    Habt ein schönes Wochenende.

  • Einfach mal so

    Rumtüddeln

    So richtig auf dem Damm bin ich noch nicht wieder. Aber es wird so langsam, was mir noch schwerfällt ist in einen Arbeitsrhytmus zu kommen. Vor allem möchte ich in eine Routine finden, ohne mir zuviel Druck zu machen. Untätig bin ich deswegen trotzdem nicht. Da ich die Sockenstrickerei satt habe, habe ich mit eine Baumwolle besorgt, die sich auch für Tücher eignet. Das auf dem Foto wird eines für mich. Meine meisten Klamotten sind schwarz, auch die Sommershirts, davon möchte ich ein wenig weg, also peppe ich sie erst einmal mit einem Tuch auf.

    Neben allen anderen, was nicht so richtig klappt und mich nervt, klappt es auch mit dem Abnehmen so gar nicht. Was zum Einen natürlich an der mangelnden Bewegung liegt, das Wetter lockt niemanden vor die Tür, der nicht unbedingt muss, sondern auch daran, dass ich wieder zuviel esse. Nun habe ich wenigstens das Naschzeug reduziert. Es gibt eine Körner-Fruchtmischung, mit Cranberries, Gojibeeren und so allerlei leckerem. Lustigerweise wurde das Foto auf Instagram gelöscht, weil es oder der Text gegen die Richtlinien verstösst. Der Text war: Gesund naschen! Gesund scheint in den a-sozialen Medien ein Reizwort zu sein.

  • Krimi,  Roman

    Das giftige Glück von Gudrun Lerchbaum

    Vienna Weed … wenn das nicht nach Walzer oder einem smoothingen Jazzstück klingt … was es aber nicht ist. Vienna Weed ist sozusagen der stille, mörderische, glückmachende Protagonist in Gudrun Lerchbaums Roman.

    Es ist Bärlauchsaison, in den Wäldern rund um Wien wächst er üppig und wird gerne gesammelt. Doch dieses Jahr hat er eine Besonderheit. Durch einen Pilzbefall ist der Bärlauch wohl nicht mehr unter den Heilkräutern einzuordnen, denn der Genuss ist tödlich. Allerdings sterben die Leute sehr glücklich, denn das Kraut hat auch eine psychoaktive Wirkung. Nun sollte man denken, dass er gemieden wird, doch nein, es beginnt ein regelrechter Run. Lebensmüde, Verzweifelte, Menschen mit unheilbaren Krankheiten und solche mit kriminellen Absichten versuchen sich das giftige Glück zu sichern.

    Auch Kiki, die wegen Todschlags im Gefängnis war und sich nach ihrer Entlassung um die an MS erkrankte Olga Schattenberg kümmert, ist im Wald unterwegs. Nicht für sich will sie das Kraut, sondern Olga hat sie geschickt, um einen Ausweg zu haben, wenn sich ihre Erkrankung verschlimmert. Im Wald trifft Kiki auf Jasse, einer knapp 14-jährigen, die nicht nur mit den üblichen pübertären Problemen kämpft, sondern auch mit dem Verlust ihrer Mutter, die die Familie verlassen hat. Als eine alte Bekannte Kikis beim Genuss einer Pizza in Kikis und Jasses Gesellschaft stirbt, geraten die Beiden in Verdacht nachgeholfen zu haben. Denn Kiki hatte sehr wohl einen Grund die Dame zu beseitigen.

    Gudrun Lerchbaum hat mit „Das giftige Glück“ einen sehr besonderen Roman geschaffen, der den Nerv der Zeit trifft. Kiki und Olga Schattenberg sind bereits aus dem letzten Buch der Autorin, Wo Rauch ist …, bekannt und da die Autorin ihr Handwerk versteht und Charaktere mit Ecken und Kanten erschafft, war es sozusagen ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Gudrun Lerchbaum hat ein ausgesprochenes Geschick dafür, die Probleme unserer Zeit aufzugreifen und in eine spannende Erzählung zu packen. Sie erhebt dabei nicht belehrend den Zeigerfinger, sondern legt ihn dahin wo es wehtut, ohne groß zu dramatisieren.

