Bücher,  Daily Musings,  Klassiker

Aufräumen

Oh ja, ich bin noch nicht durch mit dem seelischen Aufräumen. Da ist noch einiges zu tun. Wie so oft, geht es zusammen mit dem Aufräumen der Wohnung. Wie innen, so außen, heißt es doch so nett. Auch in meinen Lesezeichen hier auf dem Rechner räume ich auf. Einige neue sind dazu gekommen, einige andere sind gestrichen. Es ist gerade eine sehr wichtige Zeit für mich, denn es sind tiefgreifende Veränderungen in Gange. Nach wie vor mache ich meine Entscheidungen nicht von dem abhängig, was als gesellschaftlich konform gilt, sondern von dem, was ich mit meinen Erkenntnissen, meinem Gefühl und meinem Gewissen vereinbaren kann. Daher brauche ich auch keine Belehrungen, was ich doch zu tun hätte, um als solidarisch zu gelten. Thank you very much, aber ich bin durchaus in der Lage mir Informationen zu den betreffenden Themen zu beschaffen, das Für und Wider zu erwägen und dann eine Entscheidung zu treffen.

Ansonsten genieße ich jeden einzelnen Sonnenstrahl und die Farben, bevor das Grau überwiegt. Viktor und ich gehen viel spazieren und auch sonst ist es trotz der vielen Abschiede und den anstrengenden Maßnahmen, mit denen wir leben, eine gute Zeit. Vieles habe ich in den letzten 2 1/2 Wochen klären, einiges sogar ganz ad acta legen und anderes aus einem anderen Blickwinkeln betrachten können. Freitag werde ich meine Hälfte der Raunächte abschließen und dann ist Viktor dran.

Erfreuliches brachte auch die Post. Der Kröner Verlag hat sich ja an Sigrid Undsets Klassiker Kristin Lavranstochter gewagt und diesen von Gabriele Haefs neu übersetzen lassen. Wie das norwegische Original, in seiner ersten Erscheinungsform, wird es in drei Bänden erscheinen. Der Kranz kam im Frühjahr 2021, jetzt also der 2. Band Die Frau und dann im Frühjahr der 3. Das Kreuz.

Sigrid Undset ist eine unglaubliche Schriftstellerin, deren Werke ich immer wieder lesen kann. An der Kröner Ausgabe ist das Besondere, dass es wahrscheinlich die erste deutsche Übersetzung aus dem Norwegischen ist. Die Übersetzerin hat in den alten Übersetzungen Bezeichnungen und Titel gefunden die in Norwegen nicht üblich waren, sondern auf eine Übersetzung aus dem Dänischen schließen lassen.

Mag keine Schubladen, isst gerne Schokolade, liest und schreibt mit Freuden. Letzteres auch schon einmal über das Gelesene. Hat aber auch Spaß am Kochen und einfach mal die Wand angucken. Wohnort: Kiel und Wolkenkukusheim

2 Kommentare

  • birgit brabetz

    das habe ich als kind bei meiner godel gelesen und erinnere mich an viele tränen
    da muss ich mir diese ausgabe besorgen
    norwegen ist meine herzensheimat
    allerdings muss ich feststellen dass es für frauen keine leichte heimat war
    Arne&Carlos haben einige podcasts über die traditionelle kleidung im setesdal gemacht und frauen vor ort befragt
    da kam auch einiges zwischen den zeilen durch wie geregelt das leben der menschen und besonders der frauen war

    • Karin Braun

      Gabriele hat eine wundervolle Übersetzung gemacht und die Ausgabe lohnt sich wahrlich. Er erinnere mich, es als junges Mädchen gelesen zu haben und damals fand ich es teils sperrig. Diesmal geht es so weg. Ja Frauen hatten es auch da nicht leicht. Hast du eigentlich Viga-Ljot & Vigdis von Sigrid Undset gelesen? Das könnte dir auch gefallen, ist auch bei Kröner erschienen und wurde von G. übersetzt. Alles Liebe

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: