• Einfach mal so,  Lesestoff

    Tag der Nichtarbeit

    Nach einer anstrengenden Woche und allerlei Terminen, haben wir uns gestern einen freien Tag gegönnt. Es gab sogar etwas ganz Besonderes. Eis, so richtig mit Hinsetzen und Kaffee dazu. Die letzten zwei Jahre war das ja kaum möglich. War schön, aber ehrlich gesagt, bin ich ziemlich entsetzt über die Preise. Nee, das wird wohl nicht so oft drin sein.

    Diese Woche habe ich wieder einiges vor, allerdings kaum Außentermine. Nur am Freitag sind wir zum Kaffeetrinken bei russischen Freunden eingeladen. Da werden wieder Literaturtipps ausgetauscht. Doch jetzt erst einmal Frühstück und danach lesen wir uns wieder aus „Der tiefere Sinn des Labenz – Das Wörterbuch der bisher unbenannten Gegenstände und Gefühle“ von Douglas Adams, John Lloyd und Sven Böttcher vor. Ein Tag der mit leckerem Frühstück und Lachen beginnt, kann nicht schlecht werden.

  • Autobiografie/Biografie

    Die Welt, die meine war – die 80ziger Jahre von Ketil Bjørnstad

    Mit den 60ziger Jahren hat Bjørnstad seine ungewöhnliche Autobiografie gestartet. Mit den 80ziger Jahren liegt der dritte Band vor und ich hoffe, es werden auch die weiteren noch folgen. Ketil Bjørnstad ist einer der produktivsten Künstler Norwegens und zwar sowohl als Autor, als auch als Musiker. Die Übersetzung aus dem Norwegischen von: Andreas Brunstermann, Gabriele Haefs, Kerstin Reimers und Nils Hinnerk Schulz.

    Die 80ziger Jahre also, eine bewegte Zeit nicht nur in dem kleinen Hurzel-Purzel-Land (wie K. B. es immer mal nennt) Norwegen, sondern überhaupt. Die Hippies der 70ziger werden von den Yuppies verdrängt. Bjørnstad lebt nach wie vor auf Sandøya, hat aber auch eine Wohnung in Oslo. Er steht ein wenig zwischen den Stühlen, seine Entscheidung sich auch der Popolärmusik zu öffnen, wird nicht von allen begrüßt. So lebt er zwischen Schreibtisch, Klavier, zwischen E – und U-Musik (eine Unterscheidung ohne Unterschied, meiner Meinung nach, zwischen Sandøya und Oslo. Das erste Faxgerät und der erste Computer tauchen auf. Es ist eine Zeit des Umbruches und die Gefahr eines Atomkriegs liegt in der Luft. Als Bjørnstad sich in der Spionageaffäre um Arne Terholt positioniert, merkt er wie die Stimmung ihm gegenüber wechselt, wie einige sich abkehren die ihm früher wohlwollten.

    Ketil Bjørnstad begibt sich als zum dritten Mal auf eine Reise in seine Vergangenheit und er geht, wie auch schon in den beiden ersten Bänden kritisch mit sich um. Da ist keine Selbstverleibtheit zu spüren, auch keine Selbstkasteiungen, sondern eher ein: Meine Güte, was war ich manchmal für ein Esel!, wie wir es ja wohl alle kennen.

    Eine absolute Leseempfehlung.

  • Einfach mal so,  Witchcraft

    Freitag und das Wochenende

    Eine äußerst anstrengende Woche nähert sich dem Ende. Allerdings steht erst einmal noch ein anstrengendes Wochenende an. Auch wenn es sich so anhört, als wäre es eine furchtbare Woche gewesen … nee, war es nicht. Also nicht nur. Es waren schöne Termine dazwischen, so wie gestern, da kam eine langjährige Freundin zu einer Tarotberatung. Einige Zeit war es in Sachen Tarot eher ruhig, aber es ist ja nie so ganz weg und das wird es auch nie sein. Es begleitet mich seit meinem 18. Lebensjahr und war mir immer Ratgeber, Trost, Begleitung durch alles was das Leben so bringt.

    Druid Dubh nennen die Druiden die Amsel. Schwarzer Druide. Ich mag sie so sehr. Dieser hier hat noch Wasserperlen auf dem Gefieder, da er gerade ein Bad im Springbrunnen genommen hat. Wenn ich morgens auf der Terrasse sitze, ist es ein zwitschern und trillieren und dann sitze ich da und lausche der Sinfonie.

    Heute ist aber nicht viel mit Terrasse, Freunde ziehen um und Viktor und ich helfen. Er schleppen und ich die Helfer mit Atzung versorgen.