  • Krimi,  Sollte dringend übersetzt werden

    The Locked Room von Elly Griffiths

    Hier ist es also, das 14. Buch aus der Ruth Galloway Serie von Elly Griffiths. Leider wird die Serie seit The Woman in Blue/Todespassion nicht mehr ins Deutsche übersetzt. Warum die Bücher nicht mehr übersetzt werden … keine Ahnung. Wahrscheinlich weil es keine Gewaltpornos a la Stieg Larrson und Jussi Adler sind, sondern ein Kriminalfall, interessante Charaktere, Geschichte, Archälogie und das alles in einer wundervollen Landschaft angesiedelt.

    Es ist das erste Buch, das ich gelesen habe, das während des Lockdowns in UK geschrieben wurde und es auch thematisiert. Zu erst habe ich es als Manko empfunden, dass Lockdown, die Maßnahmen die eigentliche Geschichte zu überschatten schienen, dann erinnerte ich mich an die Zeit und daran, dass es nun einmal so war und schließlich und endlich wird ja trotz allem an der Lösung einer Serie scheinbarer Selbstmorde garbeitet.

    DI Harry Nelson, DI Judy Johnson und ihre Mitstreiter werden mit einem scheinbarem Selbstmord konfrontiert, bei dem Zweifel aufkommen. Die Tote wird in ihrem Schlafzimmer gefunden und dieses ist von Außen verschlossen.

    Während dessen organisiert Ruth ihr Leben im Lockdown und versucht das Leben für sich, ihre 11-jährige Tochter Kate und Kater Flint, auch dann noch interessant zu gestalten, wenn Schule, Treffen mit Freunden sich auf Facetime Yogastunden mit Druide Cathbad beschränken. Neben dem wird sie in Ermittlungen gezogen und es gibt einiges was sie zusätzlich beschäftigt hielt. Einmal ist da eine neue Nachbarin, denn hat sie ein Foto ihres Hauses im Nachlass ihrer Mutter gefunden … allerdings kein akutelles, sondern eines aus den 60ziger Jahren. Auf der Rückseite steht: 1963 Dawn. Das wirft Fragen auf. Und schließlich und endlich ist da noch ihre Beziehung zu DI Harry Nelson, in der es einiges zu klären gibt.

    Ich habe The Locked Room gerne gelesen, halte es aber weitem nicht für das beste Buch der Serie. Was zum einem an der Covid Thematik liegt, aber auch an einem schwachen Plot der Mordserie. Einige Wendungen sind nun mal doch zu konstruiert. Trotzdem freue ich mich auf Buch 15.

  • Uncategorized

    Inspiration tanken

    Die letzte Zeit habe ich nur wenig geschrieben und auch, für meine Verhältnisse, wenig gelesen. Was das Lesen betrifft, so habe ich mich eher auf alte Lieblings konzentriert, als auf Neues. Doch nun ist es wieder anders. Heute werde ich mit Madeline Millers „Das Lied des Achills“ (Übersetzer: Michael Windgassen) beginnen. Vor einiger Zeit habe ich Circe von dieser Autorin gelesen und war sehr angetan.

    Wie gesagt, viel getan in Sachen Schreiben hat sich bei mir in letzter Zeit nicht getan. Es fehlte mir die Inspiration und eine depressive Phase machte es auch nicht einfacher. Ganz zu schweigen von der Grippe, die Viktor und mich Anfang des Jahres aufs Lager warf.

    Gestern sind wir nun endlich einmal an den Strand gekommen. Ich hatte meiner Freundin Gabi davon berichtet, dass ich dort einmal zwecks Recherche hinmöchte und sie schlug gleich einen Ausflug vor. Es war zwar nicht das schönste Wetter, aber einfach so schön, dort rumzulaufen, zu fotografieren und die Ideen rattern zu lassen.

    Heute Morgen bin ich voller Pläne und Ideen aufgewacht, habe mir einen Kaffee gekocht und wieder begonnen Morgenseiten zu schreiben. Vitamine können auch nicht schaden, also gab es auch noch eine Vorfrühstückorange, um den Motor in Gang zu bringen.

    Heute soll es stürmisch werden, daher werde ich jetzt erst einmal spazierengehen. Wie fein es ist wieder eine gute Strecke laufen zu können, weiß man erst zu schätzen, wenn es einmal nicht ging. Nach der Grippe, war ich so angeschlagen, dass ich mich kaum einmal um den Block schleppen konnte. Es wird Zeit, dass ich meine alte Form wieder bekomme.

    Ich wünsche ein schönes Wochenende.