• Daily Musings,  Kulinarisches

    Herbstsonne

    Eigentlich wollte ich heute drinnen bleiben und meinen Muskelkater pflegen, aber das Wetter war so schön, dass ich mich doch zu einer kurzen Runde aufgerafft habe. Nur einmal durch die obere Moorteichwiese. Das muss reichen für heute.

    Vorher habe ich mich gestärkt. Gestern kam mir die Idee doch mal einen Kuchen mit Aroniabeeren zu backen. Die habe ich nur getrocknet im Haus, also habe ich sie mit Orangen- und Zitronensaft eingeweicht und damit das ganze richtig rund wird, 100 Gramm dunkle Schokolade geraspelt und diese mit in den Teig gerührt. Es ist ein einfach Rührteig, den man vegan aber auch normal machen kann. Bei der veganen Variante nimmt man einfach Chiasamen als Eiersatz und irgendeine Pflanzenmilch. Als Fett würde ich bei beiden Variationen Rapsöl nehmen. Dann ein Zuckerguss auf das Ganze und darauf einen Früchtekernemix, den ich mir mitbestellt hatte, weil ich ihn so hübsch fand.

    Nun werde ich mal den Feierabend einläuten. Viktor wird heute kochen, also kann ich mich entspannen. Alles Liebe und eine feine Woche.

  • Bücher,  Daily Musings,  Uncategorized

    Minimalschuhe und Beifang

    Der Herbst schreitet voran, es sind nur noch drei wochen bis Samhain und so habe ich mich als erstes heute Morgen dran gemacht und die Terrasse hergerichtet. Die Steine für den Steingarten gewaschen, Verblühtes entsorgt, gefegt und einige der Holzsachen geölt. Nachdem das erledigt war, haben Viktor und ich einen Spaziergang gemacht.

    Seit einiger Zeit bin ich auf sogenannte Barfussschuhe umgestiegen, die laut Dr. Peter Greb Minimalschuhe heißen müssten. Diese sind sehr leicht und sehr flexibel, allerdings ist es ratsam im Ballengang zu Laufen. Also mit der Außenseite des Vorderfußes zu erst aufzutreten, abrollen zum großen Zeh und dann erst mit der Ferse auf den Boden. Bei dieser Art des Laufens sind ganz andere Muskeln nötig, als im üblichen Fersengang und so muss man halt trainieren. Im Haus und auf kurzen Strecken klappt es schon ganz gut, allerdings gestalten sich Spaziergänge längerer Natur als arg kräfteraubend und so habe ich dann immer mal wieder auf meine alten Joggingschuhe zurückgegriffen. Damit ist nun Schluss, jetzt wird geübt, bis es mir diesen klappt.

    Auf unseren Spazierrunden kommen wir mit schöner Regelmäßigkeit an Bücherkisten und -schränken vorbei, in denen es immer wieder interessantes gibt. Da findet sich so manches Schätzlein und heute hatte ich besonderes Glück. Zwei Bildbände über Kiel, eine wunderschöne Ausgabe von Alice im Wunderland/Alice hinter den Spiegeln von Lewis Carroll, The Left Hand of Darkness von Ursula Le Guin und The Ocean at the End of the Lane von Neil Gaiman. Ich fühle mich reich beschenkt.

  • Bücher,  Daily Musings

    Die Woche schon wieder fast vorbei

    Die Zeit rast. Gestern habe ich mich denn doch noch zu einer kurzen Runde durch den Park aufgemacht. Eigentlich war keine Zeit dafür, weil sich mein Raunachtsvortrag von November auf Oktober verschoben hat und ich nun daran arbeiten muss. Aber wohl der, die eine Ausrede hat, sich vom Schreibtisch zu entfernen. Ein Schauplatz von Eleonora Schabowsi (ist der Arbeitstitel) ist die Moorteichwiese. Also konnte ich den Spaziergang kurzerhand als Recherche ausgeben. Wer keine Ausrede hat, verdient es halt nicht in Verlegenheit zu kommen. Habe ich schon immer gesagt.

    Ansonsten versuche ich es mir zwischen sinnfreien Auseinandersetzungen mit dem Amt der Ämter und Nix-genaues-weiß-ich-nicht in Sachen Umzug einfach gemütlich zu machen. Es ist Herbst, es gibt Kastanien und Kerzenlicht macht alles heimeliger.

