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Sehnsucht nach Hogwarts

Normalerweise beginnt das neue Schuljahr in Hogwarts am 01.September. Mich überkommt die Sehnsucht, mich dorthin zu begeben, allerdings immer so Ende November, Anfang Dezember. Dann krame ich die Harry Potter Bücher, gerne auch die Hörbucher – besonders die von Stephen Fry gelesenen -, hervor und ergebe mich von neuen der Magie der Geschichte. Mit „der Geschichte“ meine ich nicht ein bestimmtes Buch, sondern das Gesamtwerk. Denn das macht ja den Zauber aus, dass J. K. Rowling eine Geschichte über sieben Bücher erzählt.

Manchmal frage ich mich, warum wirkt der Zauber nach all diesen Jahren immer noch? Es ist ja nicht so, dass ich große Lust hätte gegen Basilisken zu kämpfen oder es mit einem Voldemort aufzunehmen, ja, ich möchte nicht einmal nach Gryffindor, sondern wäre sehr viel lieber in Ravenclaw. Ich glaube, es hat viel damit zu tun, dass man, so lange man sich von diesem Harry Potter fernhält, eine richtig gute Zeit in dieser Schule haben kann. Dabei beschreibt J. K. Rowling ja bei Weitem keine ideale Welt, in der Magie alle Probleme löst, sondern eine, die gerade durch die Magie eine Menge Probleme hat, die wir, die wir ohne auskommen müssen, nicht haben. Für mich jedenfalls ist es einmal mehr an der Zeit mich auf den Bahnsteig 9 3/4 zu begeben und die Reise anzutreten.

Auch als scheinbar Erwachsene, habe ich nie aufgehört Kinder- und Jungendbücher, besonders aus dem Bereich Fanatasy, zu lesen. Daher ist es besonders merkwürdig, dass ich Harry Potter und der Stein der Weisen zwar gleich nach Erscheinen in der Buchhandlung sah, mich aber gar nicht verlockt fühlte. Wie es doch dazu kam, ist eine komische Geschichte.

Wie einige Leser und Leserinnen wissen, bin ich spirituell in Sachen Wicca und Druidcraft unterwegs. Als ich 2000 nach Kiel kam, habe ich als Tarotberaterin gearbeitet und eines Tages rief mich eine Studentin an, die Hintergrundinformationen zum Thema „neue“ Hexen für eine Arbeit brauchte und um ein Interview bat. Während unseres Gesprächs kam sie auf die Funktion des Zauberstabs und Harry Potter zu sprechen. Sie hatte so leuchtende Augen, als sie von dem Buch sprach, dass ich unmittelbar nach unserem Gespräch losging, es mir kaufte und auf einen Rutsch durchlas. Seit dem bin ich verloren und der Zauber hat die letzten 20 Jahre nie so richtig nachgelassen und immer wieder zieht es mich dorthin zurück.

Hier der Link zu einer Dokumentation über die Autorin und ihren Erfolg.

Mag keine Schubladen, isst gerne Schokolade, liest und schreibt mit Freuden. Letzteres auch schon einmal über das Gelesene. Hat aber auch Spaß am Kochen und einfach mal die Wand angucken. Wohnort: Kiel und Wolkenkukusheim

5 Kommentare

  • Gudrun

    Ich gebe zu, dass ich die Bücher nie gelesen habe. Vielleicht hat mich zu Beginn der Hype darum abgehalten. Meine Kinder, besonders die Mädchen liebten sie und weil es ihnen nicht schnell genug ging, lasen sie die Neuerscheinungen auf Englisch. Das fand ich nun schon wieder super. Von den Filmen bekam ich am Rande doch einiges mit.
    Der Schulbetrieb erinnert mich immer ein bisschen an meine Internatszeit vor dem Abi. Das waren meine schönsten Jahre.
    Viel Spaß beim Reisen durch die bunte Welt der Phantasie.

    • Karin Braun

      Unsere ganze Sippe ist Harry Potter verrückt. Meine Tochter, meine Enkelinnen und auch der gute Gatte, wir alle kehren so dann und wann nach Hogwarts zurück.
      Ich habe gerade sehr viel Spaß beim Lesen. Übrigens könnten dir als Krimileserin, die Cormoran Strike Bücher von Robert Galbraith aka J. K. Rowling gut gefallen. Alles Liebe

  • birgit brabetz

    witzig
    habe gerade die tage gedacht ich muss nochmal alle bände von vorn lesen
    sie stehen hier noch von hanna auf englisch
    sorry dass ich so selten kommentiere – irgendwie bin ich nur noch selten richtig unterwegs im netz
    allerliebste grüße birgit

    • Karin Braun

      Liebste Birgit, wie gut ich dich verstehen kann. Ich bin mir nicht einmal sicher, wie lange ich noch weiter im Netz präsent sein werde. Ein kurzer Ausflug zurück zu Facebook, hat mir innerhalb von 24 Stunden die Nerven zerrüttet und was ich auf einigen Blogs lese, bringt mir das Grausen. Sei umarmt

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