    Habt ein schönes Wochenende.

  • Einfach mal so,  Roman

    1 Stunde reich

    Heute war Geld auf dem Konto und wie immer, wenn dies der Fall ist, gehen wir einkaufen. Und ja, wir kaufen auf Vorrat, was aber eher damit zu tun hat, dass wir nicht dauernd loswollen, außer für die frischen Sachen. Ca. 1 Stunde haben wir alles in allem gebraucht, dann standen wir an der Kasse und hatten eigentlich so gar nicht das Gefühl mehr als sonst gekauft zu haben. Hatten wir auch nicht, es ist ja mehr oder weniger immer das Gleiche, was in den Korb wandert. Der einzige Unterschied: Diesmal war der gesamtbetrag um 30,00 € höher, als sonst. Schon bedenklich. Jedenfalls ein Loch in der Haushaltskasse, dass wir nun irgendwie ausgleichen müssen. Vielleicht sollte ich aufhören Bücher zu kaufen … obwohl, heute kam eines.

    Ich lese ja noch immer Ketil Bjørnstad „Die Welt, die meine war – die 80ziger Jahre“ und stoße dabei immer wieder auf Bücher von ihm, die ich noch nicht kenne. Das sind halt so Lücken, die gefüllt werden müssen.

  • Einfach mal so

    Eine Woche voller Termine

    Dabei waren es am Montag nur zwei Termine! Wie es aussieht vermehren sie sich allerdings stündlich. Bis auf Sonntag ist diese Woche dauernd irgendwas los. Das gefällt mir nun nicht wirklich, doch solche Zeiten gibt es immer. Ich habe schon abgeklärt, dass ich die nächste Woche keine Termine außen habe.

    Vor allem aber, habe ich mir die Vormittage auch diese Woche reserviert. Wann immer das Wetter mitspielt sitze ich bis nach dem Frühstück auf der Terrasse und lese oder stricke.

    Fast täglich verändert sich etwas im Garten und muss fotografiert werden. Jedenfalls solange meine Fuji noch mitspielt. So langsam macht sie die Grätsche. Ich gestehe, dass ich sie vermissen werde. Doch eine neue ist einfach nicht drin und auch sicher nicht so wichtig. Zur Zeit stehen andere, wichtigere Ausgaben ins Haus.

  • Einfach mal so

    Neue Woche

    Schaun wir mal was diese Woche so bringt. Erst einmal kam ein Buch mit der Post, das mich sehr interessiert. Saruj – Stell dir vor, es gibt kein Geld von Bilbo Calvez.

    Es ist der erste Teil einer Trilogie. Ich bin sehr gespannt. Bilbo Calvez ist eine französische Künstlerin, die in Berlin lebt und nun einen Roman auf Deutsch geschrieben hat.

    Allerdings muss ich mit dem Lesen noch ein wenig warten, da ich immer noch Die Welt, die meine war – die 80ziger Jahre von Ketil Bjornstad lese. Das ist ja ein recht dicker Wälzer, aber extrem gut. Wenn ich durch bin schreibe ich ausführlich dazu.

    Zwischen Lesen, Stricken und mit dem Rechner kämpfen, freue ich mich am Garten und an den Farben und Formen, die sich nun fast täglich verändern. Das tut gut und lenkt vom Wahnsinn der Welt ab.

    Was steht ansonsten an? Immer noch die Piraten Anthologie. Zum Wochenende soll nun wirklich die letzte Geschichte kommen und dann geht es ans Basteln.

    Ich wünsche alle eine schöne Woche mit viel Sonne.

  • Einfach mal so

    Sonntag

    In Anbetracht dessen, was so in der Welt vorgeht, ist es herrlich ruhig hier. Obwohl mir bewusst ist, dass es eine trügerische Ruhe ist, versuche ich das hier und jetzt zu genießen. Das fällt nicht immer leicht, doch ich versuche mich an dem zu freuen, was gut und schön ist. Im Grunde das, was ich schon mein ganzes Leben lang versuche. Ein Gleichgewicht zu finden, immer in dem Bewusstsein, dass es ein fragiles ist. Das gute Laune und Zuversicht heute, morgen von Weltschmerz und Verzweifelung abgelöst werden können.

    Jeden Tag versuche ich spazieren zu gehen. Auch wenn es, wie heute, nur eine kleine Runde um den Block wird, ist es gut für die Allgemeinverfassung.

    Heute habe ich denn auch noch meine Zimmerpflanzen umgetopft und auf die Terrasse gebracht. Da ich Souterrain wohne, freuen die sich über mehr Licht und direkte Sonne. Im Grunde ist es eine Win Win Situation, jetzt habe ich auf den Fensterbrettern wieder Platz für Bücher, die stapeln sich nämlich schon wieder überall.

