Daily Musings

Schlafen

Es war eine reichlich anstrengende Woche. Viele Begegnungen, einige davon schön, andere wieder extrem anstrengend. Mir ist nach Schlafen, nach Ausruhen, Lesen und nach Kuscheln. Statt dessen habe ich heute Morgen die Contenance verloren und meinen armen Mann die Leviten gelesen, was auch leiser gegangen wäre. Der hat nun abgekriegt, dass seit Tagen einige meiner Mitmenschen ziemlich übergriffig sind und meine Grenzen überschreiten und ich keinen höflichen Weg finde zu sagen: Es langt.

Der Termin heute nachmittag zählt nicht dazu. Nachbarin Tania hat höflich gefragt, ob ich ihr bei ihren Computerproblemen helfen kann und wir haben, wie es sich zwischen zivilisierten Menschen gehört, einen Termin ausgemacht. Also alles okay.

Ich muss dringend daran arbeiten relativ höflich zu sagen: Bis hierhin und nicht weiter! Sonst kriegt der arme Viktor es wieder ab.

Mein Name ist Karin Braun, ich lebe mit Mann und Hund in Kiel und bin eigentlich dauernd in Geschichten unterwegs. Ich lese mit Begeisterung, schreibe gerne übers Gelesene und, so dann und wann, schreibe ich selber welche. Des weiteren beschäftige ich mich mit Tarot, Magie, Runen und soweiter. Bin so eine Ökotante ohne Smartphone, ohne Fernseher, esse bio und habe schwer Feminismus.

6 Kommentare

  • Frau Momo

    Das ist hier oft nicht anders…. da kriegt Martin an, was gar nicht ihm gilt oder ich werde Opfer seiner schlechten Laune, obwohl ich unschuldig bin. Aber wenn man es denn auch so benennen kann, ist es ja schon mal ein Anfang. Und was das Grenzen überlatschen angeht, da geht nur eins. Klar nach aussen Grenzen setzen, denn niemand kann hellsehen, wo meine Grenzen sind. Das muss ich dann schon sagen. Aber ich kenne das auch, ich tue es nicht und dann kriegt es der Liebste an, einfach, weil er da ist und letztlich ja auch meistens verzeiht, auch wenn es unfair ist. Aber wenn ich eines in meinen Therapien gelernt habe, dann, das ich ganz alleine dafür verantwortlich bin, meine Grenzen zu setzen. Das ist nicht immer einfach, das weiß ich wohl und nicht jeden Grenzüberschreitung von anderen ist böse gemeint. Aber man muss sie benennen, sonst hat der andere keine Chance. Und nicht selten bin ich es selber, die über ihre eigenen Grenzen latscht und wenn dann noch einer kommt, der es auch tut…
    Nein Sagen, Grenzen setzen, eigene Grenzen zu akzeptieren… nicht einfach. Aber reflektiert zu sein ist doch schon sehr viel.

    • Kabra

      Die letzten Tagen war es eher so, dass es bereits gesetzte Grenzen waren. Es gibt ja immer so Zeitgenossen, die der Meinung sind, nach einer Zeit können sie es mal wieder versuchen und die haben sich diese Woche versammelt.Es ist allgemein bekannt, dass ich es nicht besonders schätze, wenn einfach jemand vor der Tür steht und mal eben einen Tee mit mir trinken will und doch meinen immer wieder welche, dass es für alle anderen, aber eben nicht für sie gilt. Mein größtes Problem ist es höflich „Nein“ zu sagen. Muss ich üben.

  • herr_momo

    Grenzen zu ziehen habe ich ja von Berufs wegen lernen müssen, weil man sonst in der Arbeit mit Menschen nicht lange durchhalten kann.
    Trotzdem fällt mir das auch heute noch manchmal schwer, wenn ich mich in Kontexten bewege, die nichts mit meinem Beruf zu tun haben .

    Wobei es trotzdem eher sehr lange dauert, bis ich meinen Frust nach aussen trage – ich mache das eher mit mir selbst aus, als auch noch andere damit zu belasten. Aber manchmal funktioniert das eben auch nicht…..

    • Kabra

      Genau das ist bei mir das Problem, ich halte relativ lange still und dann explodiere ich halt um so gewaltiger, wenn der berühmte Tropfen das Glas zum Überlaufen bringt. 🙂

  • birgit

    ach ihr lieben
    wenn ich jim dies zu lesen gebe wird er heftig nicken – er hat in letzter zeit einiges abbekommen
    grenzen- ein unendliches thema
    ich arbeite dran
    allerliebste grüße an alle
    besonders auch die abbekommer
    schön dass ihr uns und wir uns gegenseitig aushalten
    birgit

    • Kabra

      Ich denke es ist überall so, besonders wenn es einen Aufhänger gibt. Irgendeine Bagatelle an der V. wirklich schuld ist, dann knallt es und eigentlich kriegt er nur mehr ab, als verdient. Ach ja, es ist schön jemanden zu haben, der solche Ereignisse richtig einordnen kann.

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