Daily Musings

Einkaufen macht keinen Spaß mehr

Zur Zeit versuche ich jeden Tag etwas Schönes zu sehn. Also bin ich heute Morgen gleich in den Garten gegangen und habe diese feine Blume fotografiert.

Ansonsten bin ich nicht bestens drauf, die aktuelle Situation geht mir auf die Nerven und ans Gemüt. Selbst im Widerhaken muss man nun draußen warten, bis jemand rausgeht, dann darf der nächste rein. Es geht gerade sehr viel menschliche Nähe verloren und es ist erst der Anfang.

Um sinnvolles zu tun habe ich mein neues Körperöl angesetzt. Also habe ich Zitrone und Rosmarin in Olivenöl eingelegt und steht jetzt zwei Wochen dunkel und wird täglich bewegt, dann abgeseiht und abgefüllt.

Tut mir leid, dass ich mehr positives zu berichten habe. Ach doch, bei Rosmanns gab es Klopapier und ich habe, wie sonst auch, ein Paket gekauft und nicht zusammengerafft, was ging.

Bleibt wacker.

Mein Name ist Karin Braun, ich lebe mit Mann und leider nicht mehr mit Hund in Kiel. Meine Interessen sind Lesen, Schreiben, Gesunde Ernährung, Naturmedizin, Yoga und Meditation.

8 Kommentare

  • freiedenkerin

    Ich fand das Einkaufen heute Nachmittag sehr interessant. Und es hat mich positiv beeindruckt, dass sich alle Menschen, die mir begegnet sind, an die verschräften Ausgangsbedingungen gehalten haben. Im Supermarkt passen mittlerweile Sicherheitsleute auf. Und so lange ich gesund bleibe, macht es mir nichts aus, dass ich hier und da etwas länger als gewohnt warten muss. 😉
    Habt es fein und bleibt gesund!

    • Kabra

      Es geht mir nicht um das Warten, dass gab es im Widerhaken immer. Ist ja ein kleiner Laden. Nur sonst war es ein entspanntes Warten, man unterhielt sich, wenn es warm war saß man ein wenig im Hinterhof. Es war lebendig. Es war auch kein entspanntes Sachen zusammen suchen, sondern schnell schnell, weil da ja Leutchen auf dem Hof standen und warteten. Ich bin nun wahrlich nicht die Socialnetworkerin, im Gegenteil, ich bin eh zurück gezogen und doch merke ich wie sehr mich die Lage bedrückt und ich habe keine Ahnung wie das noch wird.

  • Frau Momo

    Ich finde es schade, das wir nicht mehr zusammen einkaufen können. Das haben wir immer gerne gemacht. Aber im Hofladen darf nur noch einer rein, bei Edeka hier bitten sie auch darum. Macht auch Sinn, das sehe ich ein. Ja, das wielange das wohl noch so geht, geht mir auch an die Nieren. Diese Ungewissheit. Nein, Spaß macht im Moment nur wenig und ich habe heute auch mit der Kamera etwas Frühling eingefangen, um nicht ganz den Blick zu verlieren

    • Kabra

      Ja, wir haben auch immer viel Freude am gemeinsamen Einkaufen gehabt. Geht nur noch bedingt. Na ja, lässt sich nicht ändern. Die Ungewissheit, unter anderem die, in was für einem Staat wir nach der Krise erwachen, macht mir sehr zu schaffen.

  • Gudrun

    Ich habe so ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, dass sich für mich jemand lange anstellen soll. Hilfe anzunehmen fällt mir eh schon schwer.
    Manchmal vergesse ich für Momente, was da draußen gerade passiert. Und dann trifft es mich wieder wie eine Keule. Auf gute Nachrichten, dass sich alles wieder entspannt, werde ich wohl lange warten müssen.
    Liebe Grüße in den Norden.

    • herr_momo

      Ich glaube, deswegen solltest Du kein schlechtes Gewissen haben – denn es ist ja nicht Deine Schuld, dass es gerade so ist, wie es ist.
      Ausserdem kommen die Hilfsangebote dafür ja von Menschen, die das gerne und freiwillig machen, was ich im Übrigen auch machen würde, wenn ich könnte.

      Immerhin – und darüber bin ich froh – kann ich unter den gegebenen Umständen noch für uns einkaufen, obschon selbst auch zur Risiko-Gruppe gehörig. Und das geht auch nur, weil die aktuellen Massnahmen mir ein Minimum an Sicherheit bieten – wenn auch bestimmt keinen absoluten Schutz.
      Einkaufs-Spass geht zwar anders, aber das ist im Augenblick für mich auch nicht wichtig, solange das Risiko abschätzbar bleibt.

      Und irgendwann kommen auch wieder andere Zeiten.

    • Frau Momo

      In der Regel bringen die Leute ja was mit, wenn sie selber einkaufen sind, also gehen nicht unbedingt extra los. Wir hatten hier früher mal eine alte Dame als Nachbarin, der würden wir ja auch was mitbringen. Ich würde auch losgehen, wenn meine Mutter was braucht. Noch geht sie selber. Und nimm es einfach an, vielen Menschen ist gelebte Solidarität auch ein echtes Bedürfnis und sie freuen sich, wenn sie helfen können.

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