    So, nun werde ich mal kochen gehen und dann ist Feierabend für heute.

  • Einfach mal so

    Sonnenfreude

    Es ist so schön draußen. Wir sind fast den ganzen Tag auf der Terrasse oder spazieren gewesen. Es ist der erste Tag, an dem ich den Ofen nicht anwerfe und die Terrassentür offensteht. Das tut schon mal sehr gut.

    Meine kreativen Ausbrüche beschränken sich zur Zeit aufs Stricken. Ist ja auch was und man kann so wunderbar dabei nachdenken.

    Unsere heutige Runde ging durch den Schrevenpark. Dort blüht es und die Viecher sind am Brüten. Meine Stimmung hat sich jedenfalls deutlich verbessert, obwohl es mir sonst gesundheitlich eher mau geht. Doch ich versuche in Bewegung zu bleiben und einfach mal zu genießen was möglich ist.

    Einen schönen Sonntag wünsche ich.

  • Krimi,  Roman,  Uncategorized

    Die andere Mrs. Walker von Mary Paulson-Ellis

    Margaret Penny ist 47, als sie mit einem geklauten Mantel, einer Flasche Rum und einem Coronations Penny in der Tasche, vor der Edinburgher Haustür ihrer Mutter steht. Der Rum hilft ihr um über die Schwelle zu kommen, denn Alkohol ist fürs erste so ziemlich das einzige, was die beiden Frauen gemeinsam haben. Margaret ist finanziell am Ende und hat persönliche Gründe London zu verlassen. Sie macht sich auf die Suche nach Arbeit und findet eine Anstellung im Amt für Verlorengegangene. Ihr erster Fall: Mrs. Walker, ca. 85, die abgemagert tot in ihrem Zimmer aufgefunden wurde. Margaret soll nun die Geschichte dieser Frau aufdecken, einen Vornamen und eventuelle Familie finden, damit die Dame beerdigt werden kann. Der Nachlass, mit dem die Suche beginnt, ist eher mager: Ein verschüttetes Glas Whisky, eine gammelige Mandarine, eine Paranuss und ein smaragdgrünes Kleid.

    Die andere Mrs. Walker ist der Debütroman von Mary Paulson-Ellis. 2016 ist er erschienen. Der Haupthandlungsstrang ist 2010 – 2011 angelegt, doch die Autorin lässt auch die Vergangenheit der Walkers und Pennys entstehen. In Rückblenden erzählt sie von Kindern die sterben, von Vätern die verschwinden, von Müttern die im Irrenhaus landen, von Abtreibungen, Pädophilie, Prostitution, betrügerischen Anwälten, Kriegstraumata und Alkoholismus. Vom verzweifelten Versuch vor dem all dem die Fassade der Wohlanständigkeit aufrechtzuerhalten und wie Gegenwart und Vergangenheit miteinander verknüpft sind. Trotz der dunklen Themen, liest es sich nicht bedrückend, da es der Geschichten, besser gesagt den Geschichten, nicht an Humor mangelt, wenn einem auch an manchen Stellen, das Lachen im Hals stecken bleibt.

    Übersetzerin: Kathrin Bielfeldt

  • Einfach mal so

    Unterwegs und zu Hause

    Das waren mal schöne Tage. Am Ostersonntag waren wir unterwegs, wir haben uns das Zirkuswagenhotel Bokel -Ulliwood angesehen und waren dort spazieren. Es ist ein herrlicher Ort zwischen dem und der Zirkuswagensiedlung Bokler Mühle ein Stück Land liegt, dass gerade renaturiert wird. Wir waren mit Freunden dort.

    Der Sonntag war denn eher ruhig. Abgesehen davon, dass ich Brotgebacken und Tomatensauce in großer Menge vorgekocht habe. Woran sich schon erkennen lässt, dass es mit dem Fasten wieder einmal nicht geklappt hat. Dafür aber immerhin mit weniger essen und viel Bewegung. Ist ja auch was.

    Heute habe ich ein wenig im Garten gepuzzelt und mich an den Farben und dem Werden gefreut. Tatsächlich habe ich es geschafft nicht an irgendeinem der aktuellen Projekte zu arbeiten. Sondern gemütlich vor mich hinzupuzzeln. Das hat so gut getan, dass es mir schwerfallen wird, ab morgen wieder in den Alltag zu gehen.

    Zu Bokel und dem Wohnen im Zirkuswagen gibt es auf Youtube einen Film: