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Wie wir uns besiegten – Kersten Flenter

Wie wir uns besiegten von Kersten Flenter ist im Gonzo Verlag erschienen, diesem kleinen feinen Verlag mit dem Händchen für das Besondere. Die Themen, in denen es in diesen 34 Kurzgeschichten geht, sind wohlbekannt, der Rechtsruck, das Älterwerden, die Landlust und der Sozialabbau. Was der Autor allerdings daraus macht, ist das spezielle. Da gibt es keinen erhobenen Zeigefinger, sondern ein Feuerwerk an Fantasie, Selbstironie und Spaß am Absurden. Kersten Flenter spielt mit dem Abseitigen und ja, man denkt natürlich an Kafka, wenn man etwa „Das Käferzimmer“ liest, allerdings nur auf den ersten Zeilen, dann ist es Original-Flenter. Ganz nebenbei ist es auch noch eine kleine Hommage an Hannover-Linden, wo der Autor lebt.

Ich habe mich lange nicht mehr so gut amüsiert, während man mir die Themen unserer Zeit vor Augen geführt hat. Wortgewandt, satirisch und oft brüllend komisch, ohne jedoch einmal den Ernst des Kerngedankens zu bagatellisieren.

Mein Name ist Karin Braun, ich lebe mit Mann und Hund in Kiel und bin eigentlich dauernd in Geschichten unterwegs. Ich lese mit Begeisterung, schreibe gerne übers Gelesene und, so dann und wann, schreibe ich selber welche. Des weiteren beschäftige ich mich mit Tarot, Magie, Runen und soweiter. Bin so eine Ökotante ohne Smartphone, ohne Fernseher, esse bio und habe schwer Feminismus.

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