    Bevor ich das Buch in der Seitenleiste anfange, es geht um den trojanischen Krieg, wollte ich mich in Stimmung bringen, so griff ich zu Christa Wolfs „Kassandra“. 1983 ist es erschienen, ich habe es über die Jahre immer einmal wieder gelesen und jedes Mal nimmt mich der Text von Neuem gefangen. So ist es müsig zu erzählen, dass ich bis um 02:30 heute morgen gelesen habe und trotzdem bin ich frisch und munter hoch. Was wiederum zeigt, dass Lesen erfrischt.

  • Bücher,  Daily Musings

    Wochenmarkt

    Mittwoch ist Wochenmarkt auf dem Exerzierplatz und seit einiger Zeit gehe ich gerne dort einkaufen. Es gibt dort an eine ausgezeichnete Auswahl an Biogemüse. Heute habe ich Blumenkohl, grüne Bohnen und Conference Birnen erstanden. Mit letzteren möchte ich dieses Flammkuchenrezept aus der neuen Schrot & Korn machen:

    https://schrotundkorn.de/rezepte/flammkuchen-mit-birnen-und-nuessen

    Schnittblumen kaufe ich eigentlich nicht, nur an diesen Gewürzblütensträußlein beim Grünhöker kam ich nicht vorbei.

    Gestern fiel mir „Der Hund, der zum Bankräuber wurde und mehr irische Geschichten“ von Mick Fitzgerald in die Hände und ich habe mich glatt noch mal festgelesen. Mick war ein begnadeter Geschichtenerzähler und Musiker. Leider ist er völlig zu Unrecht verstorben und so werden die vielen Geschichten, die er noch in sich trug, leider nicht mehr zu lesen sein. Ein doppelter Grund immer mal wieder ins seine alten zu gucken. Das Buch gibt es noch. Es ist im Songdogverlag erschienen und wurde von Gabriele Haefs übersetzt.

    https://www.songdog.ch/buch-detail/der-hund-der-zum-bankr%C3%A4uber-wurde.html?fbclid=IwAR380t-E022bP5PKlXuCX6fHDiKZ0CYxb7FyEaAb3zfy90oiqGUAQ5AHQrY

  • Daily Musings,  Schreiben

    Im Netz der Geschichte

    Der schönste Moment beim Schreiben (beim Lesen auch), ist für mich, wenn die Geschichte einen so gefangen nimmt, dass nichts anderes mehr Raum hat. Wenn auf einmal Figuren auftauchen, an die man nicht einmal im Ansatz beim ersten Planen gedacht hat und wenn plötzlich die bereits existierenden Charaktere, sich weigern weiter so zu agieren, wie vorgesehen. Wenn sie beginnen ihr eigenes Ding zu machen, und man selber eigentlich nur noch aufschreibt was geschieht. Eine tolle Sache.

    Doch diese hat auch eine Schattenseite. Die Autorin ist auf einmal nicht mehr besonders alltagstauglich und sehr unwillig ihr Wolkenkukusheim zu verlassen. Das macht sie nicht zu einer einfachen Lebensgefährtin und zu einer schwierigen Gesprächspartnerin. Armer Viktor, er ist immer so irritiert, wenn ich von Leuten erzähle, die er nicht kennt, die merkwürdige Dinge tun und wenn er denn fragt, ihm ist ja schon klar, dass es um fiktive Charaktere geht, wann er es lesen kann und ich sage: „Ach noch lange nicht. Ist ja gerade der erste Entwurf“, guckt er immer so traurig. Nützt aber nichts.

  • Daily Musings,  Plastik vermeiden

    Energetischer Wochenbeginn

    Die Ruhe während der depressiven Episode hat sich gelohnt und wohl auch, dass ich nicht gleich wieder los bin, als es gerade ein wenig besser ging. Auch wenn es mir gestern etwas schwer war dem Aktiosntag fern zu bleiben. Heute Morgen bin ich förmlich aus dem Bett gesprungen, habe Laub geharkt, Mails beantwortet, an Eleonora geschrieben, war einkaufen, habe die Küche gewischt und bin nun geduscht und bereit für den Feierabend. Ach, wenn ich doch öfters solche Tage hätte.

    Da ich weiß, dass das nicht der Fall sein wird und dass ich immer wieder damit rechnen muss, dass ich von einem Moment auf den anderen im Loch hänge und nix mehr geht, werde ich mich einfach an diesem Tag freuen und versuchen die Erinnerung daran festzuhalten, besonders dann, wenn es das nächste Mal dunkel in der Seele wird.

    Einkaufen war heute auch fein. Eine Facebook Freundin hatte auf dieses feste Spülmittel hingewiesen und auch darauf, dass es das bei DM gibt. Also bin ich hin. Ich vermeide ja Plastik, wo es nur geht und hatte noch keine richtige Alternative zu Spülmittel in Plastikflaschen gefunden. Nun ist auch dieses Problem vom Tisch. Wenn nun noch die Pizza gut wird, kann ich zufrieden ins Bette gehen und lesen.

  • Daily Musings,  Schreiben,  Uncategorized

    Solo Wochenende

    Dieses Wochenende habe ich viel Zeit für mich. Der gute Gatte hat gestern beim Aufbau für den Aktionstag der Naturheilkunde geholfen und ist heute dort als Musiker unterwegs. Mir geht es zwar deutlich besser, aber da ich noch ein wenig unsicher bin, werde ich liebe für mich bleiben, als den Tag mit Menschen zu verbringen. Dieses Jahr hat der Naturheilverein Kiel und Umgebung e. V. einen sehr schönen Ort für den Aktionstag gefunden. Gut Hohenhain im Schwedeneck. Das ich da nicht mit kann, ärgert mich einerseits sehr, denn es ist einer meiner Lieblingsorte hier in der Gegend. Doch besser darauf zu verzichten, als wieder drei Wochen nicht aus dem Quark zu kommen, weil die Depression erneut auftaucht, was leider oft der Fall ist, wenn ich über Grenzen gehe … und gerade bei Reizüberflutung muss ich enorm aufpassen.

    Die Solozeit zu haben, ist aber auch recht schön. Da Viktor die letzten Tage früh hoch musste, bin ich mit aufgestanden und habe so schon gegen Mittag mein Schreibquantum fertig. Trotz dem Erstellen einer Grundstruktur für die Geschichte, versuche ich beim eigentlichen Schreiben den Rat einer meiner Lieblingsautorinnen zu befolgen:

    Erst schreiben, dann denken

    Milena Moser

    Für heute habe ich schon einiges erledigt und werde nun das Strickzeug zur Hand nehmen und zwischendrin mir ein mal genauer das Gabelhäkeln ansehen, von dem Gudrun in den Spinnradgeschichten erzählt.

    Habt einen schönen Sonntag.

  • Autorenprogramme,  Bücher,  Daily Musings,  Schreiben

    Papyrus Autorenprogramm

    Der Autorenprogramme habe ich schon einige probiert und doch lande ich immer wieder beim Flagschiff unter ihnen, bei Papyrus. Ich habe dieses Programm seit Jahren. Dass ich mit anderen herumprobiert habe, hat einerseits mit Neugier zu tun, andererseits würde ich sehr gerne auf Windows verzichten und Papyrus läuft nun mal nur auf Windows oder Mac wirklich stabil. Sicher es gibt Möglichkeiten es unter Linux zu installieren, aber die haben sich als recht wackelig erwiesen. Besonders der Dudenkorrektur hat da seine Schwierigkeiten und auch das installieren von Updates klappt nicht reibungslos. Patchwork, ein weiteres Autorenprogramm, dass ich den Funktionen nach schon als gut einordnen würde, hat unter Linux weniger Schwierigkeiten, wenn man es mit Wine oder so installiert, ist mir aber zu unübersichtlich und auch zu teuer. Denn ich habe ja bereits einmal einiges an Geld in Papyrus investiert und so habe ich mich nun entschlossen mich mit Windows abzufinden. Besonders da ich gerade an zwei größeren Projekten arbeite. Ein Roman und eine Anthologie. Für letztere brauche ich hauptsächlich die Formatierungsfunktion zum erstellen der Druckvorlage, für den Roman wird es trickreicher.

    Tatsächlich gibt es ein Autorenprogramm, das gut unter Linux läuft und auch viele Möglichkeiten bietet. Dramaqueen heißt es. Es eignet sich allerdings eher für das Schreiben von Drehbüchern und Serienformaten und nicht so sehr für meine Zwecke.

    So einige meiner längeren Projekte sind mangels Struktur gescheitert. Für einen Roman braucht es einfach mehr Planung und jedesmal, wenn ich einfach drauf los geschrieben habe, kam ich irgendwann nicht weiter. Da kriegte ich auch nichts mehr sortiert, weil der Gedanke, irgendwann löst sich alles schon irgendwie, sich als irrig erwies. Und so wanderte wieder ein angefangenes Projekt ins Archiv, besser gesagt wurde begraben.

    Die Möglichkeit mittels Papyrus ein Projekt zu planen hatte ich ja nun schon lange, doch ich muss gestehen, dass ich zu faul war mich mit dem Organizer zu befassen. Jetzt will ich allerdings genau dieses einmal tun. Mindmap, Figuren-, Orte- und Gegenständedatenbank, Zeitstrahl, diesmal kommt alles zum Einsatz.

    Die Idee zu dem neuen Projekt kam mir, als ich die Kurzgeschichte Die Literamorphin für Sagenhafte Geschichten – Was Sagen sind, bestimmen wir! schrieb. Eleonora Schabowski ist eine zu interessante Figur, über die gibt es mehr zu erzählen. Nun hoffe ich mal, dass es diesmal klappt und nicht wieder eine Idee im Nirwana verpufft.

  • Daily Musings

    Wie im Flug

    Dieser Tag ging rum wie nix und ich habe sogar mal wieder einiges geschafft. Komisch, heute lief zwar alles durcheinander und doch war es ein erfolgreicher Arbeitstag. Sogar eine Gemüsebolognese habe ich vorgekocht. Die nächsten Tage werden ein wenig hektisch und da wollte ich etwas haben, das sich schnell aufwärmen lässt, ein paar Nudeln oder etwas Reis zu und gut ist.

    Morgen sollen nun Kohlen und Briketts kommen und dann hat Viktor die ganze Woche Termine. Einige sehr früh morgens bereits. Ich hoffe wirklich, dass es die nächste Woche ruhiger wird. Sicher, ich muss nicht selbst raus, aber es ist immer so eine Unruhe und natürlich habe ich den Haushaltskram an der Backe, um den Viktor sich sonst kümmert. Da kann ich noch so tragisch seufzen: „Ich bin Künstlerin, ich kann so nicht arbeiten!“ Es muss eingekauft, geputzt und gekocht werden, egal wie. Gerade fällt mir ein, dass Viktor ja im Grunde auch besagten Seufzer ausstoßen könnte, macht er aber nie. Er ist eben nicht so ein Weichei wie ich.

    Alles Liebe

  • Daily Musings

    Morgenkaffee

    Worauf ich mich jeden Morgen ganz besonders freue, ist der erster Kaffee. Schon das Ritual des Aufbrühens. Im Hause Braun gibt es Filterkaffee, frisch gemahlen, so richtig mit Porzellanfilter und Filtertüten gebrüht. So schmeckt er mir am Besten. Sicher, ich mag auch den italienschen Kaffee, aber der schmeckt halt auch nur, wenn er mit einer richtig guten Maschine gemacht ist und so ein Teil will ich nicht haben, wäre mir auch zu teuer. Unterwegs allerdings genieße ich es schon.

    Viktor ist heute den ganzen Tag unterwegs. Er macht die Technik für eine Veranstaltung und wird erst gegen Abend wieder da sein. Frühstück also heute nur für mich. Das habe ich genutzt, um etwas auszuprobieren, ohne das mit jemand reinquatscht. Ich habe mit dem Violite-„Käse“ einen veganen überbackenen Toast gebaut. Der Violite Cheddar Style schmeckt recht gut, wenn auch nicht wie richtiger Käse, und er schmilzt. Das war fein und wird sicher öfters mal auf den Plan kommen. Es geht mir deutlich besser, seit ich auf Kuhmilchprodukte verzichte. Ich habe Laktoseintoleranz früher immer für übertrieben, für eine Modekrankheit, gehalten. Dieser Irrtum wurde durch Erfahrung am eigenen Leib korrigiert.

    Was werde ich heute sonst so anfangen? Vielleicht das Wetter für einen Spaziergang nutzen? Vielleicht ein wenig arbeiten? Vielleicht einfach bunte Socken für den Winter stricken? Es wird wohl auf eine Kombination aller Möglichkeiten hinauslaufen.

    Habt einen schönen Tag.